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Löwen Classics - Wulschner holt sich Preis der DKB

Foto: Holger Wulschner siegt im Preis der Deutschen Kreditbank AG mit BSC Skipper - Fotograf: Fotodesign-Feldhaus

 

(Braunschweig)  Nomen est omen - oder anders gesagt, es passt perfekt wenn Holger Wulschner den Preis der Deutschen Kreditbank AG gewinnt. Der Springreiter aus Groß Viegeln sicherte sich mit BSC Skipper den Sieg im Finale der Mittleren Tour, dem Preis der DKB und damit auch den Triumph im dritten von vier Weltranglistenspringen bei den Löwen Classics in Braunschweig. Wulschner ist Testimonial und Partner der DKB.

 

Folglich ist es immer eine heitere Angelegenheit, wenn der 52-jährige DKB-Riders Tour-Sieger von 2014 in Siegerehrungen auf den eigenen Sponsor trifft. „Leider“, so merkte Wulschner schon häufiger an, „leider kann man da keine Regel draus machen…“ Die Kollegen machen es ihm selten leicht. Im Preis der Deutschen Kreditbank AG gab Wulschner mächtig „Gas“, lieferte im Stechen eine tadellose und 33,93 Sekunden schnelle Punktlandung ab. Das „Nachsehen“ hatte der zweitplatzierte Ukrainer Cassio Rivetti, der mit Lagerfeld aber fast eine Sekunde schneller war.

 

Gerrit Nieberg schnappt sich den U25 Springpokal
Er kommt aus aus einer reitsportbegeisterten Familie: Gerrit Nieberg aus Münster gewann die erste Station des U25 Springpokals der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, präsentiert von der Familie Müter in Braunschweig. Zum dritten Mal in Folge sind die internationalen Löwen Classics Auftaktturnier für diese Serie, die auf Betreiben der Bundestrainer Otto Becker und Heinrich-Hermann Engemann ins Leben gerufen wurde und ganz gezielt den Springsportnachwuchs aus Deutschland fördern und fordern soll.

 

Dort wo sein Vater schon den Großen Preis von Volkswagen gewann, dominierte nun der Sohn. Lars Nieberg, zweimaliger Mannschafts-Olympiasieger, trumpfte 2010 mit Lord Luis auf. Am Samstagabend schlug die Stunde von Nieberg junior. Der 22-jährige, der den Springsport zum Beruf macht, blieb mit Vaters Hengst Contagio fehlerfrei in 39,62 Sekunden im Stechen der schweren Prüfung. Insgesamt 18 Reiterinnen und Reiter der Altersklasse U25 traten bei dieser ersten Etappe des Springpokals an.

 

Primus inter pares - Max Haunhorst gewinnt HGW-Bundesnachwuchschampionat
Mit dem15 Jahre alten Max Haunhorst aus Hagen a.T.W. gewann einer der jüngsten Teilnehmer das HGW-Bundesnachwuchschampionat - In memoriam Debby Winkler bei den Löwen Classics in Braunschweig. Dekoriert mit der schwarz-rot-goldenen Schärpe und flankiert von seinen Mitbewerberinnen, holte Max tief Luft und gab zu „Ich bin doch ganz schön erleichtert“. Der junge Sieger plauderte offen über die Aufregung, die einen Finalisten des von Hans Günther Winkler initiierten Bundesnachwuchschampionats unweigerlich befällt, wenn es denn „um alles oder nichts“ geht in der Volkswagen Halle. „Man will ja auch nicht, dass mit dem anderen Pferd irgendwas schief geht“, bekannte der Junior, der mit 9,4 die Top-Note der gesamten Prüfung einheimste.

 

Pferde getauscht
Dieser Schwung ist vielleicht auch für die Schule nützlich - „Am Montag schreib ich eine Englisch-Klausur“, so Haunhorst, der nach der Prüfung mit den Eltern den Heimweg antrat. Im Finale dieser renommierten Prüfung für Junioren und Junge Reiter werden die Pferde getauscht. Der deutsche Springnachwuchs bescherte dem Publikum und den Richtern eine Sternstunde des Springsports. Nicht nur Max Haunhorst, sondern auch Justine Tebbel (Emsbüren) auf Rang zwei, Marie Ligges (Herbern) auf dem dritten Rang und Henry Delfs (Lübeck-Wulfsdorf) glänzten mit Feingefühl und ausgezeichnetem Reiten.

 

Spitzennoten
Die Endnoten rangierten prompt zwischen 9,1 und 9,4 und das ist insgesamt ein selten hohes Niveau. Auffällig: Alle Finalisten im Pferdewechsel waren mit den Fremdpferden noch einen Tick besser, als mit den eigenen. Justine Tebbel - Tochter des dreimaligen Deutschen Meisters und Nationalcoaches für die Ukraine, Rene Tebbel - verpasste mit der 14 Jahre alten Stute Charis von Max Haunhorst die absolute Spitzennote 10,0 nur wegen eines Springfehlers am letzten Oxer des M-Springens.

 

Ergebnisübersicht Löwen Classics

 

23 Nat. Stilspringprüfung Kl. M* mit 2 Umläufen und Pferdewechs - FINALE HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter gefördert von der Horst-Gebers-Stiftung - In Memoriam Debby Winkler
1. Max Haunhorst (Hagen) auf Charis 24 19.00/ 9,4
2. Justine Tebbel (Emsbüren) auf Grundig Baltimore 18.90/ 9,5
3. Marie Ligges (Ascheberg) auf Cassandra L 2 18.80/ 9,5
4. Henry Delfs (Steinburg) auf D Consuela 18.60/ 9,1
5. Philipp Schulze Topphoff (Havixbeck) auf Chin Win, 9.0
6. Kathrin Wacker (Nordkirchen) auf Viola 273, 8.60

 

03 Preis der Deutschen Kreditbank AG, Int. Springprüfung mit Stechen (1.50 m), Finale Mittlere Tour
1. Holger Wulschner (Groß Viegeln) auf BSC Skipper, 0 SP/33.93 sec;
2. Cassio Rivetti (Ukraine) auf Lagerfeld 31, 0/34.82;
3. Peder Fredricson (Schweden) auf H&M Zaloubet, 0/35.35;
4. Jana Wargers (Emsdetten) auf Carl 60, 0/38.80;
5. Yuri Mansur Guerios (Brasilien) auf Amor, 4/35.25;
6. Henrik von Eckermann (Schweden) auf Chacanno, 4/38.50

 

26 Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport
Preis der Familie Müter, Springprüfung Kl. S*** mit Stechen

1. Gerrit Nieberg (Iserlohn) auf Contagio, 0 SP/39.62 sec;
2. Alexander Potthoff (Bösensell) auf Quinara 27, 0/43.24;
3. Laura Jane Hackbarth (Brickeln) auf Carisma 109, 4/38.91;
4. Henry Vaske (Klein Roscharden) auf Quinaro 3, Ausgeschieden;
5. Finja Bormann (Harsum) auf A crazy son of Lavina, 4/57.45;
6. Marie Schulze Topphoff (Roxel) auf Corpicco, 4/60.41

 

PM