Borgmann's EM-Blog vom 2. September: Schweizer liegen in Führung – Deutsches Team auf Rang zwei

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Ehe wir zum hippologischen Tagesgeschäft kommen, hier die aktuelle Regelkunde, kurz und knapp:  Nach dem Zeitspringen vom Dienstag und dem ersten Umlauf des Nationenpreises heute geht es folgendermaßen weiter: Die besten zehn Teams beziehungsweise die 50 besten Reiter erreichen die für morgen, Freitag,  angesetzte, zweite Runde des Nationenpreise – danach werden die Medaillen vergeben. Und: Die 25 besten Einzelreiter aus dem Zeitspringen und dem Teamspringen bestreiten am Sonntag das Finale um den Einzeltitel. Wichtig zu wissen: Bei dieser EM gelten gottlob die bewährten alten Regeln: Ein Team besteht aus vier Reitern, plus Reserve, selbstverständlich gibt es nach wie vor das wichtige Streichresultat.

 

Und so sieht die sportliche Lage heute Abend aus: Otto Becker sagt am Ende des ersten Umlaufs zum Nationenpreis: „Kompliment für mein ganzes Team! Eine super Leistung! Mein Gefühl für morgen, wenn es ins Finale geht, ist sehr gut!“ Vor allem Christian Kukuk und Andre Thieme mit ihren Nullrunden hätten wesentlich dazu beigetragen, dass die deutsche Equipe hinter den Schweizern auf Platz zwei ins morgige Finale einzieht. Schweden, Belgier und die Iren belegen die nächsten Plätze.

 

Andre Thieme, der eine fehlerlose Runde beisteuern konnte, sagte nach seinem Ritt: „Es ist für mich ein sehr gutes Gefühl, bei so einem wichtigen Event eine Nullrunde beigesteuert zu haben! Ich weiß, dass mit meinem Pferd noch mehr möglich ist!“ David Wills Kommentar nach einem Abwurf: „Schade, das ist schon sehr ärgerlich! So ein leichter Fehler! Vielleicht war ich mit dem Kopf bereits beim letzten Hindernis.“ Christian Kukuk, der mit seinem Mumbai vor heimischem Publikum glänzen konnte, sagte: „Mein Gefühl war totale Sicherheit! Je mehr die Leute sich über meine Leistung freuen, desto mehr motiviert mich das. Ich denke gar nicht zuerst an mich selbst, sondern ich mag es vor allem, wenn die Zuschauer glücklich sind! Das ist für mich kein Druck, das ist die beste Motivation!“

 

Raus aus dem EM-Rennen sind überraschend die Niederländer, die Italiener, die Türkei, Norwegen und Tschechien. In der Einzelwertung führt der Titelverteidiger Martin Fuchs aus der Schweiz, Platz zwei belegt Christian Kukuk, Rang drei Rolf-Göran Bengtsson aus Schweden, der Europameister von 2011. Bei strahlendem Herbstwetter entfaltet der weitläufige Park an der Surenburg eine ganz besondere Atmosphäre. Kein Wunder, dass Ludger Beerbaum heute vor der Presse folgendes bekanntgab: „Wir wollen aus Riesenbeck international in den kommenden zehn Jahren ein attraktives Zentrum des Pferdesports machen. Unter anderem haben wir uns ganz offiziell um die Ausrichtung der Dressur-EM 2023 beworben.“

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de

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