Borgmann's Blog vom 5. November: Zum Gedenken an den Urschwaben Hans Eberspächer

Foto: Hans Eberspächer - Fotograf: Michael Sälzer

Foto: Hans Eberspächer - Fotograf: Michael Sälzer

Mehr sein als scheinen! Das war so etwas wie das typisch schwäbische Lebensmotto von Hans Eberspächer aus der Freien und Reichstadt Esslingen am Neckar. Geboren war er am 18. Oktober 1933. Als er siebzehn war, starb plötzlich sein Vater – Sohn Hans musste in das Familienunternehmen eintreten; von 1966 an führte er den heute weltweit aktiven Hersteller von Abgassystemen und Autoheizungen. Der Ingenieur und Kaufmann Hans Eberspächer war der Inbegriff des schwäbischen Unternehmers – akribisch, bodenständig und humorvoll. Das augenzwinkernde Selbstlob „Wir können alles – außer Hochdeutsch!“ – für Hans Eberspächer, der stets ein breites Schwäbisch pflegte, war es quasi Programm. Eberspächer beschäftigt heute rund 10 000 Mitarbeiter an achtzig Standorten weltweit.

 

Seine persönliche Passion gehörte von Jugend an den Pferden, der Reiterei und seinem Heimatverein am Esslinger Jägerhaus, wo er auch im Vorstand mitwirkte. Von den fünfziger bis hinein in die siebziger Jahre war Hans Eberspächer im Springsattel aktiv: zweimal gewann er die Meisterschaft Württembergs, dazu viele Prüfungen im ganzen Land – eine enorme Leistung, wenn man bedenkt, dass er mit an der Spitze eines international renommierten Zulieferers für die Automobilindustrie stand. Nach seiner aktiven Zeit im Sattel engagierte sich Hans Eberspächer über lange Jahre als Parcoursgestalter der alten Schule. Sein Herz gehörte dem Amateursport und der Jugendarbeit. In guter Erinnerung bleibt er als stets heiterer Spötter, der kein Aufhebens von sich machte. Zuletzt lebte er mit seiner Frau Rita am Stuttgarter Killesberg. Am 28. Oktober ist Hans Eberspächer im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Esslingen gestorben.

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de                

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