Borgmann's Olympia Blog #1: Der Countdown läuft…

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Heute geht’s los! Heute beginnen für „unsere“ Reiter die olympischen Spiele. Sie fragen mich, ja wie jetzt? Ganz einfach: Das deutsche Dressurteam um Isabell Werth rückt mit seinen Pferden in die Quarantäne ein – einmal mehr ist die Aachener Soers der Schauplatz. Wohlgemerkt, zu sehen gibt’s dort für Neugierige und/oder Fans rein gar nichts. Alles ist hermetisch abgeschirmt. Wobei der interessierte Laie wissen muss, dass diese Quarantäne nichts zu tun hat mit Corona, sondern einzig und allein mit den internationalen Regeln über die Einfuhr von Pferden! Sie müssen in jeglicher Hinsicht gesund sein – dazu dient diese Quarantäne.

 

Dieser Zwangsaufenthalt für das Dressurteam, an dem neben Isabell Werth, Jessica von Bredow-Werndl und Dorothee Schneider auch Reservereiterin Helen Langehanenberg sowie Frederic Wandres und Carina Scholz teilnehmen, dauert bis zum 14. Juli; gleich danach geht’s von Aachen ins nahe Lüttich, von dort per Flugzeug nach Tokio. Wichtig zu wissen: In der Quarantäne werden die Olympiapferde natürlich gearbeitet, aber auch gründlich getestet. Nur Pferde, die in jeder Hinsicht topfit sind, dürfen die lange Reise antreten: „Gewisse Ereignisse in der Vergangenheit“, nennen wir’s einfach mal so, haben das DOKR dazu gebracht, keinerlei Kompromisse mehr zu machen beim Stichwort Pferdegesundheit.

 

Die vorolympische Quarantäne für die Buschreiter und die Springreiter findet übrigens nicht in Aachen, sondern in Warendorf statt. Das Vielseitigkeitsteam um Michael Jung zieht am 10. Juli dort ein, also am kommenden Samstag. Die Springreiter um Daniel Deusser folgen am 16. Juli, also dem Freitag nächster Woche. Mehr Details über Regeln, Termine und olympische Besonderheiten aller Art gibt’s unter www.pferd-aktuell.de/Tokio2021

 

Kurze Bemerkung in eigener Sache: 2008 habe ich aus Hongkong berichtet, 2012 aus London und 2016 aus Rio – auf die Reise nach Tokio verzichte ich aus  persönlichen Gründen. Die Japaner sind froh um jeden und jede, die nicht kommen. Das ist zwar betrüblich, aber ich habe dafür Verständnis. Deshalb werde ich die Reiterspiele 2021 von hier aus beobachten und kommentieren.

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de

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