Weltcupfinale in Paris: Der vierte Titel für Isabell Werth!

Foto: Isabell Werth nach der Bekanntgabe der Wertnoten - Fotograf: Screenshot

Foto: Isabell Werth nach der Bekanntgabe der Wertnoten - Fotograf: Screenshot

Die Welt der großen Dressur ist wieder im Lot - jedenfalls aus deutscher Sicht. Mit der Tagesbestnote von 90,657 Prozentpunkten verteidigt Isabell Werth im Palais Omnisports von Paris Bercy ihren Weltcuptitel aus dem Vorjahr mit Erfolg. Ihr erster Kommentar: "Natürlich hat mich die Niederlage von gestern geärgert. Heute dagegen hat Weihegold ihre beste Kür bisher gezeigt, ging frisch nach vorne, alles hat gepasst. Ich freue mich sehr!"

 

Laura Graves hingegen machte während des Rittes der Favoritin ein mehr und mehr enttäuschtes Gesicht, kein Wunder: 89,082 Prozentpunkte waren nicht das, was sich die 30-jährige Herausforderin erwartet hatte. Doch aus fachlicher Sicht wurde einmal mehr offenkundig: Isabell Werths Kür ist mit deutlich mehr Höhepunkten gespickt, der Schwierigkeitsgrad liegt deutlich höher. Der 16-jährige Verdades hingegen wurde heute von seiner Reiterin "mit Der Handbremse" präsentiert, lud sich während des Rittes trotzdem mächtig auf. Nach ihrem Ritt sagte die Amerikanerin: "Ich bin jetzt sehr aufgeregt!"

 

Neben dem Zweikampf zwischen Isabell Werth und ihrer Herausforderin geriet der glänzende dritte Platz von Jessica von Bredow-Werndl (83,725) fast in den Hintergrund. Dickes Kompliment für ihre mutige und frische Kür mit dem 16-jährigen Unee! Zufrieden mit Platz fünf (81,843) war Dorothee Schneider: "Für Sammy Davis war das die Premiere im Weltcupfinale. Deshalb ist uns heute noch nicht alles geglückt. Trotzdem bin ich hoch zufrieden mit ihm." Schneider musste nach dem Einreiten eine ärgerliche und peinliche Panne hinnehmen: Minutenlang setzte die Musik nicht ein, obwohl die Reiterin das obligate Handzeichen gegeben hatte.

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de

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