Weltcupfinale in Paris: Erste Disqualifikation nach der sogenannten Blutregel

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Pamela Young

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Pamela Young

Die kritischen Kontrollen rund um die Springen im Palais Omnisports von Bercy sind streng und jederzeit sichtbar. Das ist gut so, um dem sauberen Sport mit den Pferden einen wichtigen Dienst zu erweisen. Das erste "Opfer" dieser Kontrollen war am Freitagabend während der zweiten Runde für die Springreiter der Ire Denis Lynch mit seinem 15-jährigen All Star. Der Hannoveraner aus dem Besitz des Baselers Thomas Straumann blutete leicht, wohl durch einen Sporenstich. Wie meistens in derlei Fällen, war das keine dramatische Sache - gleichwohl verlangt die "Blutregel" des Weltverbandes FEI die Disqualifikation.

 

Weitaus spektakulärer, für jedermann in der Arena sichtbar, war die spektakuläre Springmanier des 13-jährigen Wallachs Admara unter dem für Kolumbien startenden Carlos Enrique Lopez Lizarazo: Das Pferd schleuderte bei fast jedem Sprung seine Hinterbeine so extrem in die Höhe, dass man fürchten konnte, es werde die Balance verlieren und vornüberstürzen. Eine bemerkenswerte Springmanier angesicht der Tatsache, dass es neben der anhaltenden Debatte über die "Blutregel" auch eine heftige Diskussion über zu eng geschnallte Gamaschen an den Hinterbeinen gibt. Wohlgemerkt, kurz vor dem Einreiten hatte der Kolumbianer seine die Pferdebeine umschließenden Ringe unterhalb der eigentlichen Gamaschen entfernen lassen. Wie die Weltcupjury diesen Fall bewertet, ist gegenwärtig noch völlig offen. Zunächst hieß es, man werde dieses Pferd weiter beobachten.

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de

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