Borgmann's Blog vom 14. April: Worüber lacht Gott?

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Ostern liegt hinter uns. Mal wieder so viel gelesen wie lange nicht. Und sogleich fündig geworden in Sachen Lebensweisheit: Das Vertrauen kommt zu Fuß - und es geht zu Pferd! Sehr schön, passend zur aktuellen Corona-Krise. Was unser Land betrifft, so scheinen wir das Schlimmste hinter uns zu haben. Hoffentlich irren sich die Experten da nicht und die Politiker behalten die Nerven. Wie gesagt: Vertrauen ist schwer aufgebaut und federleicht verspielt! Das weiß man auch beim Weltverband der Reiter in Lausanne, wo es in diesen Tagen und Wochen um nichts weniger geht als um die Quadratur des Kreises: Der Turniersport steht weltweit still, ein Ende der Krise ist nicht in Sicht - trotz einiger Lockerungen hie und da. Von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent liegen die Dinge unterschiedlich. Wie soll da eine einigermaßen vernünftige und passende Planung möglich sein? Schön hört man aus dem Umfeld der FEI das Gerücht, sie werde wohl alle internationalen Turniere bis Ende September kippen. Dann sollten wohl die CSIO-Turniere den Vorrang bekommen. Das klingt alles nicht allzu schlüssig - wie auch in einer Situation, die es so noch nie gegeben hat. Mit jedem Wochenende, an dem keine Turniere stattfinden können, wird der Spielraum immer enger - mehr als 52 Wochenenden hat das Jahr nun mal nicht. Immerhin gut, dass die Olympischen Spiele verschoben sind. In Aachen hofft man, den "Tschio" diesjahr nachholen zu können, ebenso in Hamburg, wo das 100. Derby ein historischer Höhepunkt werden soll(te). An eine komplette Global Champions Tour, an eine komplette Serie der Nationenpreise ist nicht mehr zu denken, ebenso wenig an die Grand Slam-Tour, an die Riderstour, an die deutschen Serien für die jungen Dressurtalente. Was aus dem Weltcup der Spring- und Dressurreiter für 2020/21 wird, steht in den Sternen. Die Saison 2020 muss man mehr oder weniger abschreiben.

 

Ludger Beerbaum, kürzlich befragt, hat sicher recht: Zunächst sollte es darum gehen, den normalen Turniersport hierzulande wieder einigermaßen in Gang zu setzen, um sich und seine Pferde neu in Schwung zu bringen. Das große internationale Geschäft, so vermutet er, werde wohl nicht so bleiben wie es war. Das passt prima zu meiner heutigen Überschrift. Frage: Worüber lacht Gott? Antwort: Über Planung!

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de

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