Borgmann's Blog 2 vom 17. November: Der Preis ist heiß…

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Schaut man genau auf die „ewige“  Siegerliste des Großen Preises von Stuttgart, dann sieht man: Meredith Michaels-Beerbaum siegte mit Shutterfly dreimal hintereinander: 2006, 2007 und 2008! Christian Ahlmann siegte zweimal in Folge: 2015 und 2016! Jetzt hat es ihm der Belgier Pieter Devos gleichgetan: 2018 und heute! Hut ab, Chapeau! Der Mannschafts-Europameister von Rotterdam, persönlich einer der Stillen im Lande, war auf die Minute hellwach, siegte im Weltcupspringen von Stuttgart, dem Großen Preis. Sein Kommentar: „Ich bin heute überglücklich mit meinem Pferd – ich gratuliere meinen Freunden Steve und Scott, die einen sehr guten Job gemacht haben.“ Der so gelobte Steve Guerdat sagte: „Heute war ich zum fünften Male Zweiter im Großen Preis von Stuttgart.“ Tja, so ist der Sport. Mit einem jener kreuzblöden Klötzchen verpasste Philipp Weishaupt als schnellster im Stechen seinen ersten großen Sieg in Stuttgart; zum Trost Rang fünf als bester Deutscher. Außerdem musste der Stall Beerbaum noch dies ärgerliche Ding hinnehmen: Christian Kukuk wurde nach seiner Nullrunde auf Quintino disqualifiziert werden, weil er seinem Pferd im Eifer des Gefechts mit dem Sporen eine kleine Wunde zugefügt hatte. Die Stewards kamen nicht umhin, die sogenannte Blutregel anzuwenden. Kommentar von Otto Becker im Fernsehen: „Das ist bitter für ihn. Aber so sind nun mal die Regeln.“

 

Aus baden-württembergischer Sicht gesagt: Schade, dass Sven Schlüsselburg mit seinem Bud Spencer das Glück nicht hold war – ein Abwurf und der fast schon obligate Zeitfehler. Ansonsten zeigte der Schimmel seine Klasse, wobei ihm die große Stuttgarter Arena entgegen kam. Fischerchelsea unter Michael Jung hatte zwei Abwürfe. Er wird auf jeden Fall Mitte Dezember zum Weltcupturnier nach La Coruna fahren.

 

Fazit des 23. German Master: Etwas mehr als 55 000 Besucher sind ein gutes Ergebnis, wenngleich beispielsweise am Schauabend zum Turnierbeginn zu recht einige Kritik geübt wurde und die Arena nicht ausverkauft war. Die Menschen kommen in die Schleyerhalle, um Pferde zu sehen – lebendige Pferde aller Farben und Rassen: Turner oder Pferde aus Pappe locken niemanden hinter dem Ofen vor. Schaun mer mal, wie das Programm zum Auftaktabend 2020 aussehen wird. Beim 36. German Master in einem Jahr wollen die Fans der Schleyerhalle nur eines sehen: Alle Medaillengewinner von Tokio. Ein hoher Anspruch!               
 

Thomas Borgmann für reitturniere.de            

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