Meredith Michaels-Beerbaum: Ich wollte zu viel!

 

Das war ein Blackout, wie er äußert selten passiert  und wenn, dann an der denkbar schlechtesten Stelle! "Ich wollte heute einfach zu viel, ich wusste, dass ich mir keinen Zeitfehler leisten darf. So etwas ist mir noch nie passiert. Es war mein Fehler. Gottseidank ist Fibonacci in Ordnung. Es war mir sofort klar, dass ich nur noch einen Sprung mache und dann aufhöre. Die Gesundheit meines Pferdes geht vor. Natürlich bin ich enttäuscht, dass mir das ausgerechnet hier in Rio passiert." Kurz und knapp, klar und selbstkritisch hat Meredith Michaels-Beerbaum ihren Rumpler am ersten Sprung des Finalparcours analysiert und auf ihre eigene Kappe genommen. Wahrlich kein Auftakt nach Maß für das Trio von Otto Becker. Doch davon völlig unbeeindruckt, drehten Christian Ahlmann mit Taloubet und Daniel Deusser mit First Class zwei starke Nullrunden. Vor dem entscheidenden Parcours im Kampf um die Medaillen, die womöglich im Stechen ausgeritten werden, liegen 13 Reiter fehlerfrei an der Spitze. Das gibt einen heißen, ja einen dramatischen Kampf.

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de

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