Borgmann's Blog vom 24. August: Das „MIM“ – die unendliche Geschichte

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Foto: Thomas Borgmann - Fotograf: Stefan Lafrentz

Auf der Geländestrecke im belgischen Arville, an Hindernis 18b, erwischte es vergangenen Samstag Michael Jung im Sattel vom fischerWild Wave. Der elfjährige Holsteiner ließ für den Bruchteil einer Sekunde sein rechtes Vorderbein hängen, strauchelte über den Sprung, wäre fast zu Fall gekommen – Michael Jung konnte sich nicht im Sattel halten, fiel vornüber nach rechts zu Boden. In der Rückschau sagt sein Vater Joachim Jung: „Auch an diesem Sprung gab’s das MIM-Sicherheitssystem – aber es hat nicht ausgelöst!“ Unklar sei, so Joachim Jung, „ob die Hindernisdienste nach Michaels Rumpler die Sicherheitsklammern kontrolliert und eventuell ausgetauscht haben“.

 

Wie auch immer – einmal mehr gibt es allen Anlass, über das MIM-Sicherheitssystem zu diskutieren. Wenn man im Videofilm der fraglichen Strecke von Arville sieht, wie Fischer Wild Wave mit gespreizten Vorderbeinen über den Sprung rutscht und fast zu Fall kommt – weshalb hat das System nicht funktioniert, wo es doch dezidiert dazu da sein soll, Überschläge zu verhindern, bei denen die hohe Gefahr besteht, dass der Reiter bei der Landung unters Pferd gerät? Man wundert sich jedenfalls, dass es in der Buschreiterszene einige gibt, die behaupten, dieses System funktioniere einwandfrei. Man darf gespannt sein, ob es bei der Europameisterschaft in Avenches weitere Vorfälle gibt, die eine intensive Analyse und Diskussion über die Verlässlichkeit des MIM-Systems erfordern. Michael Jung wird, so die Auskunft seines Vaters, ungeachtet des Sturzes von Arville, an der EM Ende September in der Schweiz teilnehmen.

 

Thomas Borgmann für reitturniere.de

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