Lier: Doppelsieg für Hemmer und Denoix

Thomas Wagner dominiert das Drei-Sterne-CDI

Das belgische Pferdesportzentrum „Azelhof“ in Lier bei Antwerpen ist ein beliebter Treffpunkt der Dressurszene kurz vor Frühjahrsbeginn. Auch aus Deutschland reisten zahlreiche Paare, darunter etliche Jugendliche, zu dem CDI3/4* an. Im Grand Prix und im Grand Prix Special der Vier-Sterne-Tour sicherte sich Katharina Hemmer mit ihrem Championatspferd Denoix PCH die goldenen Schleifen, die Drei-Sterne-Tour dominierte Thomas Wagner mit Escolar’s Emil FRH.

 

Lier ist immer eine Reise wert, so mag Katharina Hemmer gedacht haben. Schon im vergangenen Jahr hatte sie mit dem Oldenburger Denoix PCH auf dem „Azelhof“ eine goldene Schleife gewonnen. Diesmal waren es gleich zwei. Nach einem starken, fehlerfreien Grand Prix (75,587 Prozent) gelang ein ebenso makelloser Grand Prix Special, den das Paar wiederum mit deutlichem Vorsprung gewinnen konnte (75,596). Für die Trabtraversale gaben zwei Richter sogar die Note 9.Allen Grund zur Freude hatte auch Fabienne Müller-Lütkemeier. Im Grand Prix mit ihrer westfälischen Vitalis-Tochter Valencia As nur Achte, konnte sie im Special aufholen: Platz zwei mit 70,298 Prozent. Lisa Müller folgte auf Rang drei. Sie führte den Hengst Gut Wettlkam‘s Zonik Hit OLD zu 69,787 Prozent. Auch die Plätze vier und fünf belegten die deutschen Gäste: Carina Harnisch stellte DSP Sheldon Cooper vor, mit dem sie 2024 das Finale des Louisdor-Preises gewonnen hatte. Der Sezuan-Sohn aus dem Zuchtverband Sachsen-Thüringen wurde mit 69,745 Prozent bewertet, gefolgt von Anabel Balkenhol und dem Hannoveraner High Five FRH v. Hohenstein (69,447). Ingrid Klimke und der Westfale Vayron, Zweite im Grand Prix, vertraten ebenfalls die schwarz-rot-goldenen Farben und wurden Siebte (68,659). Lediglich der Luxemburger Nicolas Wagner-Ehlinger konnte sich mit Quater Back Junior FRH als Sechster zwischen die Frauenpower drängen (69,021). In der Kür der Vier-Sterne-Tour waren keine deutschen Paare vertreten. Sage und schreibe 41 Paare standen auf der Starterliste des CDI3*-Grand Prix. Entsprechend lange (von 15 bis 22.10 Uhr) war die Konzentration der Richtergruppe gefordert. Das beste Ergebnis erzielte Thomas Wagner mit dem Hannoveraner Escolar’s Emil FRH v. Escolar. Der elfjährige Wallach, der im vergangenen Dezember den zweiten Platz im Finale des Louisdor-Preises belegt hatte, wurde mit 70,5 Prozent bewertet. Am nächsten Tag meisterte „Emil“ seinen ersten Grand Prix Special. Besonders in der Galopptour mit den beiden Pirouetten hatten Wagner und der Dunkelbraune punkten können. Am nächsten Tag meisterte „Emil“ seinen ersten Grand Prix Special. Dieser gelang sogar noch besser als der Grand Prix. Offenbar hatte sich das Pferd an die Hallenatmosphäre gewöhnt (71,66).Auch die elegante Oldenburgerin Dante’s Pearl OLD steigerte sich. Im Grand Prix waren die Piaffen, Passagen und manche Übergänge etwas schwächer ausgefallen, so dass nicht mehr drin war als Platz 14, aber im Special zeigte die Stute, wie viel Bewegungsqualität in ihr steckt. Auch für die Dante Weltino-Tochter war es der erste internationale Special (69,681). Ein Wiedersehen gab es mit Forster. Der Hannoveraner Wallach v. Finest, auch vor gut zwei Monaten in der Frankfurter Festhalle beim Louisdor-Finale dabei, erzielte mit seinem Reiter Tobias Nabben 69,66 Prozent und damit das drittbeste Ergebnis. Für die Kür des CDI3* hatte sich nur eine deutsche Teilnehmerin entschieden. Lisa Müller belegte mit dem Hannoveraner Gut Wettlkam’s Mondrian v. Millennium den fünften Platz. Diese Prüfung gewann der Brite Lewis Carrier mit dem KWPN-Wallach Diego v. Spielberg.Die Jugend nutzt das CDI ebenfalls gerne zur Formüberprüfung. In der Altersklasse der Children gewann die 13-jährige Anna Schmieder mit dem Oldenburger Wallach Freispiel v. Feuerspiel beide Prüfungen (FEI-Einzel- und Mannschaftsaufgabe). Leni Sophie Gosmann trat mit ihrem Deutschen Reitpony Diamantini EA WE an. Das Paar, im vergangenen Jahr Mannschafts-Europameister und zweifache Silbermedaillengewinner (Einzel und Kür) belegte in den drei Wettbewerben den ersten und zweimal den zweiten Platz. Im Starterfeld der Junioren verwiesen Martha Raupach und der Oldenburger Francis Drake OLD v. Franklin die Konkurrenz in der Einzelaufgabe und in der Kür auf die Plätze. Bei den Children hatte die nun 18-Jährige in den Jahren 2021 und 2022 viermal Gold bei den Europameisterschaften gewonnen. fn-press / hen

 

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