Bordeaux: Erfolge für Deusser und Schewe

Zweiter und dritter Platz im Weltcup-Springen, die Irin Jessica Burke gewinnt

Die elfte Weltcup-Etappe der Westeuropa-Liga führte die Springreiterinnen und -reiter nach Bordeaux. Mit Daniel Deusser, Tom Schewe und Michael Jung waren auch drei Deutsche am Start. Zum Sieg ritt die Irin Jessica Burke, die als einzige im nur vier Paare starken Stechen fehlerfrei geblieben war. Daniel Deusser kassierte ebenso einen Abwurf wie der deutsche Vize-Meister von 2025, Tom Schewe. Michael Jung verpasste mit einem Fehler im Umlauf das Stechen.

 

Der französische Parcourschef Yann Royant hatte die 35 Aktiven im Weltcup-Springen vor anspruchsvolle Aufgaben gestellt. Nur vier Paare beendeten den Umlauf ohne Fehler, drei kassierten einen Zeitfehler. So wurde das Stechen eine flotte Angelegenheit. Den Auftakt machte der 27 Jahre alte Tom Schewe. Er hatte mit seinem Pferd Lorenzo im vergangenen Sommer bei der Deutschen Meisterschaft in Balve, für viele Beobachter überraschend, die Silbermedaille gewonnen. Der Vize-Meister hat sich derweil erfolgreich im internationalen Spitzensport etabliert. Schon beim Frankfurter Festhallenturnier im Dezember 2025 behauptete er sich in vier Springen jeweils unter den Top 5. Lorenzo steht ihm zwar nicht mehr zur Verfügung (er wurde nach Saudi-Arabien verkauft), aber mit der erst neunjährigen Stute Congress Blue PS aus dem Zuchtverband Oldenburg International hat er ein Pferd mit großer Perspektive unter dem Sattel. Die Congress-Tochter (Muttervater: Chacco-Blue) meisterte das Stechen mit einem Abwurf in glatten 38 Sekunden. Dass dies schneller möglich sei, demonstrierte anschließend Daniel Deusser. Er saß im Sattel seines derzeit erfolgreichsten Pferdes Otello de Guldenboom. Der zwölfjährige belgische Hengst stammt ab von Tobago Z, einem der erfolgreichsten Pferde in Deussers Parcourskarriere. Bei den beiden zeigte die Uhr 35,72 Sekunden an. Den Sieg hatte allerdings ein Abwurf am letzten Hindernis verhindert. Als dritter Reiter im Stechen war der Brasilianer Jury Mansur mit dem Hannoveraner Vitiki v. Valentino an der Reihe. Auch bei ihm fiel eine Stange zu Boden (4/38,93). Nun hatte es die in Großbritannien lebende Irin Jessica Burke in der Hand, den Sieg perfekt zu machen. Die 34-Jährige konnte ihren französischen Wallach Good Star du Bary auf Sicherheit bedacht über die Hindernisse schicken – Hauptsache fehlerfrei. Das gelang ihr prächtig. Rund sieben Sekunden langsamer als der schnelle Daniel Deusser galoppierte sie mit ihrem Pferd über die Ziellinie – der bislang größte Erfolg des Paares (0/42,4). Michael Jung und der Zangersheider Wallach Fischerheros Z platzierten sich an elfter Stelle.  Noch zweimal, bei den CSI in Göteborg und Helsinki, können die Reiterinnen und Reiter Weltcup-Punkte sammeln, um sich für das Finale zu qualifizieren. Dieses wird Anfang April in Forth Worth (Texas) ausgetragen. Das Weltcup-Ranking der Westeuropa-Liga führt der Franzose Julien Epaillard mit 69 Punkten an, gefolgt von Max Kühner (AUT, 64), Willem Greve (NED, 61), Richard Vogel (56) und Daniel Deusser (55). Auf den Plätzen 17 und 20 reihen sich Philipp Schulze Topphoff (29) und Patrick Stühlmeyer (28) ein. fn-press / hen

 

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