Basel: Wendy tanzt zum Weltcup-Sieg

Raphael Netz belegt mit DSP Dieudonné den dritten Platz

Die sechste Etappe des Dressur-Weltcups der Westeuropa-Liga führte die Reiterinnen und Reiter in die Baseler St. Jakobshalle. Aus Deutschland reisten Isabell Werth, Dr. Svenja Kämper-Meyer und Raphael Netz in die Schweiz. Zum Sieg ritt die haushohe Favoritin: Isabell Werth stellte ihre Olympiapartnerin Wendy de Fontaine nahezu fehlerfrei vor und setzte sich mit 86,155 Prozent deutlich an die Spitze des Feldes.

 

Erstmals ging Isabell Werth in der Weltcup-Saison 2025/26 auf Punktejagd. In der Baseler St. Jakobshalle setzte sie die zwölfjährige dänische Sezuan-Tochter Wendy de Fontaine ein. Die schwarze Tänzerin meisterte das Kürpensum nahezu makellos, lediglich in die Einerwechsel schlichen sich Fehler ein. Mit 86,155 Prozent verwies sie die Schweizerin Charlotta Rogerson und den niederländischen Wallach Bonheur de la Vie auf den zweiten Platz (81,155). Für die 27-Jährige verliefen die Baseler Tage in jeder Hinsicht erfolgreich. Beim erst siebten gemeinsamen Turnier gelangen ihr und dem Bordeaux-Sohn sowohl im Grand Prix als auch in der Kür neue persönliche Bestleistungen. Manche Lektionen fielen noch sicherer aus als beim Stuttgarter Hallenturnier im vergangenen November. Dort hatte das Paar überraschend den Grand Prix Special und damit den Titel „German Master“ gewonnen. Bonheur de la Vie ist in Dressurkreisen kein Unbekannter. Von Ausbilderin Sandra Nuxoll in den Sport gebracht, gewann der Dunkelbraune im Jahr 2020 das Finales des Louisdor-Preises für Grand Prix-Nachwuchspferde. Zuletzt hatte Sandra Nuxoll das Pferd im September 2024 vorgestellt, seit einem dreiviertel Jahr wächst die junge Schweizerin mit ihm zusammen.Auch der drittplattzierte Raphael Netz hatte allen Grund zu strahlen. Sein 13-jähriger Hengst DSP Dieudonné aus dem Zuchtverband Sachsen-Thüringen beendete die Kür ebenfalls mit einem neuen „personal best“: 80,725 Prozent und Platz drei. Der Rappe hat sich enorm verbessert und ist nun ein ebenbürtiger Kollege von Great Escape Camelot, mit dem Netz im vergangenen Jahr am Weltcup-Finale teilgenommen hatte. Die Kiefernorthopädin Dr. Svenja Kämper-Meyer behauptete sich mit ihrer Hannoveranerin Amanyara M FRH v. Ampere ebenfalls im vorderen Feld. Die Stute aus der familieneigenen Zucht erzielte 76,420 Prozent – Platz fünf.Nach sechs von zehn Etappen der Westeuropa-Liga liegt weiterhin Raphael Netz mit 59 Punkten in Führung. Zweitbester Deutscher ist Moritz Treffinger mit 39 Punkten auf Rang elf. Das Finale der Serie wird vom 8. bis 12. April in Forth Worth (Texas/USA) ausgetragen. fn-press / hen

 

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