In den vergangenen zwei Monaten hat sich der International Jumping Riders Club (IJRC) intensiv mit verschiedenen wichtigen Themen des Springreitsports auseinandergesetzt, insbesondere mit den zusätzlichen Kosten bei den Turnieren und den Bestimmungen der Olympischen Spiele LA28.
Seit mehreren Monaten fordert der IJRC, dass die zusätzlichen Kosten und obligatorischen Gebühren, darunter unter anderem Dünger, Strom, Parkgebühren, „Fantasiekosten“, Rasengebühren, Mehrwertsteuer usw., der von der FEI, dem IJRC, dem AJO und der Exekutivorganisation genehmigten Liste entsprechen. Der IJRC hat sich diesem Thema mit großem Engagement gewidmet. Obwohl die Maßnahme von der FEI ursprünglich für den 1. Januar genehmigt worden war, bedauert der IJRC, dass ihr Inkrafttreten aufgrund von Bedenken einiger Interessengruppen auf den 1. April verschoben wurde.
Parallel dazu hat der IJRC seine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) mit der FEI erneuert. Diese seit 2014 bestehende Vereinbarung stellt sicher, dass der Club weiterhin eine offizielle Rolle bei Konsultationen zu vorgeschlagenen Änderungen der Sportregeln einnimmt. Mit der Unterzeichnung erkennt die FEI den IJRC als die einzige internationale Organisation an, die die kollektiven Ansichten und Interessen der professionellen Springreiter vertritt. Die Absichtserklärung legt die Grundsätze des Dialogs, der Konsultation und der Zusammenarbeit in Angelegenheiten fest, die Reiter und den Sport betreffen, und gewährleistet so, dass die Stimme der Athleten ein integraler Bestandteil des Regulierungs- und Strategieprozesses bleibt. Die Erneuerung der Absichtserklärung unterstreicht die anhaltend konstruktive Zusammenarbeit zwischen der FEI und dem IJRC.
Um diese Kooperation weiter zu stärken, führten IJRC-Direktorin Eleonora Ottaviani und Beatrice Ottaviani Anfang März anlässlich der Young Riders Academy, der letzten Lehrveranstaltung vor dem Abschluss, eine Reihe von Gesprächen mit wichtigen FEI-Vertretern. Die Young Riders Academy, die in Partnerschaft mit dem IJRC entwickelt und von Rolex unterstützt wird, ist weiterhin eine zentrale Initiative zur Förderung zukünftiger Talente.
Ein weiteres wichtiges Ereignis, an dem IJRC-Präsident François Mathy im Rahmen der Dutch Masters am 12. April teilnahm, war das „Future of Coaching Forum“. Das Coaching-Forum brachte Trainer und Branchenexperten zusammen, um zu erörtern, wie neue Tools das Coaching und Lernen im Reitsport unterstützen können. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Innovation, Wissensaustausch und die sich wandelnde Rolle des Coachings in einer sich rasant verändernden Sportlandschaft.
Anfang März reichte der IJRC zudem einige Vorschläge für Regeländerungen bei der FEI ein, die auf dem kommenden FEI-Sportforum und später auf der FEI-Generalversammlung diskutiert werden. Darunter befindet sich ein Vorschlag zu Artikel 117.2 der FEI-Allgemeinen Bestimmungen. Der IJRC schlägt vor, dass die Nationalverbände für die Auswahl und Meldung qualifizierter Athleten und nicht für Pferde verantwortlich sein sollten, insbesondere da die Meldungen über ein Einladungssystem erfolgen. Darüber hinaus hat sich der IJRC an den Diskussionen über die Bestimmungen für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles beteiligt.
Im aktuellen Format nehmen Einzelreiter, die keiner Mannschaft angehören, nicht an der Mannschaftsqualifikation teil. Dadurch starten sie mit Pferden, die noch keine Wettkampferfahrung haben, in den Einzelwettbewerb, während die Mannschaftsreiter bereits ein oder zwei Runden absolviert haben. Dies birgt das Risiko eines Wettbewerbsungleichgewichts.
Um sportliche Fairness und gleiche Vorbereitungsbedingungen zu gewährleisten, sollten alle Einzelreiter verpflichtet sein, vor dem Einzelwettbewerb an mindestens einer Runde teilzunehmen. Um diesem Problem zu begegnen, schlägt der IJRC vor, dass Einzelreiter an der ersten Runde der Mannschaftsqualifikation teilnehmen und somit vor den Mannschaftsreitern starten. Die Ergebnisse dieser Runde sollten zusammen mit den Ergebnissen der Einzelqualifikation für die Qualifikation zum Einzelfinale zählen.
Ein weiterer Vorschlag des IJRC betrifft die Veterinärbestimmungen und die aktuelle Auslegung der Regel zum Ohrenhaarschneiden. Der Club betonte, dass die Regel in ihrer jetzigen Form möglicherweise zu restriktiv und nicht vollständig mit der praktischen Pferdehaltung vereinbar sei. Das Scheren spielt, sofern es sachgemäß durchgeführt wird, eine wichtige Rolle für die Hygiene und die tägliche Gesundheitsüberwachung. Es gibt keine tiermedizinischen Belege dafür, dass es dem Wohlbefinden des Pferdes schadet. Der IJRC schlug daher vor, von einem strikten Verbot zu einem flexibleren, auf das Wohlbefinden ausgerichteten Ansatz überzugehen.
Wie üblich achtet der IJRC auch weiterhin genau auf die korrekte Verwendung der Ranglistenpunkte und damit auf die Rangliste.
Der IJRC freut sich darauf, Ende März zum FEI Sportforum beizutragen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Nachwuchsförderung, die olympischen Bestimmungen für LA28 und das Wohlergehen der Pferde. Der Club wird vertreten durch IJRC-Direktorin Eleonora Ottaviani, IJRC-Präsident François Mathy, Beatrice Ottaviani und Laura Borromeo. Die Young Riders Academy wird durch die jungen und talentierten Reiter Joe Stockdale, Johanna Beckmann und Claudia Moore repräsentiert.
Mittels Google übersetzte Pressemitteilung des IJRC




























