Shanghai: Marcus Ehning und Coolio werden Zweite

Vierte Etappe der Global Champions Tour gewinnt der Belgier Nicola Philippaerts

Nach einer dreimonatigen Turnierpause ist Marcus Ehning auf die große Bühne eines Fünf-Sterne-CSI zurückgekehrt. Im hoch dotierten Großen Preis von Shanghai (China) belegte der 52-Jährige aus Borken mit dem Holsteiner Coolio den zweiten Platz hinter dem Belgier Nicola Philippaerts und Katanga V/h Dingeshof. Dritter wurde der Franzose Antoine Ermann mit Jiamo.

 

So hatte es sich der kanadische Parcourschef Peter Grant es sich wohl nicht vorgestellt: Im Großen Preis der Global Champions Tour gingen 40 Reiterinnen und Reiter an den Start, sage und schreibe 19 von ihnen zogen nach fehlerfreier Runde ins Stechen ein. Entsprechend lange dauerte es, bis der Sieger feststand. Der Belgier Nicola Philippaerts eröffnete das Stechen mit der in seiner Heimat gezogenen, 16 Jahre alten Stute Kantanga v/h Dingeshof. Die Cardento-Tochter legte fehlerfreie eine Zeit von 45,31 Sekunden vor. Keinem der 18 Konkurrenten gelang es, diese Marke zu unterbieten. Insgesamt drei Paare blieben ohne Strafpunkte. Marcus Ehning, der nach einer Knieoperation drei Monate pausieren musste, hat seinen Holsteiner Coolio bestens in Schuss. Der 13-jährige Casalito-Sohn meisterte die Anforderungen ohne jede Mühe, war aber rund zwei Sekunden langsamer (0/47,14). Dem Internetportal spring-reiter.de erklärte Ehning: „Das ist seit 2024 in Riesenbeck mein erstes Champions Tour Grand Prix-Podium. Nach meiner Verletzung und der damit verbundenen Pause für Coolio ist es zudem der erste 5*-Grand Prix wieder. Das ist schon ein schöner Start ins WM-Jahr. Mein Pferd hat heute den Unterschied gemacht.“Mit „weißer Weste“ erreichte auch der Franzose Antoine Ermann mit dem niederländischen Hengst Jiamo VDS v. Thunder vd Zuuthoeve das Ziel (0/48,02). Wie schnell man den Parcours meistern kann, demonstrierte der Brite Scott Brash. Im Sattel der Stute Hello Chadora Lady aus dem Zuchtverband Oldenburg International fegte er in 42,82 Sekunden über die Ziellinie. Für den Sieg reichte es aber nicht, denn das Paar kassierte einen Abwurf (4/43,82, Platz vier), gefolgt von dem Franzosen Simon Delestre mit Gatsby du Tillard (4/45,8). Ins Mammut-Stechen hatten es alle sieben deutschen Teilnehmer geschafft. Christian Ahlmann brachte mit dem erst neunjährigen Zangersheider Hengst Applebridge Tag Z ein noch recht unerfahrenes Pferd an den Start. Der Sohn seines Aganix du Seigneur folgte an sechster Stelle (4/46,14), Siebter wurde Hans-Dieter Dreher mit dem Holsteiner Elysium v. VDL Zirocco Blue (4/46,85). Sophie Hinners und der schwedische Wallach Iron Dames Singclair v. Singular La Silla belegten Platz neun (4/48,57), Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Cellagon Cascais aus der DSP-Zucht Platz elf (4/49,46). Mit acht Fehlerpunkten verließen Philipp Weishaupt und der Holsteiner Mastermind den Parcours (Platz 15), ebenso Kendra Claricia Brinkop und der belgische Wallach Replay van’t Paradijs (Platz 17). Pferdesport Deutschland / hen

 

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