Deutsche Equipe feiert ihren zweiten Sieg in Mannheim Longines EEF Nationenpreis: Titelverteidigung im „Tatort-Modus“

Foto: Team Germany Siegerehrung Stadion - Fotograf: Stefan Lafrentz

Foto: Team Germany Siegerehrung Stadion - Fotograf: Stefan Lafrentz

Mit einer unglaublich starken Teamleistung hat das deutsche Team den Longines EEF Nationenpreis 2026 beim Maimarkt-Turnier in Mannheim gewonnen. Mit dem Optimalergebnis von null Fehlerpunkten beendete die Equipe um Teamchef Ralf Runge den ersten EEF-Nationenpreis der Saison und den einzigen Nationenpreis in Deutschland 2026. Belgien landete mit vier Fehlerpunkten auf Rang zwei, Dritte wurden die Iren, ebenfalls mit vier Fehlerpunkten. Es war genau eine sagenhaft knappe Sekunde, die über Platz zwei und drei entschied: 220,53 Sekunden für die Belgier, 221,53 für die Iren.

 

„Der Sieg im Nationenpreis zum 100. Geburtstag unseres Reiter-Verein Mannheim“, strahlte Turnierchef Peter Hofmann, „das ist ein herrliches Geburtstagsgeschenk. Wir hatten ein volles Haus, super Stimmung, top Wetter – besser geht es nicht.“

 

„Tatort-Modus“

 

„Wenn man das erlebt, braucht man abends keinen Tatort zu gucken!“, schmunzelte die Equipe-Chefin der Österreicher und sprach den Zuschauern im prall gefüllten MVV-Reitstadion aus der Seele. Mit dem allerletzten Hindernis wurde der Longines EEF Nationenpreis 2026 in Mannheim entschieden. Erst als Gerrit Nieberg und die elfjährige IB Queen nach dem letzten Hindernis im zweiten Umlauf gelandet sind, war klar: Titelverteidigung gelungen!

 

Zum fünften Mal war das Maimarkt-Turnier Standort für den Longines EEF Nationenpreis, zum zweiten

 

Mal hat sich das deutsche Team den Sieg gesichert, 2025 und 2026. „Das war ein sehr homogenes Team, das einfach abgeliefert hat“, freute sich Equipe-Chef Ralf Runge. „Wir hatten eine super Mischung im Team, mit zwei sehr erfahrenen Pferden und mit zwei Pferden, für die es der erste Nationenpreis war. Sie waren alle super fokussiert, das war toll.“

 

Schlussreiter Gerrit Nieberg war der Einzige, der auch schon 2025 zum siegreichen Team gehört hatte, allerdings mit einem anderen Pferd. „Ich wusste natürlich um die Situation, dass ich null bleiben muss, wenn wir kein Stechen wollen“, erklärte der 32-Jährige. „Ich wusste um die Anspannung und die Erwartungshaltung, aber ich habe mich einfach auf mich und mein Pferd fokussiert. Queen ist schon in der ersten Runde gut gesprungen und in der zweiten hatte ich fast ein noch besseres Gefühl. Sie ist top in Form.“ Bei der Nationenpreis-Premiere der elfjährigen IB Queen lieferte Nieberg eine „Doppelnull“ für den Sieg, ebenso „doppelnull“ blieben Stefan Engbers und der 13-jährige Baju NRW.

 

Engbers ist vor drei Jahren in Mannheim seinen ersten Nationenpreis geritten, auch damals zwei Runden ohne Hindernisfehler, aber mit Zeitfehler. „Deswegen sind wir damals nur Zweiter geworden“,
platzte es aus Engbers heraus, sichtlich happy, dass es dieses Jahr zum Sieg gereicht hat. Vor acht Tagen hatte das Paar Engbers/Baju den Großen Preis in Hagen gewonnen, das war der Auslöser für seine Berufung ins Team von Mannheim. „Der Parcours im Nationenpreis war super für meinen Schimmel.

 

Wir hatten ein paar Linien, die wir schön im Vorwärts reiten konnten, so war auch die recht knapp angesetzte Zeit kein Problem für uns.“

 

Apropos Zeit: Der viermalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung hatte Fischerheros Z, gesattelt, für den Neunjährigen war es der erste Nationenpreiseinsatz. Er war der Startreiter des deutschen Teams, und der Nationenpreis-Neuling machte einen top Job: fehlerfrei, allerdings im ersten Umlauf mit einem Zeitfehler. „Im ersten Moment habe ich mich schon geärgert“, gibt Jung zu.
„Manchmal hängt der Ausgang eines Springens auch an einem Zeitfehler. Vom Gefühl her war ich eigentlich zügig unterwegs, aber ich sah mir den Ritt dann noch mal auf Video an, und im zweiten

 

Umlauf habe ich gerade die Wege an den kurzen Seiten zügiger geritten.“

 

Ebenfalls ohne Fehler hatte Vielseitigkeits-Weltmeisterin Sandra Auffarth mit dem 15-jährigen Quirici den ersten Umlauf beendet, im zweiten sprang der 15-Jährige „fast noch besser“, so Ralf Runge, aber eine Stange wurde nahezu aus ihrer Halterung „gehaucht“. Auffarth resümierte: „Das war vielleicht der leichteste Fehler, den ich je hatte – ich war vielleicht eine Nuance zu dicht. Ich fand, Quirici war super heute, er ist toll gesprungen. Ich bin auch sehr stolz und froh, so ein Pferd reiten zu dürfen und mit dem so viele tolle Sachen zu erleben.“

 

Runge ist ein Fan der EEF Nationenpreis-Serie und betonte: „Unser Sport ist sehr anspruchsvoll geworden und die Serie gibt auch den jüngeren Pferden und Reitern eine Chance, sich zu präsentieren.
Viele Nationen nutzen die EEF-Nationenpreise, um ihre Kandidaten für die WM zu testen. Von uns allen geht ein großer Dank an Longines, an die EEF und an Mannheim, dass wir hier auf dieser
fantastischen Anlage reiten dürfen.“

 

Das Bundestrainer-Zitat: Der deutsche Bundestrainer der Springreiter, Otto Becker, hatte kurz vor Beginn des Nationenpreises erklärt: „Wir haben hier Top-Bedingungen, die Qualität der Reiter ist hier
von Jahr zu Jahr immer besser geworden, die Konkurrenz ist unheimlich stark. Natürlich würden wir unseren Erfolg vom Vorjahr gerne wiederholen, aber im Springsport liegen die Entscheidungen meist sehr dicht beieinander – und es sind viele gute Teams da.“ Wie recht er mit seinem „dicht beieinander“ behalten sollte…

 

Spürbare Begeisterung: Sandra Auffarth war nicht nur zum ersten Mal im Nationenpreis-Team in Mannheim, sie war überhaupt das erste Mal beim Maimarkt-Turnier am Start und fasste ihre Mannheim-Premiere so zusammen: „Man merkt als Reiter, ob die Zuschauer einfach nur zugucken oder Fehlergucker sind oder wirklich begeistert. Und hier in Mannheim war wirklich Begeisterung zu
spüren, das hat so viel Spaß gemacht.“

 

Das EEF-Zitat: EEF-Präsident Quentin Simone war bester Laune: „Zunächst herzlichen Glückwunsch an das siegreiche Team aus Deutschland. Zudem möchte ich mich im Namen des EEF-Vorstands ganz herzlich bei Peter Hofmann und seinem Team und bei Longines, die unseren Sport so großartig unterstützen, bedanken.“

 

Großes Lob an Parcours-Chefin Christa Jung: Seit 40 Jahren baut Christ Jung die Kurse beim Maimarkt- Turnier in Mannheim und erntet jedes Jahr viel Lob und Anerkennung. „Manche Leute fragen mich, ob ich nach der langen Zeit nicht mal einen anderen Parcours-Chef einladen möchte“, erzählt Hofmann.

 

„Aber warum? Was Christa hier im Nationenpreis wieder gebaut hat – das war klasse! Das muss man bewundern.“ Große Zustimmung aus dem Lager der Reiter und Equipe-Chefs!

 

Schauen, anfassen, ausprobieren und genießen: Auf dem Maimarkt Mannheim wird Einkaufen zum Erlebnis! Über 1.000 Aussteller präsentieren auf Deutschlands größter Regionalmesse clevere
Innovationen und beliebte Klassiker für Haus und Garten, Urlaub und Freizeit, Gesundheit, Mode und Genuss. In den Maimarkt-Sonderschauen taucht man in andere Welten ein und bestaunt spektakuläre Vorführungen.

 

Die Ergebnisse aller Prüfungen: https://www.longinestiming.com/equestrian/2026/longines-eef- nations-cup-mannheim-mannheim/index.html.

 

PM

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