Serie für junge Grand Prix-Pferde bei Horses and Dreams gestartet
Der Louisdor-Preis ist beim Turnier „Horses and Dreams“ auf dem Hof Kasselmann in die neue Saison gestartet. Ihr Ticket fürs Finale, das wie immer kurz vor Weihnachten in der Frankfurter Festhalle ausgetragen wird, haben der Sieger Frederic Wandres mit dem Oldenburger Imo Pectore v. Asgard’s Ibiza und die zweitplatzierte Dr. Anabel Frenzen mit dem Oldenburger Szechuan v. Sezuan gelöst.
19 Paare stellten sich bei der ersten Etappe des Louisdor-Preises für acht- bis zehnjährige Dressurpferde dem Leistungsvergleich. In der Einlaufprüfung (Intermediaire II) siegte Frederic Wandres, Chefbereiter auf dem Hof Kasselmann, mit dem achtjährigen Hannoveraner Veuve Clicquot v. Vitalis (72,947 Prozent). In der Qualifikationsprüfung fürs Finale setzte er ihn aber nicht ein, sondern sein zweites Pferd Imo Pectore. Mit dem ein Jahr älteren Sohn des Asgard’s Ibiza hatte er in der Inter II den dritten Platz belegt. Da im Louisdor-Grand-Prix, der Wertungsprüfung, nur ein Pferd zugelassen war, fiel Wandres Wahl auf Imo Pectore. Den Wallach reitet er erst wenigen Monaten. Ausgebildet hatte ihn Bianca Kasselmann, auf Turnieren wurde er von dem früheren dänischen Bereiter des Hofs, Valentin Munkedal, vorgestellt. Wandres war sehr zufrieden: „Ich bin happy, dass alles in so kurzer Zeit so gut geklappt hat, ganz ohne Gerte.“ Das Ergebnis: 71,809 Prozent.
Das zweitbeste Ergebnis (71,149) erzielte die Krefelderin Dr. Annabel Frenzen mit dem Sezuan-Sohn Szechuan. Dr. Dietrich Plewa, der die Prüfung fürs Publikum kommentierte, bescheinigte ihm eine sehr gute Balance und viel Ausdruck in Piaffe und Passage. Seine Reiterin erzählte, dass das Pferd früher sehr schüchtern war, aber inzwischen Selbstbewusstsein entwickelt habe.
Auf Platz drei reihten sich Lisa Wernitznig und der Hengst Majestic Taonga ein. Die Bereiterin im Stall von Isabell Werth und der niederländische Sohn des Glock’s Toto verpatzten zwar sowohl die Einer- als auch die Zweierwechsel, aber Dietrich Plewa ist sich sicher: „An der Grundqualität habe ich keine Zweifel.“ Besonders in den Piaffen und Passagen wusste der Rappe zu gefallen (70,617). Das viertbeste Resultat gelang Anna Schölermann mit dem Oldenburger Dunkelfuchs Vitally PCH (70,532). Er stammt aus der Zucht von Christine Arns-Krogmann, sein Vater ist Vitalis und seine Mutter die prominente Dressurstute Weihegold, mit der Isabell Werth großartige Erfolge feiern konnte. Vier weitere Qualifikationen des Louisdor-Preises stehen noch auf dem Programm: Hamburg (13. bis 17. Mai), Donzdorf/Gestüt Birkhof (30. Juli bis 2. August), Pinneberg/Anakenenhof (4. bis 6. September) und Guxhagen-Dörnhagen (8. bis 11. Oktober). Auf jeder der fünf Etappen qualifizieren sich zwei Paare fürs Finale, das vom 16. bis 20. Dezember 2026 in der Frankfurter Festhalle stattfindet.
Wie der Louisdor-Preis startete auch der Nürnberger Burg-Pokal für sieben- bis neunjährige Dressurpferde auf dem Hof Kasselmann in die neue Saison. In der Aufgabe St. Georg Special freute sich der im Münsterland lebende Schwede Patrik Kittel über den Sieg. Sein siebenjähriger, bewegungsstarker Oldenburger Wallach J'Adore Dior H, Sohn des Jovian, wurde mit 75,512 Prozent bewertet. Frederic Wandres war auch in dieser Prüfung erfolgreich. Im Sattel des Oldenburgers Fänomen de Malleret v. Foundation erreichte er den zweiten Platz (74,463). Auf Platz drei behauptete sich Marianne Yde Helgstrand mit dem Hannoveraner Valerio. Auch dieses Pferd stammt von Vitalis ab (71,146). Pferdesport Deutschland / hen




























