Foto: Philipp Weishaupt gewinnt den Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG mit Lady Concern Du Rezidal - Fotograf: Pauline Ullmann-Davis
„Ich habe sie gesehen und mich sofort verliebt!“ Das ist knapp zwei Jahre her. Heute hat Philipp Weishaupt mit seiner Spontanliebe Lady Concern du Rezidal den Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG, der Grand Prix von Hohen Wieschendorf, gewonnen.
Sein Ziel war: „Ich wollte schneller sein als Ales“, gestand der Vize-Europameister augenzwinkernd. Das hat geklappt. Der Tscheche Ales Opatrny blieb auf Vivo de Muze PS ebenso fehlerfrei wie Weishaupt, war aber 0,17 Sekunden langsamer und wurde Zweiter. Douglas Lindelöw komplettierte das internationale Podium des Großen Preises mit Platz drei. Der Schwede hat das Stechen mit einem Abwurf in 47,10 Sekunden absolviert.
Der Parcours von Parcourschef Marco Hesse hatte es in sich, nur fünf der 50 Starter konnten sich ohne Fehler im Umlauf für das Stechen qualifizieren. Weitere Fünf verpassten das Stechen um den Sieg wegen eines Zeitfehlers. „Der Parcoursbauer hat einen super Job gemacht, die ganze Woche“, lobte Weishaupt. „Hätte er die Zeit auch nur um eine Sekunde verlängert, wären alle ein bisschen langsamer geritten und wir hätten wahrscheinlich noch viel mehr Nuller bekommen. Ich finde, fünf Reiter im Stechen eines Großen Preises – das reicht vollkommen.“
Sara Bütow von der Deutschen Kreditbank AG stimmte Weishaupt zu: „Dadurch, dass die Zeit knapp war, war es natürlich noch spannender: Kommt noch ein Nuller oder keiner mehr? Wir haben alle mitgefiebert und wirklich tollen Sport auf dieser besonderen Anlage erlebt. Dann noch bei dem tollen Wetter – die Zeit war wunderschön, wirklich.“
Vor knapp zwei Jahren hat Philipp Weishaupt die Emerald-Tochter Lady Concern du Rezidal durch Zufall in einer Springprüfung bei dem Internetfernsehsender Clipmyhorse gesehen. Damals war sie sieben und in der Youngster-Tour am Start. „Ich habe mich sofort verliebt, weil sie einfach viel besser sprang als alle anderen“, erklärt Weishaupt. „Wir haben sie direkt gekauft, ohne Ausprobieren.“ Er habe mit Edouard de Rothschild einen super Besitzer gefunden, der seinen Langzeitplan unterstütze. „So kann und konnte ich mir mit ihr schön Zeit lassen.“ Der Große Preis in Hohen Wieschendorf war das erste 1,60-Meter-Springen für die Neunjährige. „Sie ist kein Newcomer, aber ich habe sie immer ‚etwas unter dem ‚Radar‘ gehalten und in 1,45-, 1,50-Meter-Springen geritten. Jetzt hat sich der Große Preis hier angeboten, die Bedingungen waren top und, ich glaube, Lady hat gezeigt, dass sie ein Ausnahmepferd ist.“
Ales Opatrny sitzt erst seit Januar im Sattel des Vivant-Sohns Vivo de Muze PS, hat mit ihm schon 1,55-Meter-Springen gewonnen, aber auch für Vivo war dieser Große Preis das erste 1,60-Meter-Springen. „Er hat das super gemacht!“, ist Opatrny stolz und schmunzelt: „Letztes Jahr war ich Vierter hier im Großen Preis, dieses Jahr Zweiter. Mal sehen, was nächstes Jahr klappt.“
Großartige ‚Hobbyreiterin‘ aus Mecklenburg
Für Riesenjubel sorgte die Nullrunde im Umlauf von Christin Wascher. Als einzige Dame sprang sich die 27-Jährige aus Redefin in das Stechen der besten Fünf, umgeben von vier international erfahrenen Vollprofis. Wascher arbeitet im Labor eines Krankenhauses, Reiten ist ihr Hobby nebenbei. Eine Hobbyreiterin, die die Weltelite zum Schwitzen bringt! Mit dem 15-jährigen Quincy flitzte sie fehlerfrei durch den Parcours im Umlauf, ganz Hohen Wieschendorf jubelte der jungen Mecklenburgerin zu. Nach dieser Sensation habe sie versucht, erst einmal runterzukommen und durchzuatmen. „Und dann habe ich eigentlich Alles wie immer gemacht. Ich bin mit meinem Papa den Stechparcours durchgegangen, ganz in Ruhe, und dann einfach wieder ganz leicht abgeritten fürs Stechen.“ Im Stechen unterliefen dem Paar zwei Fehler, am Ende wurde es Platz fünf und ein großartiger Erfolg. „Ich kenne Quincy schon sechs Jahre“, erzählt Wascher. „Quincy ist ein sehr spezieller Typ. Umso spezieller er wird, umso besser springt er – er muss schon diese Verrücktheit haben.“
Der Große Preis der Deutschen Kreditbank AG in Hohen Wieschendorf war ein Mix der Nationalitäten, der Erfahrung und des Alters bei Pferden und Reitern und vor allen Dingen ein riesengroßes Pferdesportfest mit Jubelstimmung!
Der Schlusssatz des Hausherrn:
Enno Glantz: „Wir sind getragen von dieser positiven Einstellung und Stimmung und denken schon voller Tatendrang an das Turnier 2027. Im August geht es mit der Planung los und dann wollen wir uns alle nächstes Jahr wieder treffen.“
Das Sieger-Zitat des Tages
Philipp Weishaupt: „Unser Sport ist häufig zum Geschäft geworden, alles ist sehr professionell und mit maximalem Druck. Hier ist es so familiär. Du kommst hierher und fühlst dich wohl.“
Weitere Informationen unter:
https://www.glantz-reitsportevents.de/
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Mehr Informationen zur Veranstaltung:
Weitere Info: Glantz-Equestrian
Instagramm: @dkb_pferdewoche_hw
Alle Ergebnisse der DKB-Pferdewoche finden Sie hier:
PM






























