Foto: Das Foto zeigt das aktuelle Top-Paar der internationalen Dressurszene – Justin Verboomen und Zonik Plus – während der EM 2025 in Crozet - Fotograf: ALRV/Arnd Bronkhorst
2025 war ihr Jahr. Seitdem sind der Belgier Justin Verboomen und sein zehnjähriger Hengst Zonik Plus nicht mehr wegzudenken aus der Weltspitze des Dressurreitens. Dem Paar gelang ein kometenhafter Aufstieg: Sieg im Lindt-Preis beim CHIO Aachen, dazu Doppel-Gold bei den Europameisterschaften in Crozet. Seitdem ist das Duo ungeschlagen: Siege in Lyon, beim Top 12 Dressage Finale in Frankfurt, in ’s-Hertogenbosch, Fontainebleau und zuletzt vor heimischer Kulisse in Lier.
Im August stehen die FEI World Championships Aachen 2026 an. Wird dort die Erfolgsgeschichte ihre Krönung finden? Im Interview spricht der 38-Jährige über sein Ausnahmejahr, seinen besonderen Hengst – und das Gefühl, ins riesige Aachener Hauptstadion einzureiten.
Das vergangene Jahr war für Sie extrem besonders: erst der Sieg in Aachen und dann Doppel-Gold bei deinen ersten Europameisterschaften. Wie haben Sie das Jahr erlebt?
Das waren unglaubliche Erfahrungen. Aber ich setze mich, in Anführungszeichen, nicht mehr unter Druck, nur weil es die Europameisterschaften oder ein großes Turnier ist. Ich probiere wirklich einfach nur, es gut zu machen, mich bestmöglich vorzubereiten und ruhig zu bleiben. Und ich weiß, dass, wenn wirklich alles passt, alles mit Zonik gut läuft, dann gibt es keinen Grund, warum es nicht gut laufen sollte.
Jetzt schauen alle auf die Weltmeisterschaften in Aachen. Ist das auch Ihr nächstes großes Ziel?
Natürlich ist das mein Ziel. Wir haben im Winter ein paar Änderungen im Trainingsalltag gemacht. Und ich habe eine große Vorfreude darauf, eines Tages das, was im Training gelingt, auch im Viereck zeigen zu können. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun.
Das Besondere für alle Dressurreiter bei der WM ist, dass auf der Bühne geritten wird, die sonst den Springreitern vorbehalten ist – im großen Hauptstadion. Wie stellen Sie sich den Moment vor, wenn Sie zum ersten Mal in dieser Arena vor diesen Menschenmassen einreiten?
Ich stelle es mir gerade vor … (grinst) Der Weg ins Viereck wird natürlich deutlich länger sein. Das wird Zonik gefallen. Ich bin sicher, dass er es genießen wird.
Mag Zonik es, im Mittelpunkt zu stehen?
Ja, ja (sagt er, ohne zu zögern). Das stört ihn gar nicht – im Gegenteil. Er ist in solchen Situationen gar nicht gestresst, nicht von den Zuschauern, dem Applaus und so weiter. Ich denke, dass er sich dort sehr wohlfühlen wird.
Wenn man hört, wie Sie über ihn reden: Er ist ein besonderes Pferd für Sie, oder? Können Sie sich noch daran erinnern, wann Sie ihn zum ersten Mal gesehen haben?
Ich bin Zonik in Portugal begegnet, als er zwei Jahre alt war, und ich habe mich sofort in ihn verliebt. Wirklich – als ich gesehen habe, wie er aus dem Stall kam und Richtung Außenplatz ging. So schön, so voller Energie. Ich wusste sofort: Das ist er. Er wurde uns dort freilaufend vorgestellt. Ich habe mich direkt in ihn verliebt, es war Liebe auf den ersten Blick. Zonik ist wirklich ein besonderes Pferd. Mit ihm habe ich das Gefühl, dass alles möglich ist.
Auch bei der Reit-WM in Aachen? Sie können es LIVE miterleben: Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets für die Dressur bei den FEI World Championships Aachen 2026 – im Onlineshop, telefonisch unter 0241-9171111 oder direkt in der Geschäftsstelle des Aachen-Laurensberger Rennvereins.
PM






























