Pferdesport Deutschland kooperiert mit EQUINORM

Wissenschaftliches Institut für Pferdewohl entwickelt Standards für gutes Reiten

„Niemand setzt sich aufs Pferd und reitet heute bewusst schlecht", sagt Michael Fischer, EQUINORM-Mitgründer. Für ihn ist das der Ansatz den EQUINORM verfolgt: Es geht nicht um Verurteilung, sondern um Verstehen. Nur was objektiv gemessen und verstanden wird, kann nachhaltig verbessert werden. EQUINORM, ein wissenschaftliches Institut für Pferdewohl, hat sich zum Ziel gesetzt, messbare Kriterien bzw. Standards, die gutes Reiten auszeichnen, zu entwickeln. Dabei wird Equinorm von Pferdesport Deutschland unterstützt. Unter Aufsicht der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) wird die wissenschaftliche Expertise der Normungsarbeit überprüft und gewährleistet somit deren akademische Unabhängigkeit. Die Aufgabe des zur Neutralität verpflichteten Institutes ist es, wissenschaftliche Fakten ergebnisoffen zu erheben, nicht Meinungen zu bestätigen. Pferdesport Deutschland begleitet gemeinsam mit der Deutschen Richtervereinigung (DRV) das Vorhaben von EQUINORM, bei dem technisch messbare Standards für gutes Reiten entwickelt werden.2026 steht zunächst die Delphi-Studie „EQN#1 Reiterqualität" im Mittelpunkt. EQN#1 richtet den Blick ausschließlich auf den Menschen und geht der Frage nach: Was macht eine gute Reiterin, einen guten Reiter aus? Anhand einer wissenschaftlichen Studie erarbeitet EQUINORM unter Hinzuziehung von 30 Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Pferdewelt die kleinsten gemeinsamen Nenner. Besonderheit hierbei: Fünf der 30 Expertenplätze werden durch eine öffentliche Abstimmung vergeben. Alle Interessierten bekommen die Möglichkeit anonym und ohne Registrierung mitzuentscheiden, wen sie als möglichen Experten für den Expert Circle nominieren wollen. Die fünf meistgenannten Namen werden berücksichtigt.Zur Abstimmung: EQN#1- Expert:innen Wahl  – Formular ausfüllenErfasst werden die Bewegungsabläufe von Reiter und Pferd über ein mehrkamerabasiertes 3D-System mit KI-gestützter Echtzeitauswertung. Daran wird überprüft, ob die in der Norm festgelegten Grenz- und Kennwerte eingehalten und im Praxiseinsatz nutzbar werden.Möglich macht das ein Reitsport-Technologiezentrum, wie es im Pferdesport bislang einzigartig ist: Am EquiScience Campus in Frechen entsteht derzeit eine 60 mal 30 Meter große Reithalle, in der zwölf 3D-Sensoren jede Bewegung millimetergenau erfassen. Während der Normentwicklung dient die Anlage als Validierungssystem – sie klärt, ob sich „gutes Reiten" technisch valide messen lässt und wie schlank ein System dafür sein darf. Denn die Hochpräzisionstechnik ist das Referenzmaß, an dem ermittelt wird, wie viel sich durch intelligente Software kompensieren lässt, damit am Ende auch günstigere, zertifizierbare Systeme die Norm erfüllen.Gemeinsam mit einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) entsteht hier die Grundlage, auf der solche Messsysteme künftig zertifiziert werden – damit Anbieter marktfähige Lösungen für Turniere und die tägliche Ausbildung entwickeln können. Weiterführende Informationen sind auf der Website unter: www.equi-norm.com verfügbar. Zudem wird EQUINORM im August auf der Weltmeisterschaft in Aachen präsent sein und die Gelegenheit zum fachlichen Austausch bieten. Pferdesport Deutschland

 

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