Foto: Christa Jung - Fotograf: Stefan Lafrentz
Zum 41. Mal zeichnet Christa Jung für die Kurse beim Maimarkt-Turnier Mannheim verantwortlich seit 50 Jahren lebt sie ihre Passion für den Parcoursbau. Christa Jung sorgt dafür, dass Reiter und Pferde sich in Bestform präsentieren können, dass Springsport im MVV-Reitstadion zelebriert wird und dass die Zuschauer begeistert mitfiebern können.
Im folgenden Interview beantwortet Christa Jung fünf Fragen:
41 Jahre Maimarkt-Turnier, das ist schon eine sehr intensive Beziehung. Was bedeutet das für Sie? Christa Jung: Das Maimarkt-Turnier ist für mich immer das Highlight vom ganzen Jahr. Ich habe hier
schon so viel erlebt in 41 Jahren, das ist der Wahnsinn: Zwei Europameisterschaften, eine durfte ich selber bauen, und ich durfte den 100. Nationenpreis von Deutschland hier bauen. Der Platz ist einfach mein Platz! Wenn man sich überlegt, dass man in 40 Jahren jedes Mal auf demselben Platz neue Parcours entwirft – das ist schon etwas Besonderes. Und ich versuche immer wieder etwas Neues einzubauen, neue Linien, neue Ideen. Freilich wiederholt man sich auch mal, das ist ganz klar. Aber ich möchte immer wieder neue Bilder haben. Das fordert mich und macht mir Spaß.
Wie stellt man sich Ihre Arbeit vor? Vor jedem Maimarkt-Turnier holen Sie Ihre Parcoursskizzen der vergangenen Jahre hervor und fangen an die „umzubauen“?
Christa Jung (lacht): Dafür brauche ich keine Skizzen, die wichtigen Parcours habe ich alle noch im Kopf präsent. Es stecken viele Stunden Arbeit in einem Parcoursplan. Ich habe im Januar angefangen, mir Gedanken über die Parcours für dieses Jahr zu machen. Es spielen so viele Aspekte mit rein. Im Januar stand beispielsweise noch nicht ganz fest, ob während der Turniertage auch mal ein Dressurviereck im großen Stadion aufgebaut wird. Das muss ich berücksichtigen, wenn ich meine Teiche plane.
Der Longines EEF Nationenpreis am Sonntag war an Spannung nicht zu überbieten, Reiter und Equipechefs haben Ihren Parcours in höchsten Tönen gelobt. Wie haben Sie den Nationenpreis erlebt?
Christa Jung: Die ersten Paare beobachte ich immer oben vom Richterturm, natürlich auch beim Nationenpreis. Da ist man schon etwas angespannt. Der wichtigste Punkt ist: Passt die Zeit. Die war im
Nationenpreis perfekt. Die Entscheidung ist ja wirklich bei der allerletzten Stange gefallen. Das bedeutet, wir haben alle in den Startlöchern gestanden, samt Radlader, falls wir für ein Stechen hätten
umbauen müssen. Es war unglaublich spannend. 41 Maimarkt-Turnier – gibt es einen schönsten Moment, den Sie herauspicken können?
Christa Jung: Die Europameisterschaft 2007! Ich bin damals durch Mannheim gefahren und habe besondere Gebäude fotografiert. Nach diesen Vorlagen haben wir die Hindernisse gebaut, wie zum
Beispiel den Wasserturm, den wir auch in diesem Jahr wieder eingebaut haben. Wir hatten einen Gitarrensprung, der die Musikszene Mannheims dargestellt hat, und wir haben damals Rhein und
Neckar symbolisch durch die Parcours fließen lassen. Die Europameisterschaft war mein Highlight, das vergesse ich nie.
Sie sind seit 50 Jahren Parcourschefin – was bedeutet das?
Christa Jung: Für mich ist das Wichtigste, dass die Linien schön sind, dass die Parcours fair sind für Reiter und Pferde und ich auch für die Optik immer wieder neue Aufgaben stellen kann. Und nach 50 Jahren kann ich immer noch sagen: Parcoursbau ist für mich Passion!
Schauen, anfassen, ausprobieren und genießen: Auf dem Maimarkt Mannheim wird Einkaufen zum Erlebnis! Über 1.000 Aussteller präsentieren auf Deutschlands größter Regionalmesse clevere
Innovationen und beliebte Klassiker für Haus und Garten, Urlaub und Freizeit, Gesundheit, Mode und Genuss. In den Maimarkt-Sonderschauen taucht man in andere Welten ein und bestaunt spektakuläre Vorführungen.
PM




























