Spanien auf dem zweiten Platz vor dem amerikanischen Team
Semmieke Rothenberger und Farrington, Raphael Netz und Great Escape Camelot, Frederic Wandres mit Bluetooth OLD sowie Isabell Werth mit Wendy de Fontaine bildeten das deutsche Team beim Nationenpreis in Hagen a.T.W.. Vor den Teams aus Spanien und Amerika sicherte sich die Equipe von Bundestrainerin Monica Theodorescu den Sieg.
Als erster Reiter für Deutschland ritt Raphael Netz mit Great Escape Camelot in das sonnengeflutete Viereck im Hauptstadion bei den Covalliero Dressage Days in Hagen a.T.W. ein. Die beiden erwischten einen Auftakt nach Maß und konnten ihre Form von den Deutschen Meisterschaften in Balve bestätigen. „Camelot ist in der Form seines Lebens. Er hat in den vergangenen Monaten in verschiedenen Prüfungen seine Personal Best getoppt. Es hat macht einfach nur Spaß mit ihm“, lobte der Bronze-Medaillengewinner der Grand Prix-Kür bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften sein Pferd. Ihr Ergebnis im Nationenpreis: 73,696 Prozent.
Auch Semmieke Rothenberger war nach ihrem Start mit Farrington vor allem eines: stolz auf ihr Pferd. Mit dem 16 Jahre alten Wallach ist sie aus der Altersklasse der U25-Reiter in das Seniorenlager gewechselt, gewann Silber in der Kür bei den Deutschen Meisterschaften und gehörte nun in Hagen zum deutschen Team. „Es ist ein besonderes Gefühl bei meinem Lieblingsturnier auf dem Hof der Familie Kasselmann für das deutsche Team an den Start zu gehen. Farrington war total bei mir, beim Abreiten und auch im Viereck. Leider hatten wir einen teuren Fehler in den Einerwechseln. Vom Grundsatz her bin ich aber super zufrieden mit meinem Pferd.“ Mit 71,935 Prozent beendeten die beiden den Grand Prix.
Als sehr sicheres Paar im deutschen Team gelten Frederic Wandres und sein Olympiapferd Bluetooth OLD. Auch heute lieferten sie mit 76,087 Prozent eine souveräne Leistung ab. Die Punkte hätten noch weiter nach oben klettern können, hätte der ein oder andere kleine Ups-Moment einem noch besseren Resultat nicht im Weg gestanden. „Es war ein kleiner Hallo-Wach-Anruf heute mit kleineren Fehlern und zugleich hat er sich wirklich gut angefühlt in der Prüfung, sodass wir Highlights setzen konnten." Für den 16-jährigen Bordeaux-Sohn aus Oldenburger Zucht ist der Nationenpreis in Hagen a.T.W. ein Heimspiel. Frederic Wandres ist der Chefbereiter auf dem Hof der Familie Kasselmann.
Als Schlussreiterin baute Isabell Werth mit Wendy de Fontaine mit einer „lockeren, leichtfüßigen und entspannten“ Runde den Sieg aus, wie Isabell Werth sagte. Mit 81,051 Prozent entschied sie die Prüfung mit einem deutlichen Vorsprung für sich. Alle vier Paare landeten damit unter den besten Fünf der Prüfung. Isabell Werth war mit ihrer Prüfung sehr zufrieden und freute sich über die gute Leistung ihrer Stute: „Wir hatten einen unnötigen Fehler in den Zweier-Wechseln. Sie war aber sehr entspannt und wir hatten einige Highlights wie die Piaffen und Passagen. Ich konnte den Ritt wirklich genießen." Zudem betonte sie, dass sie in den vergangenen Monaten noch weiter zusammengewachsen seien und durch die höhere Frequenz an Turnieren noch besser zusammengefunden hätten. Insgesamt sicherte sich das deutsche Team den Sieg deutlich mit 230,834 Punkten.
Spanien und Amerika auf den Plätzen zwei und drei
Auf den zweiten Platz ritt das Team aus Spanien mit Rien van der Schaft als Trainer und einem Ergebnis von 212,892 Punkten. Er betonte, wie gut das deutsche System zur Förderung der Jugend sei und stellte heraus, dass er sich ein solches System zur Nachwuchsförderung für Spanien ebenfalls wünsche. Wie gut das System funktioniere, bestätige der Erfolg des deutschen Teams einmal mehr, stellte Riean van der Schaft heraus.
Über Rang drei durfte sich das Team aus der USA freuen mit Christine Traurig als Chef d'Equipe. Die US-amerikanische Mannschaft reihte sich knapp hinter den zweitplatzierten Spaniern ein. Ihr Ergebnis: 210,957 Punkte.






























