Gemeinsamer Weg vom Bundeschampionat bis zum Grand Prix
Lucie-Anouk Baumgürtel aus Nottuln und ihre zehnjährige Hannoveranerstute First Vienna FH FRH sind die neuen Deutschen Meisterinnen in der U25-Dressur. Die beiden haben sich im Rahmen des Longines Balve Optimum die Goldmedaille im U25-Grand-Prix gesichert. Die Silbermedaille geht an Rose Oatley aus Lütjensee in Schleswig-Holstein und ihre zwölfjährige Westfalenstute Alive and Kicking, Bronze an Pia-Charlotta Gargel mit Riccio. Bemerkenswert: Die drei Medaillenträgerinnen sind 2026 alle das erste Mal in der U25-Tour am Start. „Sie ist das erste Pferd, das ich selbst bis zum Grand Prix ausgebildet habe – darauf bin ich stolz und vor allem sehr, sehr dankbar“, sagte Lucie-Anouk Baumgürtel nach ihrem Sieg. Seit sie fünf Jahre alt ist, wird First Vienna FH FRH von Lucie-Anouk Baumgürtel geritten. 2022 gewannen die beiden die Bronzemedaille bei den Bundeschampionaten der siebenjährigen Dressurpferde. „Die beiden haben eine Wahnsinns-Entwicklung hingelegt. Lucie hat dieses Pferd auf dieses Niveau begleitet - die beiden sind auf einem idealen Weg und haben eine tolle Prüfung geritten. Sie zeichnet sich durch stabiles, exaktes und schönes Reiten aus und zeigt das über die Altersklassen Pony, Junioren und Junge Reiter bis jetzt zur U25-Tour“, lobte Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen. In der Einlaufprüfung sahen die Richter das Paar noch auf Rang zwei, im Grand Prix steigerten sie sich und erhielten 73,070 Prozent von den Richter. „Lucie war heute noch fokussierter, ihr Pferd war noch beständiger in der Anlehnung und die beiden haben in den schwierigen Lektionen Piaffe und Passage noch mehr Stärken herausarbeiten können“, sagte der Bundestrainer. Rose Oatley und Alive and Kicking werden die Vizemeisterinnen mit 72.093 Prozent. Pia-Carlotta Gargel und Riccio gewinnen mit 70,721 Prozent Bronze.
Die deutschen Meisterschaften in Balve sind eine Station des Piaff Förderpreises, der wichtigsten Förderserie für junge Talente in der Dressur. Benannt wurde der Piaff-Förderpreis nach dem berühmten Dressurpferd Piaff von Olympiasiegerin Liselott Schindling-Rheinberger, besser bekannt unter dem Namen Linsenhoff. Die Liselott-Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressursports ist es auch, die diese Serie ermöglicht. Der Piaff-Förderpreis ist eine eigene Serie mit Stationen auf vier hochkarätigen Dressurturnieren in Deutschland und einem Finale, das in diesem Jahr im Dezember in Aachen stattfindet. Geritten wird bei den Qualifikationen jeweils der Intermediaire II sowie der U25 Grand-Prix. Beim Finale müssen die Finalisten den U25 Grand-Prix sowie den aktuellen internationalen Grand Prix bewältigen.Die Deutschen Meisterschaften sind für die U25-Talente im Dressursattel mit der ersten Medaillen-Entscheidung noch nicht beendet – am Sonntag können sie eine weitere Medaille gewinnen, dann in der Kür.





























