Foto: Freuen sich auf die bevorstehenden Derbytage: v.l. André Thieme, Kristina Anrecht (Anrecht Investment), Matthias Rath (Turnierleitung), Moritz Treffinger, Rainer Schwiebert (Dressurkoordinator) - Fotograf: Lukasz Kowalski
441 Pferde und Reiter aus mehr als 30 Nationen haben sich zum Al Shira'aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby in Hamburg angekündigt, die Vorbereitungen sind im Schlusssprint, die Anreise in vollem Gang. „Wir freuen uns, dass es morgen losgeht!“, erklärt Turnierchef Matthias Rath.
„Es ist richtig schön, dass wir so viele Nationen am Start haben“, erklärt Rath. Reiter aus 24 Nationen haben sich für die Springprüfungen gemeldet, 14 für die Dressur, mit Überschneidungen sind so knapp über 30 Nationen im Derby-Park vertreten. „Das finde ich einfach toll, Reiter und Gäste aus nahezu der ganzen Welt in Hamburg empfangen zu dürfen.“
Großer Andrang im Parcours
Die Nachfrage nach Startplätzen sei sowohl in der Al Shira’aa Derby-Tour, als auch in der Fünf-Sterne-Tour mit dem LONGINES Grand Prix of Hamburg sehr hoch. „Für die Derby-Tour haben sich 60 Reiter gemeldet, damit sind wir sehr zufrieden, und in der Fünf-Sterne-Tour ist das Interesse auch deswegen so groß, weil die Weltmeisterschaft in Aachen im August auf Rasen stattfindet und viele den großen Rasenplatz in Hamburg als WM-Test nutzen wollen.“
Für die Derby-Tour haben sich unter anderem die zweimaligen Derbysieger Marvin Jüngel und Balou’s Erbin OLD angekündigt, Frederic Tillmann wird erneut mit DSP Comanche VL antreten und auch der Luxemburger Charles Hubert Chiche, der im vergangenen Jahr auf Anhieb Dritter wurde, ist wieder dabei. „Wir haben etwa 50:50 Reiter aus dem Ausland und deutsche Reiter im Derby“, erklärt Rath. Sehr viele Derby-Kandidaten reisen auch aus den Derby-spezialisierten Nationen England und Irland an. „Was ich toll finde: Zehn Reiter aus dem Fünf-Sterne-Bereich gehen auch in der Derby-Tour an den Start – das ist eine ungewöhnliche hohe Überschneidung.“
Einer von diesen Zehn ist der viermalige Derbysieger André Thieme, der mit Derby-Spezialist Paule anreist und sich mit Chakaria für die WM empfehlen möchte. „Dadurch, dass Paule jetzt schon das dritte Mal im Derby an den Start geht und er das letztes Jahr schon ziemlich souverän gemacht hat, fällt die Vorbereitung von Jahr zu Jahr etwas geringer aus“, erklärt Thieme. Er sei nur einmal mit Paule losgefahren, um Pulvermanns Grab und Bahnschranken zu üben. „Er ist einfach gut drauf. Er hat Kraft und Blut für zwei Pferde, Kondition und Kraft war noch nie sein Problem, deswegen haben wir das nicht extra fürs Derby noch mal trainiert.“ Letztes Jahr habe er die zweite Qualifikation für das Derby weggelassen, weil sich Paule so gut in der ersten Quali angefühlt habe. „Dieses Jahr liebäugele ich mit derselben Variante“, schmunzelt Thieme. An dieser Stelle wirft Rath lächelnd ein: „Ein Tipp, André, die zweite Quali würde ich auf jeden Fall reiten, da gibt es dieses Jahr einen ganz besonderen Ehrenpreis für den Sieg.“ Mehr verrät er nicht.
„Ich liebe dieses Springen“
In der Fünf-Sterne-Tour trifft Thieme beispielsweise auf den Vorjahressieger im LONGINES Grand Prix, Christian Ahlmann, Mannschafts-Weltmeister und -Olympiasieger Marcus Ehning und Vize-Europameister Philipp Weishaupt. Die Konkurrenz ist groß, aber Thieme ist guter Dinge. „Chakaria hatte letztes Jahr Pause, weil sie verletzt war, lief aber schon die ganze Florida-Saison im Winter mit krass schönen Erfolgen. Wir waren alle sehr überrascht, wie schnell das wieder ging“, erzählt Thieme. Einen Start in Hamburg habe er schon früh für die Stute eingeplant, aber sein Fokus, gibt der Spitzenreiter offen zu, liege klar auf Paule und dem Al Shira’aa 95. Deutsches Spring-Derby präsentiert von Melitta. „Ich liebe dieses Springen und ich möchte es, so oft wie möglich gewinnen.“
Topsport mit Toprichtern
Für die Dressurreiter ist die Anrecht-Investment Dressurarena empfangsbereit. „Der Boden ist sehr gut, gleich stellen wir die Ricks noch auf, dann reist unser hochkarätiges Richterteam an und dann kann es losgehen“, weiß Rainer Schwiebert, der die Dressur im Derby-Park maßgeblich mitgestaltet. „Von den sieben Richtern, die wir eingeladen haben, sind allein drei Olympiarichter und drei weitere bei Championaten bereits im Einsatz gewesen.“ Topsport mit Top-Richtern.
Der Senkrechtstarter des deutschen Dressursports aus dem vergangenen Jahr, Moritz Treffinger, ist erstmals in Hamburg am Start und bringt seinen Weltcup-Finalisten Fiderdance mit. „Es wird sein erster Start nach dem Weltcup-Finale und zugleich die Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften in Balve.“ ‚Fidel‘ und der 22-Jährige haben sich für die Kür-Tour entschieden, in der es in diesem Jahr erstmals um den Sieg im 66. Almased Deutsches Dressur-Derby geht. „Fiderdance und ich sind durch den Weltcup gut eingespielt in der Kür. Das ist für uns die Spaßseite des Dressurreitens und dann um das Blaue Band mitreiten zu dürfen – das ist natürlich eine tolle Chance.“
Seit 2019 wird in Hamburg der Harmonie und Fairness-Preis von Anrecht Investment in der Dressur und im Springen ausgelobt. Im vergangenen Jahr hießen die Gewinner Ingrid Klimke und Marvin Jüngel, dieses Jahr gehen beide wieder im Derby-Park an den Start, sind bei diesem Preis durch Zuschauer-Voting aber ausgenommen. „Damit auch andere Reiter mal die Chance haben, den Preis zu gewinnen, haben wir eine Bremse eingebaut“, erklärt Kristina Anrecht. „Jeder, der einmal gewonnen hat, ist für die nächsten zwölf Monate gesperrt – in der Dressur und im Springen.“ Außerdem freue sie sich sehr, ergänzt Anrecht, dass so viele top Dressurreiter in Hamburgs Viereck an den Start gehen. Isabell Werth hat sich gleich mit ihren beiden Spitzenpferde Viva Gold OLD und Wendy de Fontaine angekündigt, Ingrid Klimke kommt mit First Class und die Mannschafts-Weltmeisterinnen Helen Langehanenberg und Fabienne Müller-Lütkemeier bringen Daniela und Valencia As mit. „Sehr schön finde ich“, betont Rath, „dass sich bei zwei Pferden ein wunderbarer Kreis schließt: Für Viva Gold und Lord Europe unter Leonie Richter ging es letztes Jahr hier in Hamburg im Louisdor-Preis mit dem Grand Prix-Sport los, ein Jahr später präsentieren sie sich hier in der Fünf-Sterne-Tour. Das zeigt, wie wichtig der Louisdor-Preis als Sprungbrett für die Pferde ist.“
Spezielle Show
Neben dem Spitzensport freut Rath sich, die bekannte Tiershow von Anne Krüger-Degener in Hamburg ankündigen zu können. Neben Pferden bringt die Show dieser speziellen Tiertrainerin häufig Schafe, Ziegen, Hunde und Gänse auf herrlich entspannte und humorvolle auf die Bühne. Anne Krüger-Degener wird einmal am Sonntag im Dressurviereck und einmal auf dem Derbyplatz auftreten.
Das Derby ist empfangsbereit, Reiter und Pferde startklar und Hamburg freut sich auf fünf Tage Pferdesport vom Feinsten – auch mit Blick auf die wichtige anstehende Olympia-Entscheidung. „Wir haben sogar ein Olympia-Hindernis im Parcours stehen“, erzählt Rath. „In zwei Wochen stimmt Hamburg über seine Olympiabewerbung ab. Das ist für die Sportstadt Hamburg eine ganz wichtige Entscheidung und natürlich ist dann ein so großes Ereignis mit einer olympischen Sportart wie das Derby das Beste, was zu diesem Zeitpunkt passieren kann.“
Das AL SHIRA`AA Deutsches Spring und Dressur-Derby findet statt
vom 13. Mai bis 17. Mai 2026
Weitere Infos unter: AL SHIRA`AA Deutsches Spring- und Dressur Derby hamburg-derby.com
Zu den Tickets: AL SHIRA`AA Deutsches Spring- und Dressur Derby Deutsches Spring- und Dressur-Derby
Deutsches Spring- und Dressur-Derby Ticketshop
PM





























