Hochspannung pur im französischen La Baule: Wie so oft wurde einer der renommiertesten Nationenpreise des internationalen Springsports mit den letzten Reitern entschieden. In Finale schnappte die französische Equipe der deutschen Mannschaft den Sieg vor der Nase weg. In Führung liegend, musste die deutsche Mannschaft durch den Vier-Fehler-Ritt von Europameister Richard Vogel den Sieg an die französischen Konkurrenten abgeben.
Bundestrainer Otto Becker hatte folgendes Quartett ins Team berufen: André Thieme mit DSP Chakaria, Sophie Hinners mit Iron Dames Singclair, Daniel Deusser mit Otello de Guldenboom und Richard Vogel mit United Touch – also die deutschen Top-Paare, die als Kandidaten für die Weltmeisterschaft im August in Aachen gehandelt werden, wenngleich die Sichtung und Nominierung noch längst nicht abgeschlossen sind. Nach dem ersten Umlauf standen Deutschland und Großbritannien ohne Strafpunkte auf Platz eins. In der zweiten Runde wurde die Rangierung durcheinander gewirbelt. Beispiel: Irland war mit Platz acht in den zweiten Umlauf gestartet und rückte letztlich mit Platz drei auf einen Podestplatz vor, die lange Zeit als zweitplatzierte Mannschaft aus Großbritannien musste sich letztlich mit Platz vier begnügen.
Das deutsche Quartett schlug sich großartig. André Thiemes Chakaria, Europameisterin 2021 und Siegerin im Großen Preis von Aachen 2024, hat sich nun endgültig in der Riege der weltbesten Springpferde etabliert. Verletzungsbedingt hatte die Stute aus dem Zuchtverband Brandenburg-Anhalt eine längere Pause, aber nun ist die Chap-Tochter auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit angekommen: Doppel-Null im Nationenpreis von La Baule. Sophie Hinners ist für ihre starken Nerven bekannt, sie weiß immer, worauf es ankommt. In diesem hochwertigen Nationenpreis spielte sie ihre Klasse und die Routine ihres Pferdes meisterlich aus: Doppelnull mit dem schwedischen Wallach Iron Dames Singclair.
Bundestrainer Otto Becker war begeistert: „Das war eine großartige Teamleistung. Im ersten Umlauf dreimal Null, im zweiten auch noch mal zweimal, wir wollten natürlich gewinnen, aber wir sind insgesamt sehr zufrieden.“ Er fügte hinzu: „Aber ich sage trotzdem ganz ehrlich, wir waren im ersten Moment enttäuscht.“ Auch wenn Otto Becker einige Reiter und Pferde für die WM in Aachen im Fokus hat, ist noch nichts entschieden. Für die WM nominiert wird erst nach den Turnieren in Rotterdam, Falsterbo und Riesenbeck und Hickstead.
Daniel Deusser und Otello de Guldenboom, Vorjahressieger in La Baule, kassierten einen Abwurf in Runde zwei, bei Vogel kamen (wie beschrieben) noch mal vier Fehlerpunkte hinzu. Insgesamt beendete die deutsche Mannschaft diesen Nationenpreis mit vier Fehlerpunkten hinter den französischen Siegern und vor den irischen Reitern. Pferdesport Deutschland / hen





























