Foto: Die frisch gekürten Bundesnachwuchschampions. v.l. Francois Kasselmann (Veranstalter), Heidi van Thiel (FN), Mette Demmler, Hannes Huthwelker, Frieda Heinrich, Gerhard Schäfers (Horst-Gebers-Stiftung), Heiko Koolmann (Richter) Tim Rieskamp-Goedeking, Eberhard Seemann (Bundestrainer)
(Neumünster) Hannes Huthwelker ist neuer HGW Bundesnachwuchschampion der Springreiter. Der 15-jährige Westfale sicherte sich im Finale der prestigeträchtigen Nachwuchsprüfung bei den VR CLASSICS Neumünster mit einer Gesamtpunktzahl von 18,0 den Titel vor Mette Demmler (17,3) und Frieda Heinrich (17,2). Marie Schlienkamp bestätigte mit einer erneuten Finalplatzierung nach 2025 ihre bemerkenswerte Konstanz, während die einzige Teilnehmerin aus Schleswig-Holstein, Leni Hansen aus Süderheistedt, mit Lillet Wild Berry einen starken fünften Rang belegte.
Das HGW Bundesnachwuchschampionat der Springreiter, gefördert durch die Horst-Gebers-Stiftung, zählt zu den bedeutendsten Nachwuchsformaten im deutschen Springsport. Insgesamt 25 talentierte Junioren aus dem gesamten Bundesgebiet stellten sich einer Stilspringprüfung der Klasse M**. Die vier besten Paare – Marie Schlienkamp, Frieda Heinrich und Hannes Huthwelker (alle Westfalen) sowie Mette Demmler (Hannover) – qualifizierten sich mit stilistisch herausragenden Runden für den entscheidenden zweiten Umlauf.
Schlienkamp und Huthwelker zogen mit identischer Wertnote von 9,0 punktgleich ins Finale ein. Dort wartete die besondere Herausforderung des Championats: der Pferdewechsel. Nach nur wenigen Probesprüngen auf den zugelosten Pferden und kurzer Rücksprache mit dem Bundestrainer ging es direkt in den Finalparcours.
Marie Schlienkamp, im Vorjahr Zweitplatzierte, eröffnete den Umlauf auf Quinn, dem Wallach ihres Konkurrenten Huthwelker. Die Richter lobten insbesondere ihren gefestigten, geschmeidigen Grundsitz. Frieda Heinrich folgte mit Can Jump und überzeugte ebenfalls: „Super feines Reiten, das sah alles leicht und geschmeidig aus. Du bist mit dem fremden Pferd sehr gut zurechtgekommen“, lautete das Jury-Fazit Heinrichs Pferd Bee Gee wurde anschließend von Mette Demmler übernommen. Trotz des völlig anderen Pferdetyps präsentierte die Nachwuchsreiterin eine souveräne Runde und setzte sich zunächst an die Spitze.
Als letztes Paar gingen Hannes Huthwelker und Celino von Marie Schlienkamp in den Parcours – und lieferten ab. Stilistisch sicher, rhythmisch und fehlerfrei sicherten sie sich mit einer 9,0 die entscheidende Wertnote und damit den Titel. „Das erste Mal auf diesem Pferd, der Parcours ist nicht einfach – aber du verdienst den Titel“, urteilten die Richter.
Bereits die Einlaufprüfung am Freitag hatte Huthwelker gewonnen. Entsprechend zufrieden fiel sein Fazit aus: „Ich bin sehr glücklich, dass unser Plan so aufgegangen ist und wir beide Runden gewinnen konnten. Quinn war in Topform und hat schon im letzten Jahr tolle Runden gezeigt. Natürlich hofft man darauf, dass es klappt – aber dass es wirklich so funktioniert, macht uns mega glücklich.“
Auch zum Pferdewechsel äußerte sich der frischgebackene Champion: „Es waren wirklich tolle Pferde, die alle super mitgemacht haben. Ich glaube, es hat geholfen, dass sie die Halle schon kannten. Wir hatten ein paar Minuten zum Reiten und um uns die Pferde hineinzufühlen – das war wichtig, um die Hilfen richtig einzusetzen.“
Der Reiter vom RV Lützow trainiert zuhause bislang ohne eigene Reithalle – Schnee und Frost hatten die Vorbereitung in diesem Winter zusätzlich erschwert. Eine Halle sei jedoch bereits in Planung, verriet er augenzwinkernd.
Besonderer Wert zeigt sich im Pferdewechsel
Teil der Jury war unter anderem Springreiter Tim Rieskamp-Goedeking, selbst früher Teilnehmer des Championats: „Gerade die vorn Platzierten haben ihren Rhythmus am besten gefunden und den Parcours optimal eingeteilt. Das ist heute entscheidend.“ Den besonderen Wert der Prüfung sieht er vor allem im Pferdewechsel: „Die zweite Runde zeigt noch einmal viel deutlicher, ob wir wirklich einen guten Reiter sehen – oder nur ein gutes Team. Genau darin liegt der Reiz dieser Prüfung.“
Auch seitens des Förderers fiel das Fazit positiv aus. Gerhard Schäfers, Vorstandsmitglied der Horst-Gebers-Stiftung, betonte: „Das Niveau war sehr hoch und die Bewertungen lagen dicht beieinander. Das spricht für die Qualität der Nachwuchsreiter insgesamt.“
Fest steht bereits: Auch 2027 wird das HGW Bundesnachwuchschampionat der Springreiter wieder im Rahmen der VR CLASSICS Neumünster ausgetragen.
Einige wenige Tickets für den letzten Veranstaltungstag sind noch online über RESERVIX (https://vr-classics.reservix.de/) sowie telefonisch unter 04321-755421 oder Email tickets@vr-classics.de. erhältlich. Stehplatz- und Flanierkarten sind zudem an der Tageskasse verfügbar. Aktuelle Informationen unter vr-classics.de sowie auf den Social-Media-Kanälen.
Aktuelle Informationen finden Sie unter vr-classics.de sowie auf unseren Social Media Kanälen.
ERGEBNISSE VR CLASSICS Neumünster 12. - 15. Februar 2026 alle Ergebnisse finden Sie unter: vr-classic.
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