Foto: 80,021 Prozent – das war das Ergebnis für Wendy de Fontaine und Isabell Werth beim Al Shira’aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby - Fotograf: reitsport-hellmann.de
80,021 Prozent – das war das Ergebnis für Wendy de Fontaine und Isabell Werth im Fünf-Sterne-Special beim Al Shira’aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby, im Preis des Helenenhofs der Familie Schwiebert. Das bedeutete den klaren Sieg und das in Einigkeit aller Richter. Platz zwei ging mit 74,808 Prozent an die Norwegerin Isabel Freese auf Total Hope OLD, Dritte wurden Leonie Richter und Lord Europe mit 70,553 Prozent.
Es war erst wieder der zweite Grand Prix Special für Olympiastute Wendy seit den Europameisterschaften in Crozet im vergangenen Jahr und trotz einem Fehler in den Zweierwechseln und einem kleinen Haker am Ende der Einerwechsel war Isabell Werth hochzufrieden. „Ich fand Wendy wirklich super heute“, betonte die Siegerin. „Die erste Hälfte war sehr gut. Ich finde, dass sie auch eine deutlich ruhigere, längere, durchschwingendere Trabverstärkung hat.“ Genau daran habe sie vermehrt gearbeitet, mehr Ruhe und Länge ins Pferd zu bekommen. Bei den Serienwechseln im Galopp hat Werth erneut die Zügel in eine Hand genommen und mit der anderen die Stute gelobt und gelobt. „Dieses Pferd hat ja kein Wechselproblem. Es ist einfach eine Temperament-, Durchlässigkeits-, Gelassenheitsfrage, und wir machen das jetzt mal genau so weiter.“ Die Linie mit den Galoppwechseln zwischen den Pirouetten sei ihr mit Wendy noch nie so gut gelungen wie heute.
Nach zwei Siegen mit Wendy und einem zweiten Platz mit Viva Gold im Grand Prix freut sich Werth nun auf ihre Kür-Premiere mit dem schicken Fuchs. „Die Kür ist ganz schön schwer“, erklärt sie schmunzelnd. „Wir werden mal sehen, wie wir das morgen hinbekommen. Die Musik ist auf jeden Fall klasse, es ist Neil Diamond-Musik. Darauf freue ich mich sehr und hoffe, dass wir wieder so gute Stimmung im Dressurstadion haben wie in den vergangenen Tagen.“
„Das war ein besonderes Highlight heute“, freute sich Rainer Schwiebert vom Helenenhof. „Wir hatten top Sport, wir hatten wahnsinnig viel Publikum, jeder Platz war besetzt, die Böden sind hervorragend und man bekommt so viel positives Feedback – viel besser geht es nicht, das macht unglaublich viel Spaß.“
Harmonie & Fairness-Preis für Helen Langehanenberg
Der Anrecht-Investment Harmonie und Fairness-Preis wird seit 2019 in Hamburg vergeben. Es ist das einzige Event, dass diesen Preis in der Dressur und im Springen verleiht, jeweils durch Zuschauer-Voting ermittelt. Und die Zuschauer haben im Fünf-Sterne-Special entschieden: Helen Langehanenberg und Daniela haben die harmonischste Vorstellung geboten. „Ich hatte mich mit Daniela erst gar nicht so in die Fünf-Sterne-Tour getraut“, erzählt Langehanenberg. „aber ich war total happy. Es war sicher noch nicht alles perfekt, aber das Reitgefühl, das sie mir gegeben hat, war schon sehr schön. Und dass ich jetzt noch diesen Preis gewonnen habe, das ist jetzt noch das i-Tüpfelchen. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.“ Völlig begeistert von dem Ritt und auch von dem Voting der Zuschauer war Kristina Anrecht: „Das war ein wahnsinnig toller Ritt von Helen“, sprudelte es begeistert von der Preisgeberin und Dressurreiterin. „Für mich war es eine 10 von 10! Ich finde, es ist so wichtig, die Zuschauer mit einzubinden und mit ihrem Voting haben sie mir heute aus der Seele gesprochen.“
Wenige Stunden zuvor hatte sich Helen Langehanenberg zudem den Sieg im Drei-Sterne-Special mit DSP Danny Cool gesichert. Die Mannschafts-Weltmeisterin wurde auf ihrem elfjährigen Nachwuchspferd mit 69,638 Prozentpunkten von dem internationalen Richterteam eingeordnet.
Das Feedback der Dressurreiter sei durchweg sehr positiv, freut sich Turnierchef Rath. „Ich bin einfach froh und glücklich, dass unser Zeitplan, unser Konzept in der Dressur so aufgeht. Das Interesse der Leute ist riesig.
Hamburger Zitate:
Helen Langehanenberg:
„Ich bin tatsächlich das erste Mal hier und total geflasht, wie schön das hier ist. Was hier für Bedingungen herrschen, wie viele Menschen hier sind, was das für ein Publikum ist, was hier für eine Feier im Dressurstadion war, schon bevor der Special losging – großartig!“
Isabell Werth:
„In Hamburg kann man wirklich von einem Dressurstadion sprechen. Es ist so schön kompakt, richtig gemütlich, mit toller Stimmung und die Zuschauer sind so dicht – sie sitzen fast mit auf dem Pferd. Das ist schon spitze. Das macht wirklich Spaß. Und dass es so gut besucht ist, freut uns natürlich sehr.“
PM





























