Marbach: Deutschland dominiert nach Gelände im Nationenpreis

Souveräne Teamleistung sorgt für deutlichen Vorsprung -Michael Jung weiter in Führung

Nach der zweiten Teilprüfung, dem Gelände, hat die deutsche Mannschaft im Nationenpreis der internationalen Vielseitigkeit in Marbach ihre Führung eindrucksvoll ausgebaut. Mit 95,8 Minuspunkten liegt das Team deutlich vor Schweden (114,4 Minuspunkte) und Belgien (115,3 Minuspunkte). Während Deutschland sich ein komfortables Polster verschafft hat, bleibt es dahinter zwischen Schweden und Belgien ausgesprochen eng – nur ein minimaler Abstand trennt die beiden Nationen im Kampf um den zweiten Platz.

 

Auch in der Einzelwertung setzt sich das Bild einer starken deutschen Vorstellung an der Spitze fort. Olympiasieger Michael Jung behauptet mit fischerChipmunk FRH nach Dressur und Gelände mit 28,0 Minuspunkten die Führung und liegt damit vor Lara de Liedekerke-Meier (Belgien) mit Kiarado d’Arville (29,2 Punkte) sowie Lea Siegl (Österreich) mit Van Helsing P (32,1 Punkte).

 

Die Vier-Sterne-Geländeprüfung stellte hohe Anforderungen an die 47 Paare. Die 3.500 Meter lange Strecke mit einer geforderten Durchschnittsgeschwindigkeit von 570 Metern pro Minute und einer Bestzeit von 6:09 Minuten erwies sich als äußerst selektiv. Lediglich der Franzose Benjamin Massie blieb mit Guess Star innerhalb der erlaubten Zeit, während das übrige Feld Zeitfehler hinnehmen musste. Der von Course Designer Bernd Backhaus mit 22 Hindernissen und 35 Sprüngen gestaltete Kurs in dem anspruchsvollen Gelände der Schwäbischen Alb verlangte ein hohes Maß an Kondition und Präzision von Reitern und Pferden.

 

Das deutsche Quartett mit Michael Jung (fischerChipmunk FRH), Julia Krajewski (Tullabeg Platinum), Libussa Lübbeke (Caramia FRH) und Ben Leuwer (Zuccini MN) präsentierte sich insgesamt in überzeugender Form. Jung verteidigte trotz Zeitfehlern souverän seine Führung, während Julia Krajewski mit einem fehlerfreien Ritt im Gelände auf Platz vier (32,9 Punkte) vorstieß. Libussa Lübbeke folgt mit Caramia FRH auf Rang sechs (33,9 Punkte). Für Ben Leuwer verlief das Gelände nach einem Vorbeiläufer am Wasserkomplex nicht nach Plan; mit dem erst neunjährigen Zuccini MN fiel er auf Platz 28 (71,7 Punkte) zurück und lieferte damit das Streichergebnis für die Mannschaft.

 

Bundestrainer Peter Thomsen zog ein positives Fazit des Geländetages: „Ich freue mich natürlich, dass die deutschen Reiter hier so einen super Auftritt gehabt haben.“ Gleichzeitig betonte er die Anforderungen der Strecke: „Ich fand, das war ein wirklich anspruchsvolles Gelände. Die Reiter mussten ganz präzise reiten, durften keinen Fehler machen.“ Gerade darin sieht Thomsen den besonderen Wert der Prüfung: „Insofern glaube ich, dass das auch eine tolle Vorbereitung war für die Weltmeisterschaft.“

 

Auch Michael Jung äußerte sich sehr positiv über die Bedingungen in Marbach: „Die Hindernisse waren super gebaut. Der Kurs hat sich sehr schön reiten lassen.“ Auch der Untergrund habe überzeugt: „Der Regen war natürlich noch mal gut – der Boden war nahezu perfekt.“ Entsprechend zufrieden zeigte er sich mit Chipmunk, der überall super gesprungen“ sei und sich „sehr, sehr gut angefühlt“ habe.

 

Mit dem klaren Vorsprung geht die deutsche Mannschaft morgen als Favorit in das abschließende Springen. Dahinter bleibt insbesondere der Kampf um die weiteren Plätze auf dem Treppchen offen, bei dem sich Schweden und Belgien weiterhin ein enges Duell liefern. Die endgültige Entscheidung im Nationenpreis fällt morgen von 15 bis 17 Uhr im Parcours. Pferdesport DeutschlandWeitere Informationen: www.eventingmarbach.de

 

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