Foto: Titelseite Reiterjournal 04/2026
Die vergangenen Wochen waren für mich geprägt von vielen Gesprächen, Terminen und Eindrücken für diese neue Ausgabe. Unter anderem hatte ich die Gelegenheit, mich mit Bundestrainerin Monica Theodorescu und Music Director Markus Hinzke auszutauschen. Und bei diesen Gesprächen kristallisierte sich immer wieder ein Gedanke heraus: Eine besondere Stärke des Reitsports ist seine Vielfalt. Es gibt kaum eine Sportart, die so unterschiedlich gelebt werden kann. Diese Mannigfaltigkeit macht unseren Sport aus und ist eine seiner größten Stärken.
Meines Erachtens sollten wir diese Stärke gemeinsam nach außen zeigen. Statt uns innerhalb der Reitsportgemeinschaft immer wieder gegenseitig zu kritisieren oder gar zu „bekriegen“, sollten wir uns bewusst machen, dass wir letztlich ein gemeinsames Ziel haben. Nur wenn wir zusammenstehen, können wir ein authentisches und positives Bild unseres Sports vermitteln. Ein Bild, das zeigt, wie viel Wissen, Engagement und Verantwortung hinter dem Umgang mit Pferden steckt. Und nur so können wir auch glaubwürdig den oft gehörten Wunsch formulieren und vorantreiben: Wir brauchen Nachwuchs. Wir sitzen schließlich alle auf derselben Seite, auf der Seite der Pferde. In diesem Zusammenhang sehe ich vor allem in unserer Kommunikation nach außen Handlungsbedarf. Der Satz „Früher war alles besser“ gilt in puncto Pferdewohl, Ausbildung und verantwortungsvollem Sport einfach nicht mehr. Diese Erkenntnis bleibt aber für Außenstehende, echte „Pferdesportfremde“ unsichtbar. Besonders bei den Reitsportfremden müssen wir aufklären und klar Haltung zeigen, wo Dinge nicht richtig laufen. Markus Hinzke hat es treffend auf den Punkt gebracht: „Lasst uns deshalb lauter werden, wenn es um Wissen, Respekt und echtes Tierwohl geht und leiser, wenn es um Empörung, Schlagzeilen und Reichweite geht“. Dem ist meines Erachtens wenig hinzuzufügen, außer vielleicht dieser Gedanke: Die Stärke des Reitsports liegt nicht im Streit, sondern im Miteinander und in der gemeinsamen Verantwortung für unsere Pferde. Und vielleicht passt genau dieser Gedanke gut zur bevorstehenden Osterzeit. Ostern gilt als Fest des Lebens und der Hoffnung. Vielleicht ist es auch für unseren Sport ein guter Moment, sich daran zu erinnern, was uns verbindet: die Leidenschaft für das Pferd und der gemeinsame Wunsch, seinen Platz in unserer Gesellschaft verantwortungsvoll zu gestalten.
Herzlich, Ihre
Mona-Sophie Wieland
Redaktionsleitung Reiterjournal und BAYERNS PFERDE
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