Foto: Julia Krajewski mit Uelzener’s Nickel - Fotograf: TGL/ Thomas Ix
Nach einem anspruchsvollen Geländetag bei sommerlichen Temperaturen hielt Olympiasiegerin Julia Krajewski die Führung in der CCI4*-S Meßmer Trophy. Mit ihrem erfahrenen Holsteiner Wallach Uelzener’s Nickel liegt
Krajewski vor dem abschließenden Springen mit 26,9 Punkten an der Spitze des Klassements und ist auf dem besten Weg, ihren Titel als Deutsche Meisterin zu verteidigen.
Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Belgierin Lara de Liedekerke-Meyer mit Kiarado d’Arville (31,3) sowie die deutsche Reiter Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch K (33,8).
Krajewski selbst hat mit ihrem zweiten Pferd Tullabeg Platinum noch ein weiteres Eisen im Feuer: Mit 34,4 Punkten rangiert das Paar aktuell auf Rang vier der Gesamtwertung.
Krajewski war im Anschluss des Geländetages mehr als zufrieden mit ihren vierbeinigen Sportpartnern: „Es war ein intensiver und anstrengender Tag, aber beide Pferde haben mich heute sehr, sehr stolz gemacht und tolle Runden
gedreht. Nickel war wie an der Schnur gezogen. Er ist nicht das schnellste Pferd, deshalb muss ich wirklich meinen Rhythmus halten. Mittlerweile ist er aber ein echter Profi – super ehrlich, immer auf seiner Linie und wenn er weiß, was er springen soll, dann macht er das auch.“
Auch Tullabeg Platinum präsentierte sich bei seinem ersten Start in Luhmühlen beeindruckend abgeklärt. Der noch vergleichsweise unerfahrene Wallach ließ sich von der besonderen Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen und
bestätigte seine Qualität auf internationalem Niveau: „Ein sehr, sehr cooles Pferd, noch nicht so erfahren und zum ersten Mal in Luhmühlen. Ich wusste nicht genau, wie er mit der Atmosphäre umgehen würde, aber das hat er super
gemacht.“
Neben der sportlichen Herausforderung, spielte auch das Wetter eine wichtige Rolle. Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke führten zu sorgfältig eingeteilten Ritten, so dass kein Paar innerhalb der erlaubten Zeit von 6:40 Min
blieb. Krajewski lobte die Bedingungen und das Management vor Ort: „Die Pferde sind gut mit der Hitze zurechtgekommen. Es gibt hier auch den schönen Cool-down-Bereich im Schatten. Je fitter ein Pferd ist und je besser es mit Elektrolyten versorgt wird, desto besser kommt es damit klar. Außerdem war der Boden heute top.“
Für Lara de Liedekerke-Meyer verlief der Geländetag ebenfalls nach Maß. Mit Kiarado d’Arville, der bislang noch wenig Erfahrung auf Veranstaltungen dieser Größenordnung sammeln konnte, gelang der Belgierin eine kontrollierte und fehlerfreie Runde, die sie auf Rang zwei der Zwischenwertung brachte. „Ich bin wirklich sehr glücklich. Er hat schon einiges erlebt, war aber noch nie auf einer Veranstaltung wie Luhmühlen. Gestern war er noch ein wenig aufgeregt, als er die vielen Zuschauer gesehen hat. Heute war er beim Abreiten auch etwas ruhiger als üblich. Deshalb habe ich nachmittags auch nicht mehr zu viel abgeritten. Ich bin kein Risiko eingegangen, aber er hat mir eine großartige Runde ermöglicht – und das fühlt sich für mich wie ein Sieg an.“
Auch Malin Hansen-Hotopp ist mit ihrem Geländetag super zufrieden. Carlitos Quidditch K absolvierte den Kurs aufmerksam, galoppierte mit viel Übersicht und ließ sich dabei immer wieder durch das Lob seiner Reiterin motivieren.
Mit 33,8 Punkten bleibt das Paar sowohl in der Meßmer Trophy als auch im Kampf um die Medaillen der Deutschen Meisterschaft aussichtsreich positioniert. „Ich bin sehr glücklich. Beide Pferde waren absolut fantastisch. Quidditch hat einen sehr großen Galopp und durch sein Alter und seine Erfahrung lässt er sich mittlerweile hervorragend zurücknehmen. Es hat wirklich Spaß gemacht.“
Vor dem abschließenden Springen ist die Entscheidung sowohl in der CCI4*-S Meßmer Trophy als auch in der Deutschen Meisterschaft noch offen. Julia Krajewski geht zwar mit einem Springfehler Vorsprung als Führende in den Finaltag, doch die Verfolgerinnen liegen in Lauerstellung.
Aktuelle Informationen: www.luhmuehlen.de
PM






























