Lier: Platz drei im Dressur-Nationenpreis

Semmieke Rothenberger und Farrington liefern im Grand Prix bestes Team-Ergebnis

Vor heimischem Publikum hat das belgische Dressurteam mit großem Abstand den Nationenpreis beim CDIO4* in Lier gewonnen. Die deutsche Mannschaft mit Semmieke Rothenberger, Tobias Nabben, Evelyn Eger und Thomas Wagner belegte hinter der britischen Equipe im Grand Prix den dritten Platz. Herausragender Reiter war erneut Europameister Justin Verboomen aus Belgien mit dem Hengst Zonik Plus.

 

Co-Bundestrainer und Equipechef Hendrik Lochthowe hatte ein gemischtes Team aus erfahrenen und noch recht jungen Reiter- und Pferdekombinationen zusammengestellt. Semmieke Rothenberger, mit 26 Jahren die Jüngste im deutschen Aufgebot, vertrat mit ihrem Jazz-Sohn Farrington zum ersten Mal die deutschen Farben in einem Senioren-Nationenpreis. Über Prüfungserfahrung verfügt sie, denn im Nachwuchsbereich hatte sie rund 20 Goldmedaillen bei Europameisterschaften von der Altersklasse Ponyreiter bis hin zu U25 gewonnen. Mit den Leistungen ihres Fuchswallachs konnte sie auf dem belgischen Viereck sehr zufrieden sein. Bis auf kleine Macken in der Galopptour marschierte der Wallach aus dem Zuchtverband KWPN fehlerfrei durch die Lektionen und erzielte sogar das beste deutsche Ergebnis (72,261 Prozent). Dies bedeutete in der Einzelwertung Platz vier.

 

Das zweitbeste deutsche Resultat lieferte Tobias Nabben. Der in Bottrop im Ruhrgebiet tätige Dressurausbilder stellte den elf Jahre alten Hannoveraner Forster v. Finest vor, mit dem er im vergangenen Jahr erfolgreich im Finale des Louisdor-Preises platziert war (71,152). Evelyn Eger und ihr erst neun Jahre alter Oldenburger Golden Power OLD v. Grey Flanell wurden mit 68,391 Prozent bewertet. Teure Fehler in den Galoppwechseln verhinderten ein besseres Ergebnis als 68,087 Prozent bei Thomas Wagner und seinem elfjährigen Wallach Escolars Emil v. Escolar (Streichergebnis).

 

Das deutsche Team beendete den Nationenpreis mit einer Prozentsumme von 211,804. Das waren über 13 Prozentpunkte weniger als bei den siegreichen Belgiern (225,543). Deren Superstar Justin Verboomen und sein Hengst Zonik Plus kletterten über die 80 Prozent-Marke (80,391), seine belgische Kollegin Larissa Pauluis und ihr KWPN-Wallach Flambeau erreichten das zweitbeste Ergebnis in der Einzelwertung (73,522). Die britische Equipe erzielte 213,391 Prozent. Bestes Teammitglied war die seit Jahrzehnten in Deutschland lebende Susan Pape, die die niederländische Stute Harmony’s Guililanta vorstellte (72,065). Auf den weiteren Plätzen: Niederlande (210,826), Portugal (210,13), Schweiz (210,023), Schweden (207,436) und Spanien (203,588). Pferdesport Deutschland / hen

 

 

 

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