Fohlenschau Marbach 2026: Pferdenachwuchs begeistert Züchter, Besucher und Fachpublikum

Foto: Kopf-Nr. 36 Siegerin der springbetonten Stutfohlen; Cellestial’s Coni von Cellestial aus einer Calido-I-Mutter; Zucht und Besitz Johannes Pfeifle, Seewald - Fotograf: Sabine Wittlinger

Foto: Kopf-Nr. 36 Siegerin der springbetonten Stutfohlen; Cellestial’s Coni von Cellestial aus einer Calido-I-Mutter; Zucht und Besitz Johannes Pfeifle, Seewald - Fotograf: Sabine Wittlinger

Marbach, 14. Juni 2026 – Bei besten äußeren Bedingungen, strahlendem Sonnenschein und einer besuchten Arena präsentierte sich die Fohlenschau 2026 im Haupt- und Landgestüt Marbach als ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, engagierte Züchterfamilien, Pferdefreunde sowie Fachleute aus der Pferdezucht sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse und unterstrichen einmal mehr die große Bedeutung dieser traditionsreichen Veranstaltung für die Pferdezucht in Baden-Württemberg.

 

Mit insgesamt 74 angemeldeten Fohlen konnte die Veranstaltung an die erfreuliche Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen. Die hohe Beteiligung und die bemerkenswerte Qualität des vorgestellten Pferdenachwuchses machten die diesjährige Fohlenschau zu einem eindrucksvollen Schaufenster moderner Pferdezucht. Die fachkundige Bewertung durch die Jury zeigte deutlich, auf welch hohem Niveau in den Zuchtbetrieben des Landes gearbeitet wird.

 

Die vorgestellten Fohlen wurden in verschiedenen Kategorien beurteilt. Dazu gehörten dressurbetonte Stutfohlen, dressurbetonte Hengstfohlen, springbetonte Stutfohlen, springbetonte Hengstfohlen, vielseitig veranlagte Fohlen, Altwürttemberger sowie Pony- und Kleinpferdefohlen. In jeder Kategorie wurden Siegerfohlen ausgezeichnet, die durch ihre Qualität, ihre Bewegungsstärke, ihre Korrektheit im Fundament sowie ihren Gesamteindruck besonders überzeugen konnten.

 

Die Jury vergab insgesamt 26 Goldfohlenprämien, was die insgesamt hohe Qualität des Jahrgangs eindrucksvoll dokumentiert. Die Goldprämierung stellt eine besondere Auszeichnung dar und wird nur an Fohlen vergeben, die in allen Beurteilungskriterien überdurchschnittliche Ausprägungen zeigen.

 

Für sieben Kategorien wurde ein Siegerfohlen ermittelt: bei den dressurbetonten Stutfohlen überzeugte die Siegerstute von Total Hope aus einer Fürstenball-Mutter aus der Zucht und dem Besitz von Carllotta Joos (Bad Wimpfen). Sie zeigte sich mit großem Bewegungspotenzial, viel Ausdruck und bemerkenswerter Losgelassenheit.

 

Bei den dressurbetonten Hengstfohlen setzte sich schließlich Lamborghini von Lord Europe aus einer Fürst-Belissaro-Mutter aus der Zucht und dem Besitz der Zuchtgemeinschaft Braig-Meyer (Ahlen) durch. Das Fohlen präsentierte sich modern, ausdrucksstark und mit herausragender Bewegungsmechanik.

 

Bei den springbetonten Hengstfohlen setzte sich ein besonders typstarker Sohn von Keaton II aus einer Chacco-Blue-Mutter aus der Zucht und dem Besitz von Jürgen Haizmann (Haiterbach) an die Spitze des Feldes. Das Fohlen überzeugte mit hervorragender Galoppade, viel Elastizität und bester Springpferdeaufmachung.

 

Zur Siegerin der springbetonten Stutfohlen wurde Cellestial’s Coni von Cellestial aus einer Calido-I-Mutter aus der Zucht und dem Besitz von Johannes Pfeifle (Seewald) gekürt. Die junge Stute beeindruckte durch ihre moderne Aufmachung, ihr Vermögen und ihre sehr harmonische Gesamtentwicklung.

 

Bei den vielseitig veranlagten Fohlen gewann die Stute Passion von Propriano de L’Ebat aus einer Catoo-Mutter aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach. Sie vereinte Bewegungsqualität, Typ und Leistungsgenetik in besonderer Weise und wurde dafür mit dem Titel des Siegerfohlens ihrer Kategorie ausgezeichnet.

 

Auch die traditionsreiche Altwürttemberger-Zucht präsentierte sich in ausgezeichneter Verfassung. Siegerfohlen wurde hier die Stute Suleika S von LVV Sol aus einer LVV-Umberto-Mutter aus der Zucht und dem Besitz von Renate Hartmann (Wolfegg). Mit ihrer Rassetypik und ihrem korrekten Exterieur repräsentiert sie eindrucksvoll die Zukunft dieser wertvollen und erhaltenswerten Pferderasse.

 

Den Sieg bei den Ponyfohlen sicherte sich ein Hengstfohlen von Darf ich bitten aus einer Dance-Star-AT-NRW-Mutter aus der Zucht und dem Besitz von Josef Staudenmayer (Salach). Das Ponyfohlen begeisterte mit Charme, Typ und hervorragender Bewegungsqualität.

 

Neben den Siegerfohlen sorgten zahlreiche weitere Goldfohlen für Begeisterung bei Publikum und Fachleuten. Besonders hervorzuheben sind unter anderem die Stuten Derya, Tribussers Feodora und Tribussers Carlotta, Vera Diva und Zaphira EH, Enja sowie die Hengstfohlen Don Camillo RS, Felix, Double Hit MS, Amore Mio Deluxe, Doctor Strange, Polonium, Einstein, Alassio und Mühlbächles Amaro und weitere. Sie alle dokumentierten eindrucksvoll die hohe züchterische Qualität des diesjährigen Jahrgangs.

 

Zahlreiche Zuschauer verfolgten aufmerksam die Präsentationen im Ring und spendeten den Züchtern und Vorführern immer wieder anerkennenden Applaus. Besonders erfreulich war die große Zahl an Familien und jungen Pferdeinteressierten, die die Gelegenheit nutzten, den Pferdenachwuchs hautnah zu erleben.

 

Die Fohlenschau Marbach 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie leistungsfähig, vielfältig und zukunftsorientiert die Pferdezucht in Baden-Württemberg aufgestellt ist. Die hohe Qualität der präsentierten Fohlen, die hervorragende Organisation, das große Interesse der Besucher sowie die positive Stimmung in der Arena machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.

 

Der Pferdezuchtverein Münsinger Alb bedankt sich für die vielen Helfer, ohne Unterstützung im Ehrenamt kann die Fohlenschau nicht durchgeführt werden. Dabei im Besonderen dem Pferdezuchtverein Blaubeuren, der uns Tatkräftig zur Seite steht.

 

Wir möchten uns auch bei allen Züchterinnen und Züchtern bedanken, allen voran unseren Mitgliedern, den fleißigen Jungzüchtern, den Sponsoren der Veranstaltung, der hochkarätigen Jury, dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg und dem Haupt- und Landgestüt Marbach sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für ihren Beitrag zu dieser gelungenen Veranstaltung.

 

Sabine Wittlinger

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