Hagen a.T.W.: Starke Paare aus Nordeuropa

Zweite Plätze für Ingrid Klimke im Grand Prix und im Special

„Horses and Dreams“ auf dem Hof Kasselmann in Hagen a.T.W. feiert Jubiläum. Vor 20 Jahren wurde das Turnier mit diesem Namen erschaffen und lockt seitdem Dressur- und Springreiter aus aller Welt an den Start. In diesem Frühjahr trumpften die dänischen Gäste auf dem Viereck besonders stark auf. Den Grand Prix und den Grand Prix Special des CDI4* gewann Cathrine Laudrup-Dufour mit Mount St. John Freestyle jeweils vor Ingrid Klimke mit Vayron. In der zweiten Vier-Sterne-Grand Prix-Tour siegten Katharina Hemmer und Denoix PCH im Grand Prix und der Däne Daniel Bachmann Andersen mit Flash Gordon in der Kür.

 

Katharina Hemmer gerät ins Schwärmen, wenn sie über den 14 Jahre alten Oldenburger Wallach Denoix PCH spricht. „Er hat viele Stärken, und ihn zu reiten ist jeden Tag mein persönliches Highlight.“ Im Grand Prix präsentierte sich der Fuchs sehr konzentriert. Ein kleiner Patzer schlich sich ein, als eine Fliege den Wallach ärgerte. Aber das Problemchen war schnell gelöst. „Wir hatten einige richtig gute Momente – speziell in den Wechseltouren“, erläuterte die Bereiterin im Stall von Hubertus Schmidt (77,261 Prozent, neuer persönlicher Rekord). Ihr Chef und Trainer konnte nicht vor Ort sein, da er sich von den Folgen eines Reitunfalls erholen muss. Hemmer: „Wir hoffen, dass wir ihm mit diesem Personal Best eine kleine Freude machen konnten. Er ist auf einem guten Weg der Besserung“, so Hemmer.Das zweitbeste Resultat erzielte der Däne Daniel Bachmann Andersen. Er stellte den Oldenburger Flash Gordon v. Fiderbach vor. Das Pferd, dessen großes Potenzial unübersehbar ist, reitet der hoch aufgeschossene 35-Jährige seit gut einem Jahr (73,456). Im Grand Prix an dritter Stelle behauptete sich die britische Hagen-Debütantin Sadie Smith mit der Dante Weltino-Tochter Swanmore Dantina (71,63). In der Kür tauschten Katharina Hemmer und Daniel Bachmann Andersen die Plätze. Diesmal wurde die dänische Hymne für den Sieger gespielt. Die fehlerfreie Vorführung belohnten die Richter mit 79,615 Prozent. Denoix hingegen war etwas „von der Rolle“. Seine neue Kür begann makellos, aber im Verlauf regte sich der Fuchswallach immer mehr auf. Entsprechend häuften sich die Fehler. Dennoch lautete das Jury-Urteil 77,615 Prozent – Platz zwei. Die drittbeste Kür zeigte Ingrid Klimke mit ihrer Hannoveraner-Stute First Class v. Fürstenball (76,95). In der zweiten Grand Prix-Tour des CDI4* waren die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour und die 17-Jährige Hannoveranerin Mount St John Freestyle das überragende Paar. Nach ihrem deutlichen Sieg im Grand Prix mit über sieben Prozent Vorsprung (82,391) ritt Laudrup-Dufour der Konkurrenz auch im Grand Prix Special davon. Für ihre schöne, harmonische und fehlerfreie Kür wurde sie von allen fünf Jurymitgliedern auf Platz eins gesetzt. Mit 83,085 Prozent heiß es auch bei ihr: „personal best“. Ingrid Klimke hatte allen Grund zur Freude, denn ihr westfälischer Riese Vayron v. Vitalis präsentierte sich hochkonzentriert und punktete in etlichen Lektionen wie in Übergängen und Galoppwechseln. Ingrid Klimke schwärmte: „Er war total losgelassen, wie eigentlich schon das ganze Wochenende. Er war zufrieden, superschön in der Anlehnung, die ganze Zeit bei mir. Also, ich fand’s spitze!“ Ergebnis: 74,915 Prozent, Platz zwei. Auch die Schwedin Maria von Essen schaffte es aufs Podium. Im Sattel des Oldenburger Wallachs Invoice v. Jazz erzielte sie im Special 73,379 Prozent und damit den dritten Platz – ein wahrlich erfolgreiches Wochenende für die Gäste aus dem Norden Europas. Pferdesport Deutschland / hen

 

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