André Thieme liebäugelt mit der Weltmeisterschaft in Aachen
54.000 Zuschauer erlebten beim Turnier „Horses and Dreams“ auf dem Hof Kasselmann in Hagen a.T.W. einen gelungenen Start in die grüne Saison. Zum Abschluss der fünftägigen Veranstaltung bot der Große Preis spannenden Sport. Zum Sieg ritt Stefan Engbers mit Baju NRW, dicht auf den Fersen saß ihm der viermalige Derby-Sieger André Thieme mit Chakaria. Platz drei sicherte sich der Neuseeländer Luke Dee mit Gangster W.
Höhepunkt des Jubiläumsturniers – Horses and Dreams feierte sein 20-jähriges Bestehen – war der Große Preis, zu dem 50 Paare zugelassen waren. Zwölf von ihnen blieben im Umlauf fehlerfrei und sicherten sich die Teilnahme am Stechen des 1,55 Meter hohen Drei-Sterne-Springens. Stefan Engbers und sein Baju NRW hatten schon 2023 Hagener Luft im Großen Preis geschnuppert. Damals wurde der Balou du Rouet-Sohn Vierter. Nun setzte der 43-Jährige, der einen Ausbildungsstall im westfälischen Ahaus betreibt, alles auf eine Karte. Zwar sagt man dem Schimmel nach, nicht zu den schnellsten Pferden zu gehören, aber in Hagen bewies er das Gegenteil. In 41,41 Sekunden meisterten die beiden das Stechen. „Dieser Parcours mit den langen Wegen war für uns wie gemacht. Man muss sich als Reiter auch mal etwas trauen und heute hat das perfekt geklappt“, sagte Engbers überglücklich. Der Erfolg wiegt umso mehr, weil das Paar sich gegen größte Konkurrenz durchsetzen konnte: Der viermalige Derby-Sieger und Europameister von 2021, André Thieme, und seine Top-Stute Chakaria verfehlten die Bestzeit hauchdünn und wurden in 41,75 Sekunden Zweite. Auf dem dritten Platz behaupteten sich der Neuseeländer Luke Dee und Gangster WW v. Grand Slam in 42,21 Sekunden. Das Paar verbringt die meiste Zeit in Europa und trainiert unter anderem mit dem Niederländer Emile Hendricks.
André Thieme und DSP Chakaria möchten sich für WM empfehlen André Thieme zeigte sich trotz des knapp verpassten Sieges hochzufrieden. Eigentlich hatte der Mecklenburger einen Start in Hamburg beim Derby-Turnier geplant, entschied sich dann aber bewusst für Hagen. „Wir haben uns ein Turnier ausgesucht, bei dem die Bedingungen vom Feinsten sind und Hagen passte zeitlich perfekt. Ich war hier schon oft und weiß, wie gut es hier ist. Und es gibt schlimmere Orte, um seinen Geburtstag zu verbringen“, sagte Thieme augenzwinkernd. Am Vortag war er 51 Jahre alt geworden. Für den Mecklenburger ist das Saisonziel klar formuliert: die Weltmeisterschaft im August in Aachen. „Natürlich wusste ich, dass Bundestrainer Otto Becker zuschaut. Und jede Runde zählt jetzt, wenn man noch höhere Ziele in diesem Jahr erreichen will.“ Er fügt hinzu: „Ich bin sehr glücklich, wie Chakaria hier gesprungen ist.“ Nach längerer Turnierpause hatte sich die in Brandenburg-Anhalt gezogene Chap-Tochter in Florida mit schönen Erfolgen im Sport zurückgemeldet. Pferdesport Deutschland / hen




























