Von Herzenspferden und besten Bedingungen

Foto: Erfolgreiches Wochenende für Carolin Locklair (RV Rehagen-Hamburg e.V.) und ihren Holsteiner Wallach Consus beim Dressurfestival Hof Norwegen: Das Paar siegte im Grand Prix und auch in der Grand Prix Kür - Fotograf: RathmannVerlag/Malina Blunck)

Foto: Erfolgreiches Wochenende für Carolin Locklair (RV Rehagen-Hamburg e.V.) und ihren Holsteiner Wallach Consus beim Dressurfestival Hof Norwegen: Das Paar siegte im Grand Prix und auch in der Grand Prix Kür - Fotograf: RathmannVerlag/Malina Blunck)

­(Mohrkirch) Wenn Hitzerekorde vorausgesagt werden, macht sich die engagierte Veranstalterfamilie Waterhues für ihr Dressurfestival Hof Norwegen in Mohrkirch sofort Gedanken. Und so wird reagiert und der Zeitplan angepasst: Eine lange Mittagspause garantierte, dass Pferde und Reiter eine wohlverdiente Pause hatten. Aber um das Programm einzuhalten, hieß es für die Teilnehmer des renommierten Kuschel Cups: Früh aufstehen! Und so tanzte bereits morgens um 7 Uhr das erste von 19 Paaren ins Viereck von Mohrkirch – und lieferte wie fast alle Teilnehmerinnen feinste Leistungen ab. Zur Besten der dritten Etappe des Kuschel Cups avancierte Pauline Roskothen (RuFV Großenwiehe e.V.). Für sie und ihre Oldenburger Stute Daydream v. Dante Weltino, mit der sie schon im vergangenen Jahr im Finale gestartet ist, vergaben die Richter Stephano Enrico Blasi und Britta Thormählen eine glatte 8,0.

 

Letzte Aufgabe des Vortages war ein Grand Prix der Klasse S*** gegeben von der Firma Eichholz, vertreten durch das Ehepaar Kaupner, mit Unterstützung von Ecodots In dieser Prüfung stand Carolin Locklair (RV Rehagen-Hamburg e.V.) aus Mohrkirch vorne. Sie saß im Sattel ihres Holsteiners Consus. „Wir sind mittlerweile seit zehn Jahren ein Team. Er ist mein Herzenspferd und daran wird sich auch nie etwas ändern“, fand die Reiterin rührende Worte für ihren Sportpartner. „Hier zuhause die Drei-Sterne-Prüfung zu gewinnen, ist natürlich super.“ Am nächsten Tag brachte Platzregen Abkühlung und Turnierchef Waterhues war glücklich. „Jetzt beginnen wir mit den nächsten Aufgaben erst bei 23 Grad – für Pferde und Reiter also beste Bedingungen!“

 

Nächste Prüfung an diesem Samstag war der Preis der Hausarztpraxis am Siemsplatz Hamburg mit Unterstützung von Frau Jutta Koch. Die Bundeschampionatsqualifikation für fünfjährige Dressurpferde auf L-Niveau gewann Jeanne-Marleen Schwiebert (RFSch Kellinghusen u.U. e.V.). Die beeindruckende Wertnote 8,38 wurde bei der Reiterin und ihrem Oldenburger Wallach For Friends im Protokoll notiert. Und auch die nächste Prüfung wurde von der talentierten Sportlerin gewonnen. Im Preis der AX5 Architekten mit Unterstützung von Frau Carolin Thurner, Zuchtgemeinschaft Philipp Nagel-Tornau u. Martina Slawinski, einer Dressurprüfung der Klasse S***, belegte Jeanne-Marleen Schwiebert mit ihrem Hannoveraner Wallach Massimo erneut den ersten Platz mit 73,114 Prozent. „Massimo habe ich seit er vierjährig ist. Er ist mein Herzenspferd und wir beide wachsen immer mehr in dieses Niveau hinein“, war die Siegerin glücklich.

 

Die silberne Schleife ging an Leonie Ottmar (PSG Flensburg-Land e.V.) mit ihrem erst neunjährigen Rheinländer Egon (71,842 Prozent) und knapp dahinter folgte Franziska Haase (RuFV Wedel v. 1923 e.V.) mit ihrem bewährten Hannoveraner Wallach Livorno (70,526 Prozent) auf dem dritten Rang.

 

Was folgte, war ein emotionaler Veranstaltungshöhepunkt: Niklas Müller, einstiger Auszubildender und langjähriger Angestellter im Stall Waterhues erhielt sein Goldenes Reitabzeichen: Die bewegende Laudatio hielt Sören Nissen, guter Freund und Vorsitzender des Reiterbundes Nordmark, sowie seine größten Unterstützer: seine Eltern und Familie Waterhues. Über 60 Begleiter und Kollegen aus den eigenen Reihen säumten den Weg aufs Viereck, seine Eltern hatten eine Diashow seines reiterlichen Werdegangs vorbereitet, die Verleihung nahm er auf seinem Erfolgspferd Donna Carina entgegen – an seiner Seite die ganze Zeit seine Partnerin Morlin Jochimsen, ebenfalls Dressurreiterin und erfolgreich bis zur Klasse S.

 

Abschluss des Tages war der Preis der VR Bank Nord mit Unterstützung von Prof. h.c. Hans Joachim Schreiner. Die Grand Prix Kür dominierte ebenfalls Carolin Locklair mit ihrem Consus: „Ab 25 Grad aufwärts ist seine Wohlfühl-Temperatur. Er war konzentriert, hat gut mitgearbeitet. Wir genießen es hier zuhause an den Start zu gehen, ohne lange Fahrtzeiten. Es ist einfach traumhaft.“

 

Morgen ist der Abschlusstag des Dressurfestivals Hof Norwegen. Nicht weniger als vier S-Dressuren stehen dann auf dem Programm – ein Besuch lohnt sich!

 

PM

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