Eine der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Pferdeszene feiert am 28. Juni Geburtstag: Madeleine Winter-Schulze aus Mellendorf bei Hannover wird 85 Jahre alt.
„Im Namen von Pferdesport Deutschland gratuliere ich Madeleine Winter-Schulze von Herzen zu diesem besonderen Ehrentag. Sie gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten unseres Sports – als erfolgreiche Reiterin, als Züchterin, als Förderin und Mäzenin und vor allem als Mensch, der den Pferdesport mit außergewöhnlicher Leidenschaft, Weitblick und Großzügigkeit begleitet hat“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Pferdesport Deutschland Dr. Dennis Peiler.
Madeleine Winter-Schulze zählt zu den erfolgreichsten Spring- und Dressurreiterinnen der 60er bis 80er Jahre, kam in ihrer eigenen reitsportlichen Karriere auf mehr als 500 Siege. Unter anderem gewann die gebürtige Berlinerin zweimal das Deutsche Dressur Derby in Hamburg und wurde 1959 Deutsche Meisterin in der Dressur, 1969 und 1975 war sie Deutsche Meisterin im Springreiten.
Neben ihren sportlichen Erfolgen hat sich Madeleine Winter-Schulze auch ehrenamtlich in besonderer Weise eingebracht: Rund zwölf Jahre lang war sie Aktivensprecherin im Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). 1997 wurde sie ins Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gewählt und gehörte als Vertreterin des Spitzensports bis 2017 außerdem dem DOKR-Vorstand an.
Bis heute hat Madeleine Winter-Schulze als Förderin und Mäzenin herausragende Bedeutung für den Pferdesport. Besonders bekannt ist die enge, beinahe familiäre Verbindung von „Maddo“ zu Isabell Werth und Ludger Beerbaum, die sie seit mehr als einem Vierteljahrhundert durch den Ankauf und die Bereitstellung von Spitzenpferden unterstützt. Darüber hinaus profitieren zahlreiche weitere Reiterinnen und Reiter von ihrem Engagement und ihrer Begeisterung für den Pferdesport. Als Gründungsstifterin der Stiftung Deutscher Pferdesport setzt sie sich zudem dafür ein, talentierte Spitzen-Nachwuchsreiter auf ihrem Weg nach ganz oben zu fördern.
Dr. Peiler: „Madeleine Winter-Schulzes Engagement ist in seiner Beständigkeit und Tiefe nahezu einmalig. Hinter zahlreichen Medaillenerfolgen, großen sportlichen Momenten und persönlichen Karrieren steht auch ihre Unterstützung, ihr Vertrauen und ihre Begeisterung für Pferde und Menschen. Menschen wie sie sind ein großes Geschenk für unseren Sport. Sie machen vieles möglich, was ohne sie nicht denkbar wäre - weit über einzelne Erfolge hinaus.“
Für ihre Verdienste im Pferdesport wurde Madeleine Winter-Schulze vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Meteor-Preis, dem Reiter-Forum Award und dem Ehren-Award der Fachzeitschrift St. Georg. 2018 erhielt sie die Ehrengabe des Landessportbunds Niedersachsen – die höchste Auszeichnung für Personen, die keine Funktion in der Sportorganisation ausüben. Erstmals im vergangenen Jahr wurde außerdem bei der Hannoveraner Hengstkörung der Madeleine Winter-Schulze-Preis vergeben. Mit diesem werden Hannoveraner Züchter geehrt, deren Sportpferde in der zurückliegenden Turniersaison besonders erfolgreich waren.
Pferdesport Deutschland ehrte Madeleine Winter-Schulze bereits 2017 mit ihrer höchsten Auszeichnung: dem Deutschen Reiterkreuz in Gold mit Brillanten. Diese Ehre war zuvor nur Dressurreiterin Liselott Rheinberger, geborene Linsenhoff, sowie dem ehemaligen FN-Präsidenten Dieter Graf Landsberg-Velen zuteilgeworden.
Madeleine Winter-Schulzes Engagement reicht weit über den Pferdesport hinaus: Sie unterstützt zahlreiche karitative Organisationen und Projekte. 2015 gründete sie die nach ihrem Vater Eduard Winter benannte Kinderstiftung Berlin. Die Stiftung fördert gemeinnützige Projekte für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche aus Berlin und Brandenburg, insbesondere in den Bereichen Soziales, Medizin und Bildung. Für ihr außerordentliches ehrenamtliches und soziales Engagement wurde ihr im April 2006 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Pferdesport Deutschland/Hb
Pferd & Mensch, das Magazin für Pferdesport Deutschland (damals noch PM-Forum) hat Madeleine Winter-Schulze vor einigen Jahren ein ausführliches Porträt gewidmet.





























