Pferdesport Deutschland kritisiert Reutlinger Pferdesteuer-Beschluss

Verband ruft zur Unterstützung der Online-Petition gegen die Einführung der Steuer auf

 

Der Reutlinger Gemeinderat hat am 26. März 2026 überraschend die Einführung einer Pferdesteuer beschlossen. Die Entscheidung sorgt in der Region und bundesweit für erhebliche Irritation und massiven Protest. Verbände wie der Landespferdesportverband Baden-Württemberg, der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg, die Arbeitsgemeinschaft Deutsches Sportpferd, der Landesbauernverband Baden-Württemberg sowie Pferdesport Deutschland kritisieren die Entscheidung scharf und warnen vor den weitreichenden Folgen für Pferdehalter, Zuchtbetriebe und den Pferdesport als Kulturgut.

 

Bereits kurz nach Bekanntwerden des Beschlusses wurde eine Online-Petition gestartet, die sich gegen die Einführung der Steuer richtet. Sie ist unter folgendem Link erreichbar: https://innn.it/reutlingen-darf-keine-pferdest

 

„Wir werden weiterhin alles daransetzen, die Pferdesteuer in Reutlingen abzuwenden“, erklärt Thomas Ungruhe, Leiter des Teams Pferdesportentwicklung. Der Verband arbeitet gemeinsam mit engagierten Reitern, Pferdehaltern und Züchtern und weiteren Verbänden seit vielen Jahren erfolgreich gegen Versuche, die Pferdesteuer bundesweit einzuführen. Von mehr als 500 deutschen Kommunen, die in den vergangenen Jahren darüber diskutiert haben, haben letztlich nur drei hessische Gemeinden die Steuer beschlossen. Tatsächlich erhoben wird die Steuer allerdings nur in einer Gemeinde, in Schlangenbad.

 

Breiter Widerstand gegen ein falsches Signal

Pferdesport Deutschland betont, dass die Einführung der Steuer in Reutlingen bundesweit Signalwirkung hätte. Daher sei die breite Unterstützung aus der gesamten Pferdesport-Community sowie der Landwirtschaft entscheidend. Viele regionale Betriebe befürchten negative wirtschaftliche Effekte, etwa durch sinkende Einstellerzahlen oder der wirtschaftliche Ruin der örtlichen Pferdebetriebe.

 

Unterzeichnung der Petition für alle möglich

Die Petition kann von jeder Person unterschrieben werden, unabhängig von Wohnort oder Besitz eines eigenen Pferdes. Hintergrund sind die Regeln von Online-Petitionsplattformen wie innn.it oder OpenPetition:

 

  • Keine Wohnortbeschränkung: Eine bundesweite Teilnahme ist ausdrücklich erwünscht.
  • Offen für alle Interessierten: Reiter, Pferdehalter, Züchter, landwirtschaftliche Betriebe und unterstützende Bürger können unterzeichnen.
  • Einfache Teilnahme: Erforderlich sind lediglich Name und gültige E-Mail-Adresse.

 

Rechtlich bindend ist eine Online-Petition zwar nicht, dennoch entfaltet sie starken öffentlichen und politischen Druck. Formelle Petitionen an den Gemeinderat haben nach der baden-württembergischen Kommunalverfassung ein höheres Gewicht, müssen aber von Einwohnern der Gemeinde eingereicht werden.

 

Pferdesport Deutschland ruft zur Unterstützung auf

Der Verband appelliert an alle Pferdesportfreunde und Unterstützer des ländlichen Raums, die Petition zu unterzeichnen und damit ein klares Zeichen zu setzen. Jede Stimme trägt dazu bei, die gesellschaftliche Bedeutung des Pferdesports und der Pferdehaltung sichtbar zu machen.
Jeder Pferdesportler, Pferdehalter und Züchter, der ähnliche Diskussionen in seiner Gemeinde befürchtet, kann sich jederzeit an Pferdesport Deutschland oder die jeweiligen Landespferdesportverbände wenden.

 

Pferdesport Deutschland/Bo

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