Foto: Von links: Die drei Erstplatzierten im Finale Nord der Derby Stars von Morgen: Friederike Tebbel mit Serious, Elisabeth von Wulffen mit Triple A und Bianca Nowag-Aulenbrock mit Vaida-Girl.
Friederike Tebbel gewinnt mit Serious das Finale Nord bei den Derby Stars von Morgen
Elisabeth von Wulffen und Bianca Nowag-Aulenbrock komplettieren das Podium
Viel Lob für die Dressurserie für junge Pferde und junge Aktive
Gäbe es nicht die Serie „Derby Stars von Morgen“, sie müsste dringend erfunden werden. Das war die einhellige Meinung von Aktiven, Richtern und auch des Kommentators Christoph Hess am frühen Sonntagmorgen beim AGRAVIS-Cup in Oldenburg. Der renommierte Ausbilder und internationale Dressurrichter hatte nur lobende Worte für die Serie übrig, bei der entweder das Pferd (unter zwölf Jahren und nicht Grand-Prix platziert) oder aber Reiterin bzw. Reiter (unter 25) das Kriterium „jung“ erfüllen. „Es gibt nichts Idealeres, um in den Großen Sport zu kommen. Das gilt für Pferde wie Aktive gleichermaßen.“
Und das Finale Nord (Klasse S*** mit Piaffe und Passage) beim AGRAVIS-Cup in Oldenburg bewertete Hess als „sehr wertvoll“. Das Finale Süd veranstaltete AGRAVIS im Übrigen auf Gut Ising am Chiemsee mit ähnlich großem Sport.
Siegerin in Oldenburg wurde Friederike Tebbel (RV Tangstedt) auf dem zehnjährigen Wallach Serious. Beide kamen als erstes Starterpaar auf 73,768 Prozent und hatten damit die Konkurrenz bereits gewonnen. Das wussten sie natürlich noch nicht; aber die sehr positive Bewertung von Hess ließ bereits ahnen, dass eine Topplatzierung erreicht würde. Tebbel: „Es lief einfach spitzenmäßig. Wir sind top-zufrieden. Auf Sicht möchte ich auch mal international reiten.“
Das Podium in Oldenburg komplettierten Elisabeth von Wulffen mit Triple A (72,023 Prozent) und Bianca Nowag-Aulenbrock mit Vaida-Girl (71,279 Prozent), beide vom Reit- und Fahrverein Ostbevern. Als „Lektions-Taxi“ bezeichnete Hess den 14-jährigen Wallach Triple A, der nichts anbrennen lässt und immer einen guten Job machen will. „Schöne Übergänge, sichere Wechsel und eine gute Reiterin.“ Diese Mischung kann nur nach oben führen, „außerdem wirst du von Bianca toll betreut.“ So toll, dass sie ihre Mentorin in Oldenburg sogar hinter sich lassen konnte. Beide haben damit kein Problem, wollen das mit einem Aperol feiern.
Elisabeth von Wulffen: „Ich bin unheimlich zufrieden. Auch wenn das Pferd ein bisschen aufgeregt war. Es ist ein absolutes Geschenk für mich, dieses Pferd zu haben. Ich bin super happy mit unserer Leistung.“ Bianca Nowag-Aulenbrock machte sich stellvertretend für alle Finalistinnen und Finalisten zur Sprecherin: „Vielen, vielen Dank für diese Serie. Wir haben hier zwölf unheimlich tolle Paare im Finale erlebt, um die uns andere Nationen beneiden würden. Eine irre Möglichkeit, in diesen Sport hineinzuwachsen.“
Sie selbst hatte nach ihrem Ritt sowohl Selbstkritik als auch ein glückliches Gefühl parat. „Talent ist da, es fehlt noch ein bisschen Kraft. Es ist manchmal schwierig, den passenden Punkt zu treffen. Aber es war für mein Pferd der erste Kurz-Grand-Prix, entsprechend happy darf ich sein.“ Hess hatte ein lockeres Pferd gesehen, das energisch und mit Feingefühl geritten worden war. „Alle Touren gelungen, bei den Piaffen darf das Pferd noch mehr Eigendynamik entwickeln. Insgesamt eine tolle Vorstellung, da brannte nichts an. Pferd und Reiterin in absoluter Harmonie.“
Olaf Krause, Geschäftsführer der Equovis GmbH, gilt als einer der Erfinder dieser Serie. „Bei einem Frühstück in Bettenrode gemeinsam mit Christoph Hess haben wir darüber gesprochen, wie wir eine bessere Klaviatur für den Bundestrainer schaffen können. Wir wollten eine Brücke bauen für den Nachwuchs.“ Das Ziel: „Den Modus attraktiv gestalten, Werbung für den Sport betreiben, mit zwei Finals den Pferden gerecht werden. Insgesamt möchten wir zeigen, dass Dressurreiten den Pferden guttut.“ Das spricht für eine große Zukunft für die Derby Stars von Morgen.
PM





























