Doppelt hält besser: Mario Stevens triumphiert erneut in Oldenburg

Foto: Mario Stevens mit der zwölfjährigen Carrie: Dieses Paar entschied den Großen Preis von Oldenburg in einem spannenden Stechen für sich

Foto: Mario Stevens mit der zwölfjährigen Carrie: Dieses Paar entschied den Großen Preis von Oldenburg in einem spannenden Stechen für sich

Spannendes Stechen krönt das sportliche Finale des AGRAVIS-Cups
Nach dem Championat gewinnt der Lastruper auch den Großen Preis

 

Das Double ist perfekt, der „Nimmersatt“ hat wieder zugeschlagen. Nach seinem Sieg beim Championat am Samstag auf Starissa sicherte sich Mario Stevens (RuFV Lastrup) mit Carrie am Sonntag auch den Großen Preis von Oldenburg. Er hatte es am Samstag bereits angedeutet, als er davon sprach, dass er zum Glück mehrere Pferde auf hohem Niveau in seinem Stall hat. „Vielleicht macht es Carrie der Starissa ja nach.“ Genauso war es. Und eines ist ganz klar: In seinem zweiten Wohnzimmer fühlt sich der Mann aus Deutschlands Norden ganz offensichtlich pudelwohl. Immerhin sicherte er sich am Sonntag zum sechsten Mal den Großen Preis von Oldenburg, zum zweiten Mal auf Carrie.

 

Es war das große Finale vom AGRAVIS-Cup in Oldenburg und ging um den Preis der AGRAVIS und der regionalen Raiffeisen-Genossenschaften. Es war eine Springprüfung der Kl. S**** mit Stechen, es bewarben sich 35 Paare um den Sieg. Dass es erneut einen fairen Parcours gab, der am Ende sieben Paare ins Stechen selektierte, sei vor allem ein Verdienst des guten Parcoursbauers. Das betonte Oliver Schulze Brüning, der dem Turnier als Sportlicher Leiter erneut eine gute Note gab und für das kommende Jahr allenfalls Nuancen an Veränderungen andeutete. Mario Stevens: „Diese Turniere sind ganz, ganz wichtig. Bitte macht alles, damit das immer so weitergeht.“ Seinen Dank richtete er an Veranstalter, Sponsoren und alle Helferinnen und Helfer, denen er aus Reitersicht abermals einen tollen Job bescheinigte.

 

Was das Sportliche betrifft, da war Stevens beim Ausritt nach seinem fehlerfreien Stechen in 35,05 Sekunden keinesfalls sicher, dass das reichen würde. „Das lag an meinem Vereinskameraden, der noch nach mir kam. Von ihm weiß ich, dass er schnell ist. Und sein Pferd ist mit seinen acht Jahren schon verdammt weit.“ Gemeint waren Maximilian Lill mit Cord Carte. Und diese beiden waren es auch, die als allerletzte Starter das Ergebnis fast noch gedreht hätten. Die Weser-Ems-Halle auf den Kopf gestellt haben sie auf jeden Fall. Die Uhr blieb bei 35,39 Sekunden stehen, einen Hauch zu spät gegenüber Stevens. „Trotzdem bin ich super stolz, was uns da gelungen ist. Zuerst wollte ich Marios Zeit nicht mehr angreifen, dann hat mich aber doch noch der Ehrgeiz gepackt.“

 

Fast sprachlos, in jedem Fall superglücklich, die Dritte im Bunde. Emilie Pieper (RV Hellefeld) mit Viva war auch im Stechen fehlerfrei geblieben, hatte mit 36,14 Sekunden nur ein ganz kleines bisschen Verspätung. „Für mich ist das alles ein Traum. Ich war noch nie hier, und dann erreiche ich direkt den dritten Platz im Großen Preis.“ Und das vor den Geschwistern Mylene (jetzt Nagel) und Mynou Diederichsmeier, die im Stechen jeweils einen Abwurf hatten.

 

Bereits zum fünften Mal ist die AGRAVIS Veranstalter dieses Turniers in Oldenburg. Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Köckler liefert die Begründung, woher der Antrieb für sein Unternehmen kommt: „Ganz viel Heimat, ein bisschen Stolz und viele gute Mitarbeitende. Wir erleben gut gefüllte Ränge, die Zeitpläne werden eingehalten, die Reiterinnen und Reiter sind pünktlich.“ Reiten und der ländliche Raum, „das passt einfach alles hier rein. Berlin hat die Gen Z, Oldenburg den AGRAVIS-Cup.“ Den Vergleich mit Münster zieht er gerne; „Wir generieren den Geist des Reitsports gleichermaßen wie in Münster.“

 

PM

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