Oldenburg: Stevens sechster Sieg im Großen Preis

Maximilian Lill Zweiter vor der Debütantin Emelie Pieper

Die Oldenburger Weser-Ems Halle ist einfach sein Wohnzimmer: Zum nunmehr sechsten Mal hat Mario Stevens hier den Großen Preis gewonnen und noch andere wichtige Siege und Platzierungen eingeheimst. In diesem Jahr war die Oldenburger Stute Carrie seine Partnerin. Im sieben Paare umfassenden Stechen sicherte sich Maximilian Lill mit dem Westfalen Cord Carte den zweiten Platz, Dritte wurde die 26-jährige Emelie Pieper mit der Mecklenburger Stute Viva.

 

Wenn Mario Stevens in Oldenburg beim Agravis Cup an den Start geht, hat die Konkurrenz meist wenig zu lachen. Nach Platz drei in der ersten Qualifikation für den Großen Preis mit Carrie v. Christian sprang der 44-Jährige in der zweiten Quali, dem Championat von Oldenburg, mit seinem Hannoveraner Starissa v. Stakkato Gold zum Sieg. Und auch bei dem wichtigsten Springen des Turniers ließ der Mann aus Molbergen nichts anbrennen. Wiederum mit der zwölfjährigen Carrie am Start, sauste Stevens in 35,05 Sekunden über die Ziellinie des 1,55 Meter-Springens. Er war zunächst skeptisch, ob diese Zeit reichen würde, denn ihm saß sein Vereinskamerad Maximilian Lill (beide RuFV Lastrup) im Nacken. „Von ihm weiß ich ja, dass er schnell ist, und sein Pferd ist mit seinen acht Jahren schon verdammt weit“, sagte Stevens. Lill und sein westfälischer Cord Carte, Sohn des A la Carte NRW, konnten als letztes Paar im Stechen Stevens Zeit nicht unterbieten (0/35,39). „Trotzdem bin ich super stolz, was uns da gelungen ist. Zuerst wollte ich Marios Zeit nicht mehr angreifen, dann hat mich aber doch noch der Ehrgeiz gepackt“, erklärte der 32-Jährige. Ihr erster Auftritt beim Oldenburger Agravis Cup führte auf einen Podestplatz: Die 26-jährige Emelie Pieper belegte im Sattel der Mecklenburger Stute Viva v. Van Halen den dritten Platz. Das Paar kam ebenso fehlerfrei in 36,14 Sekunden ins Ziel. Emelie schwärmte: „Für mich ist das alles ein Traum. Ich war noch nie hier, und dann erreiche ich direkt den dritten Platz im Großen Preis.“ Die weiteren vier Stechteilnehmer hatten vier bzw. acht Fehlerpunkte auf ihrem Konto.Der Oldenburger Agravis Cup mit seinem reichhaltigen Angebot an Spring- und Dressurprüfungen ist ein rein nationales Turnier, vergleichbar mit dem namensgleichen Pendant in der Halle Münsterland. Wie bedeutsam solche Veranstaltungen für den deutschen Pferdesport sind, betonte Mario Stevens: „Diese Turniere sind ganz, ganz wichtig. Bitte macht alles, damit das immer so weitergeht.“ Auch der sportliche Leiter des Turniers, Oliver Schulze Brüning, zog ein rundum positives Fazit der fünften Auflage des Oldenburger Agravis Cups. Pferdesport Deutschland / hen

 

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