FRIEDRICHSKOOG CLASSICS - Große Resonanz auf die Friedrichskoog Classics 2026

Foto: Thore Stieper und Criminal Blue bleiben auf Erfolgskurs: Das Erfolgsduo aus Hohenaspe gewann vergangene Woche bei den Ladelunder Springtagen und setzte seine Siegesserie nun mit einem weiteren Erfolg im S-Springen der Friedrichskoog Classics fort - Fotograf: Photo Rocket

Foto: Thore Stieper und Criminal Blue bleiben auf Erfolgskurs: Das Erfolgsduo aus Hohenaspe gewann vergangene Woche bei den Ladelunder Springtagen und setzte seine Siegesserie nun mit einem weiteren Erfolg im S-Springen der Friedrichskoog Classics fort - Fotograf: Photo Rocket

(Friedrichskoog) Mit einer beeindruckenden Startbereitschaftsquote von 92 Prozent ist das erste Turnierwochenende der vierten Friedrichskoog Classics erfolgreich zu Ende gegangen. Für das Organisationsteam um Björn Nagel und Tim Thiel ist diese Zahl weit mehr als eine Statistik: Sie gilt als deutliches Zeichen für die Zufriedenheit der Teilnehmer und als Bestätigung des Veranstaltungskonzepts. Eine derart hohe Quote ist im Turniersport alles andere als selbstverständlich und unterstreicht den ausgezeichneten Ruf, den sich die Friedrichskoog Classics in den vergangenen vier Jahren erarbeitet haben. Hervorragende Bedingungen für Pferd und Reiter, familiäre Gastfreundschaft und eine bis ins Detail durchdachte Organisation sorgen dafür, dass das Reitsportfestival am Meer bei den Teilnehmern längst einen festen Platz im Turnierkalender einnimmt.

 

Nach dem Dressurauftakt am Donnerstag gehörte der Ebbe-Flut-Platz am zweiten Veranstaltungstag den Springreitern. Am frühen Freitagmorgen eröffneten die Springpferdeprüfungen der Klassen A* und A** den Turniertag, bevor die Anforderungen im Parcours von Prüfung zu Prüfung kontinuierlich zunahmen. Nach insgesamt sieben Springprüfungen für junge Pferde war es schließlich die 20-jährige Tomma Thiesen vom Fehmarnschen Ringreiterverein e.V., die mit einem Doppelsieg den Tag beendete. Die talentierte Reiterin aus dem Team von Hinerk Köhlbrandt gewann zunächst die Youngster-Springprüfung der Klasse M** mit ihrem achtjährigen Holsteiner Wallach Chapeau v. Casall. Wenig später legte sie nach und entschied auch die abschließende Springprüfung der Klasse S über 1,40 Meter für Youngster, gesponsert durch die Firma F. A. Kühl, mit dem OS-Wallach Manuel von der Söhr v. Manchester van’t Paradijs für sich. Platz zwei belegte Jesse Luther vom RFV An der Talmühle-Havekost e.V. mit der Holsteiner Stute Millicent v. Million Dollar, Rang drei ging erneut an Tomma Thiesen mit Chapeau. Die junge Amazone zählt in Schleswig-Holstein und über die Landesgrenze hinaus längst zu den vielversprechendsten Nachwuchsreiterinnen im Parcours. Mit ihrem Doppelsieg in Friedrichskoog knüpfte sie nahtlos an ihre erfolgreiche Saison an. Für die optimalen Voraussetzungen zur Förderung junger Pferde und die attraktiven Youngster-Prüfungen nahm sie die rund 200 Kilometer lange Anreise von der Ostsee an die Nordsee gerne auf sich.

 

Von allen Reitern geschätzt

 

Tomma Thiesen war längst nicht die Einzige, die den Weg nach Friedrichskoog fand. Auch zahlreiche weitere Reiter aus Schleswig-Holstein und darüber hinaus zog es an die Nordseeküste in den Kreis Dithmarschen auf die Anlage von Björn Nagel. Am Samstag starteten über 40 Amateure auf A-Niveau in den dritten Turniertag. Im anschließenden L-Springen waren es sogar über 60 Pferd-Reiter-Paare. Auch die Nachwuchsförderung spielt beim Reitsportfestival am Meer eine wichtige Rolle: Im Kuschel Cup, einer Stilspringprüfung der Klasse L, ging es für die jungen Athleten um begehrte Tickets für das große Finale bei den VR Classics in den Holstenhallen von Neumünster. Die von Alexander Kuschel initiierte Serie macht dabei auch an der Westküste Station und bietet dem Springsportnachwuchs eine attraktive Plattform. Dass die Friedrichskoog Classics bei den Teilnehmern seit Jahren einen ausgezeichneten Ruf genießen, zeigte sich einmal mehr in den zahlreichen positiven Rückmeldungen. „Ich komme sehr gerne nach Friedrichskoog. Es ist ein sehr familiäres Turnier mit einer tollen Atmosphäre – von Reitern für Reiter gemacht. Hier wird wirklich an alles gedacht, bis ins kleinste Detail. Man kann viele verschiedene Pferde mitbringen, junge Pferde aufbauen und erfahrenen Pferden wertvolle Routine geben. Das gefällt mir hier am meisten.“ Mit diesen Worten brachte Clemens Drabsch vom Stall Moorhof in Wedel auf den Punkt, was viele Reiter an den Friedrichskoog Classics besonders schätzen. So auch der 21-jährige Thore Stieper (RV Breitenburg e.V.) aus Hohenaspe, der sich in der Punktespringprüfung der Klasse S* gegen das 35-köpfige Starterfeld durchsetzte. Mit seiner neunjährigen Holsteiner Stute Criminal Blue v. Plot Blue, gezogen von seinem Großvater Reimer Hedt und im Besitz seines Bruders Finn, sicherte er sich in 56,33 Sekunden den Sieg und somit den Ehrenpreis gegeben vom Team Nagel. Für das Paar war es bereits der nächste Erfolg einer beeindruckenden Serie. Erst am vergangenen Wochenende gewann Stieper mit seiner selbst ausgebildeten Stute beide S-Springen am Finaltag der Ladelunder Springtage und setzte seinen Erfolgskurs nun in Friedrichskoog eindrucksvoll fort. Platz zwei belegte der gebürtige Däne Philip Loven (RV Concordia a.d. Miele e.V.) mit La Million N v. Million Dollar, Rang drei ging an Laura Jane Hackbarth (RV St. Peter-Ording e.V.) mit Clash CHB v. Clinton I.

 

Am Sonntag übernahmen dann wieder die Dressurreiter das Geschehen. Während am Vormittag Dressurprüfungen ab der Klasse E sowie Wettbewerbe für den jüngsten Reiternachwuchs auf dem Programm standen, bildete am frühen Abend die Dressurprüfung der Klasse M** auf Kandare den sportlichen Abschluss eines rundum gelungenen ersten Turnierwochenendes. Unter den 23 gestarteten Paaren im Viereck setzte sich Pia Koppelmann (RFV Lutzhorn e.V.) mit Divine Zero v. Dresscode AT durch und gewann vor Katja Bulgrin (RG zur Achtruper Mühle e.V.) mit der Holsteiner Stute Quivella v. Quiwi Dream und Julia Teske (RuFV Obere rlau Sitz Behrendorf) mit First Feeling E v. For Romance I. 

 

„Klein Aachen von Dithmarschen“
Auch Bernd Thaden, Bürgermeister der Gemeinde Friedrichskoog, ließ es sich nicht nehmen, beim ersten Turnierwochenende vorbeizuschauen und bei der Siegerehrung der Punktespringprüfung der Klasse S* zu gratulieren. Dabei sprach er der Familie Nagel, dem Organisationsteam sowie dem Turnier- und Pferdesportförderung Friedrichskoog e.V. seinen Dank für das große Engagement aus und würdigte die Bedeutung der Veranstaltung für die Region: „Wir sind uns bewusst, dass der Reitsport in Dithmarschen etwas Besonderes ist und eine ganz große Bedeutung hat. Gerade aus Friedrichskoog sind viele Sportler hervorgegangen, die Weltniveau erreicht haben. Als ich heute hier auf das Turniergelände gekommen bin, habe ich gedacht: Das ist das ‚Klein Aachen von Dithmarschen‘. Mein Dank gilt der Familie Nagel und dem gesamten Organisationsteam, die diese Veranstaltung Jahr für Jahr möglich machen.“

 

Nach einer kurzen Pause geht es am Mittwoch, 5. August, in die zweite Turnierwoche. Erneut stehen zunächst Prüfungen für den Nachwuchs auf dem Programm, bevor an den folgenden Tagen die Spring- und Dressurprüfungen bis zur schweren Klasse den sportlichen Rahmen bilden. Mit dem Großen Preis von Friedrichskoog über 1,45 Meter am Samstagabend sowie der Dressurprüfung der Klasse S** am Sonntag warten gleich zwei sportliche Höhepunkte auf alle Reitsportbegeisterten. Der Eintritt ist an allen Turniertagen frei. Zwischen Nordseeluft, familiärer Atmosphäre und hochklassigem Pferdesport lädt das Reitsportfestival am Meer auch am kommenden Wochenende zum Verweilen ein.

 

PM

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