Krusenhagen - Die vier bis sieben Jahre alten Pferde haben die Ostsee Trophy auf dem Hof Redentin in Krusenhagen eröffnet. Fünf Springpferdeprüfungen von Kl. A* bis M* markieren den ersten Turniertag und wurden fleissig genutzt in Mecklenburg-Vorpommern. Und es waren lauter Frauen im Sattel, die am Ende ganz vorne standen mit den ihnen anvertrauten Jungtalenten: Christian Wascher (Redefin), Hela Heiden (Alt-Sammit) und Lea Morgenroth (Krummesse). Aus ganz M-V, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt kamen die Gäste angereist, denn Springpferdeprüfungen sind essentieller Bestandteil der Pferdeausbildung und gute Plätze sind begehrte Ziele.
Der Springpferdetag zählt zu den nationalen Prüfungen. International mit Gästen aus mehr als zehn Nationen wird es ab Donnerstag. Dann erlebt die Ostsee Trophy gewissermaßen eine Premiere auf europäischem Parkett. Christin Wascher, die mit ihrem Quincy schon längst internationalen Bekanntheitsgrad hat, pilotierte auf dem Hof Redentin eine junge Westfalenstute zum ersten Tagessieg. Karla heißt die sieben Jahre alte Tochter des Karajan, deren Vorstellung mit der Note 8,7 bewertet wurde. Knapp dahinter: der Ausbildungsroutinier Thomas Kleis (Gadebusch) mit einem fünf Jahre alten Pferd aus eigener Zucht und Besitz. Questorado TK (8,6) heißt der westfälische Hengst von Grandorado TN, dem international erfolgreichen Springpferd des Niederländers Willem Greve. Kleis heimste mit der Holsteiner Stute Halinka auch noch Platz vier ein.
Kleis und Questrorado TK hatten sich bereits in der Springpferdeprüfung Kl. A** mit der Note 8,6 einen zweiten Platz gesichert hinter Leo Morgenroth und Checkbook Plus (8,8), die aus dem schleswig-holsteinischen Krummesse die Ostsee Trophy angesteuert haben. Für die Reiterinnen und Reiter aus dem Nachbarland ist die Trophy bei Wismar ein durchaus begehrtes Ziel. Begonnen hatte der Tag mit einer Gewöhnungs-Springprüfung im Clear-Round-Modus. Das bedeutet, dass alle fehlerfreien Runden gleich platziert werden, gefolgt von jenen mit Springfehlern und dieses Format gilt in erster Linie den Pferden - praktisch ein Warm-Up im vollständigen Parcours. Als erste Ostsee Trophy-Siegerin 2026 hatte sich in der Springpferdeprüfung Kl. A* Hela Heiden (RFV Alt-Sammit) mit dem sechs Jahre alten Aquila Hope empfohlen. Der Wallach stammt aus der Zucht von Ute Keller und ist ein Nachkomme des Aganix du Seigneur.
Und während die ersten Schleifen und Ehrenpreise längst verteilt sind, hat Turnierleiterin Kathrin Wiedmer gut zu tun - nur eher nicht nahe des Parcours. “Ich krieg vom Sport wirklich nix mit”, so Wiedmer unumwunden, “denn die ersten internationalen Teilnehmer reisen schon an und überhaupt ist dauernd irgendwas zu organisieren und zu regeln.” Und das geht auch noch weiter so, denn auch am Mittwoch und Donnerstag werden noch Pferdetransporter aus ganz Europa auf dem Hof Redentin erwartet.
Ergebnisübersicht Ostsee Trophy
24 Springpferdeprf. Kl. A* (90cm), Preis der KfZ-Service und Landmaschinen Leon Hiller
1. Hela Heiden (RFV Alt-Sammit) auf Aquila Hope Note 8,4
2. Meike Jalas (RG Böbs) auf Crackoretto 8,2
3. Meike Jalas (RG Böbs) auf Na Nu S3 8,1
4. Christin Wascher (Redefin) auf Haymitch 8,0
4. Sandra Penndorf (PSC Heidekrug) auf For Lasino 8,0
4. Lara Stolzenburg (ATZ Handorf) auf Grenzhoehes Ottifant 8,0
25 Springpferdeprf. Kl. A** (100 cm), Preis des Weingut Johler
1. Lea Morgenroth (RSV Krummesse) auf Checkbook Plus 8,8
2. Thomas Kleis (Gadebusch) auf Questorado TK 8,6
3. Hela Heiden (RFV Alt Sammit) auf Aquila Hope 8,5
4. Timo Evers (RV Badendorf) auf Renegade b 8,3
5. Emma Luise Paul (Redefin) auf Nessa 8,2
6. Christin Wascher (Redefin) auf Haymitch 8,1
26 Springpferdeprf. Kl. L (110 cm), Preis des Reitstall Steffen Krehl
1. Christin Wascher (Redefin) auf Karla 8,7
2. Thomas Kleis (Gadebusch) auf Questrorado TK 8,6
3. Sandy Noack (RC Anhalt-Dessau) auf Golden Marry 8,5
4. Thomas Kleis (Gadebusch) auf Halinka 8,4
5. Helena Mörke (RSV Dersekow) auf Chaitleen 8,2
6. Constanze Voigt (RFV HLG Neustadt) auf Caius 8,0
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