WM Verden: Starker Auftakt für deutsche Pferdezucht

Sechs deutsche Pferde auf Anhieb fürs Finale der sechsjährigen Pferde qualifiziert

Ein Highlight für Züchter und Dressurreiter gleichermaßen sind die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Verden. Den Anfang machte am Mittwoch traditionsgemäß die Qualifikationsprüfung der sechsjährigen Pferde. Hierbei konnten sich sechs der acht Pferde des deutschen Kontingents auf Anhieb für das Finale am Samstag empfehlen. Am besten schnitten der im Gestüt Sprehe aufgestellte Hannoveraner Sir Gribaldi mit Beatrice Arturi und der westfälische Hengst V-Power, vorgestellt von Isabell Werth, ab.

 

Als einer der ersten Starter Bereits ging der kraftstrotzende V-Power (Z.: Bernd Goeke, B.: Helgstrand Dressage A/S / A. Helgstrand)  an den Start . Er machte seinem Namen im Viereck alle Ehre. Mit der achtfachen Olympiasiegerin Isabell Werth im Sattel setzte er sich insbesondere im Galopp (9,7) und Trab (9,5) in Szene. Insgesamt gab es für ihn 88,2 Prozent. Mit diesem Ergebnis sollte er nicht der Einzige bleiben, denn auf dieses Endergebnis kam später auch Sir Gribaldi (v. Secret – All Inclusive). Der von der Zuchtgemeinschaft Aronis und Janßen gezogene Rapphengst überzeugte die Richter Kurt Christensen, Monique Peutz-Vegter, Juan Carlos Campos Escribana und William Warren mit drei gleichmäßig guten Grundgangarten (Trab 8,6, Schritt 8,7, Galopp 8,9). Bei Punktegleichheit auf den ersten drei Plätzen entscheidet laut Reglement das bessere Ergebnis aus Rittigkeit und Perspektive, so dass in diesem Fall (9,0 und 8,9 zu 8,8 und 8,9) Sir Gribaldi auf dem dritten, V-Power auf dem vierten Platz landete..

 

Faustino G und Dizzy vorneDenn zwei Pferde schnitten besser als als Sir Gribaldi und V-Power: Der Sieg ging an den Vorjahres-Vierten bei den Fünfjährigen. Faustino G v. Farrell - Sezuan erhielt von den Richtern gleich vier Mal Noten über 9,0 und schloss die Qualifikation mit 92,6 Prozent. Als vorletzter Starter eroberte sich dann noch die Fuchsstute Dizzy v. Donkey Boy – Zack mit ihrer Reiterin Merita Hagren und 89,2 Prozent Platz zwei. Bei stammen aus dänischer Zucht.

 

Vorjahressiegerin Viva Diamond OLD auf Platz fünfMit sechs Pferden in den Top 12 dominierte allerdings die deutsche Pferdezucht die Qualifikation der Sechsjährigen. Hinter den ersten vier schloss sich die Vorjahres-Weltmeisterin der Fünfjährigen, Viva Diamond OLD v. Vitalis – Don Diamond (Z.: Zuchthof Alberding, B.: 360° Sportpferde) auf Platz fünf an. Vorgestellt von Linda Weiß überzeugte auch sie mit gleichmäßig guten Noten: 87,2 Prozent.

 

Weitere Finalisten Auf Platz sieben folgt eine weitere Stute aus westfälischer Zucht. True Love WS v. Toto Jr. – Self made, gezogen von Elena Starr und im Besitz der Westphalian Stables. Sie erhielt für ihren Auftritt mit Sabrina Geßmann im Sattel glatte 86,0 Prozent. Einen guten Einstand gab auch der Hannoveraner Hengst Lindenberg v. Libertad – Destano (Z.: ZG Sabine und Hans Heinrich Maak, B.: Annelie Brunckhorst und Dr. Frederic Bünger). Als allererste Starter erhielten der Bundeschampion von 2024 und sein Reiter Jacob Schenk 84,6 Prozent – Platz acht.

 

Ebenfalls auf Anhieb das Ticket fürs Finale lösen konnte auch Lodovico OLD, ein Oldenburger Hengst v. Lord Europe – Don Frederic (Z.: Wieghaus-Vorwerk GbR, B.: Amely Baronin von Buchholtz), geritten von Beatrice Hoffrogge. Er beendete die Prüfung mit 82,4 Prozent auf Platz elf.

 

Kleines Finale folgtInsgesamt bewarben sich am ersten Tag der WM 45 Sechsjährige um einen Platz im Finale. Zwölf von ihnen konnten sich auf direktem Weg dafür empfehlen. Alle übrigen haben noch die Chance, sich über das „kleine Finale“ am Donnerstag für den Start am Samstag zu empfehlen. Insgesamt werden im kleinen Finale noch einmal drei Startplätze fürs Finale vergeben.

 

Hier gibt es ein Wiedersehen mit dem als Reservisten nachgerückten Hannoveraner Wallach Bonbonito v. Belissimo M – Herbstkönig (Züchter: Zuchtbetrieb Brech, Besitzerin: Linda Zschocke) und seiner Reiterin Sofie Stollberger (79,4 Prozent) sowie dem westfälischen Wallach Sauschön NRW (v. Secret – Flanagan) mit Gina Extra (77,0 Prozent). Beide konnten sich am ersten Tag im Mittelfeld einordnen. Pferdesport Deutschland/Hb

 

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