Isabell Werth und Frederic Wandres führen das Ranking auf dem Anakenenhof an
Die vierte Station des Louisdor-Preises führte die Reiterinnen und Reiter auf die Reitanlage Anakenenhof in Pinneberg. Bestes Paar in diesem Nachwuchspferde-Grand Prix waren Isabell Werth und Back for Good, die bei ihrem ersten gemeinsamen Turnierauftritt gleich 75,468 Prozent erreichten. Frederic Wandres führte den Hannoveraner Veuve Clicquot FRH zu 73,894 Prozent, Platz zwei. Dritte wurden Bernadett Brune und der Oldenburger Vaderland (72,723). Zwei Starts, zwei Siege: Im Louisdor-Preis und in der Einlaufprüfung (Intermediaire II) führte kein Weg an Isabell Werth vorbei. Die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten stellte mit dem neunjährigen Hengst Back for Good aus dem Zuchtverband Brandenburg-Anhalt ein bewegungs- und ausdrucksstarkes Pferd vor, das besonders mit seinen Pirouetten und Passagen viele Punkte holte. Der Sohn des Ben Benicio gehört der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse und soll von Isabell Werth auf den Grand Prix-Sport vorbereitet werden. Das Pferd hat noch vergleichsweise wenig Erfahrung, lediglich ein paar Reitpferdeprüfungen sind dokumentiert. 2024 stellte Isabell Werths Bereiter William Mathew das Pferd einmal in einer S-Dressur vor, ein Jahr später ritt der Spanier Pablo Escobar einen St. Georg. Nun also debütierte Back for Good auf Grand Prix-Niveau und hat sich gleich einen Startplatz fürs Finale des Louisdor-Preises gesichert. Dieses wird wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten in der Frankfurter Festhalle ausgetragen.
Ebenfalls das Ticket fürs Finale hat Frederic Wandres in der Tasche, denn im Louisdor-Preis qualifizieren sich je Etappe zwei Paare. Wie Isabell Werth gehörte auch der langjährige Kasselmann-Chefbereiter, der sich in Kürze auf Gut Einhaus selbständig macht, zur siegreichen Gold-Equipe bei der Weltmeisterschaft in Aachen. In Pinneberg stellte er den erst acht Jahre alten, aber schon sehr weit ausgebildeten Wallach Veuve Clicquot FRH vor (73,894). Der Hengst zeigt schon sehr gute Piaffen und Passagen, auch seine Galoppwechsel sitzen bereits sehr sicher. Ausgebildet wurde der Vitalis-Sohn von Wandres Lebensgefährten Lars Ligus, der mit Veuve Clicquot die Silbermedaille beim Bundeschampionat des sechsjährigen Dressurpferdes gewonnen hatte. Auf Rang drei im Louisdor-Preis behauptete sich Bernadette Brune mit dem Oldenburger Hengst Vaderland. Auch er ist ein Nachkomme des Vitalis (72,723). Ebenso der viertplatzierte Vitally PCH, vorgestellt von Anna Schölermann, führt Vitalis als Vater im Pedigree (72,277), dazu noch die von Lucie Anouk Baumgürtel gerittene Hannoveranerin Zink First Vienna FH FRH (71,553) – ein Vitalis-Festival der Extraklasse. Auf dem sechsten Platz taucht dann ein Benicio-Sohn auf. Be Sure FRH heißt der Hengst, den Isabell Werth präsentierte und zu 71,404 Prozent führte.In Pinneberg bekamen nicht nur die noch jungen Grand Prix-Pferde ihre Chance, sondern auch die Reiterinnen und Reiter der Altersklasse U25, die mit Unterstützung des Piaff-Förderpreises an den Grand Prix-Sport der Senioren herangeführt werden sollen. Leider traten nur drei Reiterinnen an. Zum Sieg ritt Marie Sohler, die mit dem früher von Bianca Nowag-Aulenbrock gerittenen Hannoveraner Queolito v. Quaterhall 72,07 Prozent von der Jury bekam. Die vier Qualifikationen des Piaff-Förderpreises sind nun beendet, das Finale wird vom 2. bis 6. Dezember bei den „Aachen Dressage Youngstars“ ausgerichtet. Pferdesport Deutschland / hen




























