Stefan Engbers mit Baju NRW zweitbester Deutscher im Großen Preis
Es war das Wochenende des Gerrit Nieberg. Der 33-Jährige aus Sendenhorst bei Münster gewann beim Vier-Sterne CSI „Turnier der Sieger“ vor dem Münsteraner Schloss zunächst das Championat und anschließend den Großen Preis. Seine Partnerin war in den beiden wichtigsten Prüfungen des Turniers die niederländische Stute IB Queen. Auf den Plätzen zwei und drei im Großen Preis behaupteten sich die Schweizerin Nadja Peter Steiner mit Clearround II Mondo und der Belgier Koen Vereecke mit Merryweather Vt Leeuwerikenhof.
Nach dem Verkauf seines Spitzenpferdes Ping Pong übernimmt die Stute IB Queen die Aufgaben der Nummer eins im Stall Nieberg. Die elfjährige Niederländerin, Tochter des Quasimodo, wurde den hohen Erwartungen mehr als gerecht. Im nur vier Paare umfassenden Stechen des Großen Preises überquerte sie mit ihrem Reiter Gerrit Nieberg fehlerfrei die Ziellinie – 14 hundertstel Sekunden schneller als die Schweizerin Nadja Peter Steiner, die den Zangersheider Schimmel Clearround II Mondo v. Comme il Faut gesattelt hatte (0/42,31). Ebenfalls ohne Fehler meisterte der Belgier Koen Vereecke im Sattel der belgischen Emerald-Tochter Merryweather das Stechen. Das Paar benötigte 43,29 Sekunden – Platz drei. Zweitbester Deutscher im Großen Preis war Stefan Engbers mit seinem westfälischen Schimmel Baju NRW. Der Balou du Rouet-Sohn leistete sich zwei Abwürfe und wurde Vierter (8/42,6).
Für Gerrit Nieberg hatte der Sieg vor dem Fürstbischöflichen Schloss eine besondere Bedeutung. „Hier vor heimischer Kulisse und vor diesem Publikum zu siegen, ist etwas ganz Besonderes“, sagte der 33-Jährige begeistert. Am Vortag hatte Nieberg die Klasse der Stute bereits bestens bewiesen. Im Championat, der zweitwichtigsten Springprüfung des Turniers, steuerte er IB Queen blitzschnell durch den Stechparcours. Die Uhr blieb bei 46,52 Sekunden stehen. Das sollte der Sieg sein. Schneller war zwar Paula de Boer-Schwarz, aber ihre Stute My Miss Marpel OLD v. Mylord Carthago trat an einem Hindernis eine Stange herunter (4/41,56). Dazwischen schob sich die Schwedin Malin Baryard Johnsson mit dem westfälischen Wallach Hennessy v. Hogwart 0/50,15). Sie war sichtlich angetan von ihrer Münster-Premiere und sagte: „Es ist tatsächlich mein erstes Mal hier in Münster, was beinahe verrückt ist, weil ich schon so oft in Deutschland geritten bin und auch schon seit Jahren nur Gutes über das Turnier der Sieger höre.“ Pferdesport Deutschland / hen




























