Chemnitz: Team BaWü verteidigt den Titel

Silber und Bronze für Hessen und Mecklenburg-Vorpommern

Zum 13. Mal war die Messe Chemnitz Gastgeber eines Springturniers, und zum dritten Mal wurde hier die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände im Parcours ausgetragen. 13 Teams hatten sich der Aufgabe gestellt. Im zweiten Umlauf fiel die Entscheidung mit dem letzten Ritt. Titelverteidiger Baden-Württemberg ritt erneut zum Sieg und verwies die Mannschaft aus Hessen auf den zweiten Platz. Dritte wurden die Aktiven aus Mecklenburg-Vorpommern.

 

Ehemals in das Braunschweiger Turnier „Löwenclassics“ eingebunden, hat die Deutsche Meisterschaft Springen der Landesverbände seit drei Jahren eine Bleibe im Messezentrum der sächsischen Metropole Chemnitz. Das Prüfungsformat sieht mit jeweils vier Reiterinnen und Reitern pro Mannschaft zunächst einen Umlauf über einen 1,45 Meter-Parcours vor. Die sechs besten Teams ermitteln dann im zweiten Umlauf, allerdings nur noch mit drei Paaren, den Sieger und die Platzierten.

Baden-Württemberg galt von Anfang an als Favorit. Dreimal schon hatten die Aktiven aus dem Ländle den Titel geholt, und auch bei der jüngsten Auflage in Chemnitz roch es nach einem Sieg. Den ersten Umlauf hatten Günter Treiber mit Spirit van’t Vossenhof (v. Untouchable), Benjamin Wulschner mit Kilcannon Emerald (v. Emerald), Elisabeth Meyer mit Fips for Fun GA (v. For Cornet) und Mohamad Mogheeth Alshehab auf Carlotto S (v. Chacco-Blue) mit nur vier Fehlerpunkten beendet und die Führung übernommen. Dicht auf den Fersen waren ihnen die Reiterinnen und Reiter des Landesverbandes Hessen. Nach zwei Umläufen hatten beide Mannschaften acht Fehlerpunkte auf dem Konto, nun musste die Zeit entscheiden. Und hier hatten die Baden-Württemberger die Nase vorn. Der Syrer Mohamad Mogheeth Alshehab zeigte mit dem Württemberger Wallach Carlotto die schnellste Runde und rettete seiner Equipe die Goldmedaille. Der 40-Jährige hatte 2012 seine Heimat verlassen und sich in Deutschland eine neue Existenz aufgebaut. Er reitet für den RUF Herrenberg (bei Stuttgart) und erwarb sein reiterliches Können bei Michael Jung.

Den zweitplatzierten hessischen Verband vertraten Angelina Herröder mit Nimarek (v. Numero Uno), Amke Stormann mit Fräulein Feeling (v. For Feeling), Leonie Büttel mit Emerald’s Ella und Jörg Oppermann mit Olymp. Am prominentesten war das Team aus Mecklenburg-Vorpommern besetzt. Europameister André Thieme gelangen mit dem zehn Jahre alten Emerald-Sohn Emmes zwei Nullrunden, Kollege Holger Wulschner führte den erst achtjährigen Kanthago v. Kannan an größere Aufgaben heran. Das Team verstärkten Christin Wascher mit Quincy v. Quintero und Christoph Lanske mit Armicornit v. Armitage. Die Gäste aus dem hohen Norden freuten sich über die Bronzemedaille. Pferdesport Deutschland / hen

 

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