SPRINGFLUT FESTIVAL HÖRU - „Es ist ein richtiges Event!“

Foto: „Er ist mein Liebling!“, schwärmte Tjade Carstensen von seinem Holsteiner Hengst Comme Le Feut, mit dem er sich in der ersten Abteilung der Springpferdeprüfung der Klasse M* um den Preis der Ingenieurteam Trebes + Eichler GmbH die Goldene Schleife sicherte - Fotograf: Christian Beeck

Foto: „Er ist mein Liebling!“, schwärmte Tjade Carstensen von seinem Holsteiner Hengst Comme Le Feut, mit dem er sich in der ersten Abteilung der Springpferdeprüfung der Klasse M* um den Preis der Ingenieurteam Trebes + Eichler GmbH die Goldene Schleife sicherte - Fotograf: Christian Beeck

(Hörup) Das Springflut Festival in Hörup auf der Anlage der Familie Johannsen hat begonnen. Traditionell wird den jungen Pferden zum Veranstaltungsauftakt ganz im Norden der Republik die elitäre Bühne bereitet. Ein Blick auf die Starterzahlen der vier Prüfungen am Mittwoch genügt: Alle wollen dabei sein!

 

Eine Springpferdeprüfung der Klasse L über 1,10 Meter hohe Hindernisse eröffnete das Top-Event: 72 Teilnehmer wurden in der Meldestelle für diese Aufgabe für fünf- und sechsjährige Pferde registriert. Platziert wurde in drei Abteilungen. Im Preis der Herrmann-Rowedder GmbH & Co. KG brillierte Pheline Ahlmann (RuFV Hanerau-Hademarschen u.Umg. e.V.). Mit ihrer westfälischen Stute Vixxen erzielte sie die höchste Wertnote insgesamt – nämlich eine 8,7 – und wurde zur verdienten Siegerin der ersten Abteilung gekürt. Ihr zweites Pferd, den Holsteiner Wallach Constanzehof’s Faust Mephisto, pilotierte sie zudem mit der Note 8,3 zum zweiten Platz. In der zweiten Gruppe, Preis der Ratio Treuhandgesellschaft mbH, setzte sich Tjade Carstensen (RuFV Obere Arlau Sitz Behrendorf) mit der Holsteiner Stute One For Me v. Tobago Z aus der Zucht seiner Mutter Ivonne und der Note 8,6 an die Spitze. Das beste Ergebnis der dritten Abteilung, Preis der Holsteiner Pferdefreunde GbR, erzielte Jana Fink (RFV Milte-Sassenberg e.V.) mit dem westfälischen Hengst El Color de la Luz v. Emerald van het Ruytershof und der Note 8,4.

 

In der nächsten Springpferdeprüfung der Klasse L, der Qualifikation zum Future Championat der Fünfjährigen, wurden die Aufgaben im Parcours um fünf Zentimeter erhöht. Im Preis der rt Revision + Treuhand GmbH & Co. KG und Preis der Kähler Bau GmbH & Co. KG stand ein echter Pferdepromi vorne: Der Holsteiner Verbandshengst United Pleasure v. United Way war Prämienhengst seiner Körung 2023 und avancierte zum überlegenen Holsteiner Landeschampion 2025. In Hörup präsentierte er mit Lucas Wenz (RuFV von Elmshorn u.Umgg. e.V.) einmal mehr seine Klasse und galoppierte mit der Note 8,7 zur Goldenen Schleife. Auch Stammgast Jana Fink zeigte wie in jedem Jahr ihr Können über den Stangen und wurde mit dem westfälischen Hengst El Color de la Luz Zweite (8,5). Tjade Carstensen und sein Holsteiner Hengst Chacfire v. Chacfly PS sahen die Richter Werner Peters und Lothar Prinz mit der Note 8,3 an dritter Position.

 

65 Namen standen auf der Starterliste der Springpferdeprüfung der Klasse M* über 1,25 Meter, Qualifikation für das Future Championat der Sechsjährigen. Es wurde in zwei Abteilungen gerichtet. Und die Juroren Werner Peters und Peter Schmerling vergaben zweimal die Top-Note 8,8 in diesem Klassement.

 

Tjade Carstensen und sein Holsteiner Hengst Comme le Feut – erneut aus der Zucht seiner Mutter Ivonne – belegten den Spitzenplatz in der ersten Abteilung, Preis der Ingenieurteam Trebes + Eichler GmbH. „Comme le Feut ist mein Ein und Alles“, strahlte der Sieger. „Er ist aus meiner einstigen Sportstute Zürich und ich wollte immer gerne einen Nachkommen von Comme il faut haben. Das hat in der Anpaarung gut gepasst. Aber dass er so ein tolles Pferd wird, damit hätte ich nicht gerechnet. Er ist mein Liebling.“ Darüber hinaus sei es zusätzlicher Ansporn, beim Future Championat mit dabei zu sein. „Die Pferde lernen unheimlich viel vor dieser großen Kulisse, quasi schon mal eine kleine Probe, wenn man in Richtung Bundeschampionat planen möchte. Aber auch die hohe Dotierung ist ein echter Anreiz.“

 

Pheline Ahlmann folgte auf den nächsten beiden Plätzen: Mit Constanzehof’s Faust Mephisto wurde sie Zweite (8,7), mit dem Oldenburger Wallach Chacco Minelli Dritte (8,5). Für sie verlief der Höruper Start also glänzend: „Ich habe schon mit Stephan Johannsen gescherzt, dass ich zu seinem Turnier immer gerne komme, wenn es so beginnt“, lachte die sympathische Athletin und war außerdem besonders glücklich über die Erfolge ihres Constanzehof’s Faust Mephisto. „Mein Freund Basti Kurz und ich haben ihn im vergangenen Jahr von seiner Züchterin Isabel Jahr gekauft und wollen ihn langsam entwickeln. Und wenn es dann gleich so gut anläuft, freut man sich besonders – gerade, weil er ja uns beiden gehört. Ich setze große Hoffnungen in ihn.“ Für das Springflut Festival fand Pheline Ahlmann ebenfalls nur lobende Worte: „Es ist toll, wenn sich ein Veranstalter so viele Gedanken macht und sein Turnier Jahr für Jahr weiterentwickelt. Dieses Mal ist der Marktplatz noch größer geworden. Es gibt viel mehr Stände, leckeres Essen und Livemusik. Es ist eben ein richtiges Event!“

 

In der zweiten Abteilung, Preis der Wilhelm-Jensen GmbH & Co. KG, führte einmal mehr Jana Fink die Ehrenrunde an. Die 8,8 kassierte in diesem Fall ihr Rheinländer Hengst Arcassio FRH v. Alaba, Landbeschäler in Warendorf und amtierender Bundeschampion der fünfjährigen Springpferde. Mit der Note 8,6 folgte die Holsteiner Stute New Capitola mit Mascha Krause (RV Rehagen-Hamburg e.V.) im Sattel auf dem zweiten Rang. Johanna Kühl (RuFV Neuengörs u.Umg. e.V.) erhielt von den Richtern für die Vorstellung mit ihrem Holsteiner Hengst Top Gun U.P. v. Cayado die Note 8,4 – Platz drei.

 

Den Abschluss im Parcours bildete eine Springprüfung der Klasse M*. In der ersten Abteilung, Preis der Nordgröön Energie GmbH, siegte Amelie Wallenhauer (PSG Süderlügum e.V.) mit Carisma (0/59,62 Sekunden). In der zweiten, Preis der AXA Versicherung Tim Dau, belegte Justus Thomsen (RuFV Südtondern e.V. Leck) mit seinem bewährten Holsteiner Colombo Platz eins (0/59,88).

 

Turnierchef Stephan Johannsen war mit dem Veranstaltungsauftakt rundum zufrieden: „Alles ist wunderbar angelaufen. Der Marktplatz ist gut gefüllt, auf den Tribünen sitzen die ersten Besucher, die schon tollen Sport gesehen haben. Wir alle im Team sind hochmotiviert und freuen uns nun auf die nächsten Tage.“

 

Der morgige Donnerstag startet um 8.00 Uhr mit einer Youngster-Springprüfung der Klasse M*. Anschließend werden die Hindernisse für die nächsten Aufgaben im Parcours um 15 beziehungsweise 20 Zentimeter erhöht – dann geht es zum ersten Mal über schwerste Abmessungen.

 

Ab 17 Uhr steht nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wieder die Vielseitigkeit auf dem Programm: Mit einer Geländepferdeprüfung der Klasse A und einer kombinierten Prüfung der Klasse A geht es ins Höruper Gelände. Beide Prüfungen sind zugleich Qualifikationen für das Bundeschampionat in Warendorf. Ab 18.00 Uhr darf dann beim „James Farm Festschmaus“, einem Barbecue mit Livemusik auf dem Marktplatz, nach Herzenslust geschlemmt werden. Resttickets gibt es unter www.springflut-festival.de/ticketshop. Und ab 19.30 Uhr heißt es: „Nichts gilt mehr!“ Bei der „Casino Royale Night“ darf man zum ersten Mal bei Poker, Black Jack und Co. sein Glück versuchen.

 

Dabei sein lohnt sich.

 

Weitere Informationen unter: www.springflut-festival.com

 

PM

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