Shane Sweetnam gewinnt den Rolex Grand Prix, Steve Guerdat auf Platz drei
Zum Abschluss der „Falsterbo Horse Show“ in Schweden konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer einen der hochklassigsten Großen Preise der Saison 2026 erleben. Den Rolex Grand Prix gewann nach nervenaufreibendem zweitem Umlauf der Ire Shane Sweetnam mit James Kann Cruz. Er schnappte dem bis dahin führenden Richard Vogel mit Cloudio den Sieg in den letzten Sekunden der Prüfung vor der Nase weg. Mit einem Abstand von nur fünf hundertstel Sekunden auf Vogel reihte sich der Schweizer Steve Guerdat mit Albfuehren's Iashin Sitte auf dem dritten Platz ein.
Zwei Tage zuvor hatte die deutsche Equipe mit ihrem unglücklichen Abschneiden im Nationenpreis von Falsterbo gehadert. „Wir sind sehr enttäuscht“, gab Bundestrainer Otto Becker offen zu. Sein Team mit André Thieme, Philipp Weishaupt, Sophie Hinners und Richard Vogel leistete sich zu viele Fehler und konnte sich nicht für den zweiten Umlauf der acht besten Mannschaften qualifizieren. Insbesondere Europameister Richard Vogel fand nicht zu gewohnter Klasse. 48 Stunden später war die Welt zumindest für Richard Vogel wieder in Ordnung. Im hoch dotierten Großen Preis, für dessen Kurs der deutsche Parcourschef Frank Rothenberger verantwortlich zeichnete, hatten Vogel und der Casall-Sohn nach fehlerfreiem Umlauf die zweite Runde/Stechen der besten zwölf Paare erreicht. Dieses geriet zu einem nahezu dramatischen Krimi. Der Brite Ben Maher und der schwedische Hengst Point Break, der Däne Andreas Schou und der belgische Wallach Napoli Vh Nederassenthof sowie Steve Guerdat und der schwedische Wallach Ishan Sitte lagen nur zehntel beziehungsweise hundertstel Sekunden auseinander. Steve Guerdat durfte sich sogar ein paar Minuten als Sieger fühlen – bis Richard Vogel und Cloudio ins Stechen starteten. Extrem schnell nahmen die beiden die engen Wendungen und gaben auf den langen Strecken richtig Gas. Bei 38,63 Sekunden blieb die Uhr stehen. Guerdat hatte fünf hundertstel Sekunden länger gebraucht. Doch für den Sieg sollte Vogels Topzeit nicht reichen, denn einer war noch schneller: Der Ire Shane Sweetnam nutzte den riesigen Galoppsprung seines irischen Kannan-Sohns James Kann Cruz aus und sparte fast eine Sekunde ein (37,68). Der 45-Jährige, der die meiste Zeit mit seiner Frau und den drei Kindern in Wellington (Florida) lebt, war sichtlich überrascht, denn zum ersten Mal hatte der Schimmel einen Großen Preis über 1,60 Meter gewonnen.Auf den Plätzen vier und fünf rangierten Andreas Schou und Ben Maher. Auch Sophie Hinners und der belgische Wallach Iron Dames My Prins nahmen am Großen Preis teil. Ein Abwurf bedeutet am Ende Platz 29, die vielen Vier-Fehler-Ritte lagen hauchdünn beieinander. Pferdesport Deutschland / hen





























