Calgary: Überwältigender Sieg im Nationenpreis

Deutschland führt mit großem Abstand vor Irland und Belgien

Drei Wochen nach dem Triumph bei der Weltmeisterschaft in Aachen, wo das deutsche Team die Mannschaftsgoldmedaille gewann, hat das Quartett des Bundestrainers und Equipechefs Otto Becker erneut seine Klasse bewiesen. Beim Turnier in Spruce Meadows im kanadischen Calgary gewannen Daniel Deußer mit Pepita van T Meulenhof, Sophie Hinners mit Iron Dames My Prins, Jörne Sprehe mit Toys und Richard Vogel mit Cloudio den hochwertigen Nationenpreis mit insgesamt nur vier Fehlerpunkten.

 

Die Goldmedaille von Aachen hat dem deutschen Springteam offenbar enormen Rückenwind für weitere Aufgaben gegeben. Bis auf Jörne Sprehe waren drei der vier Aktiven der WM am Start gewesen. Dort hatte Marcus Ehning die Mannschaft verstärkt. Der Parcourschef Leopoldo Palacios aus Venezuela ist bekannt dafür, dass er die anspruchsvollsten Fünf-Sterne-Kurse baut. Entsprechend summierten sich die Fehler bei manchen Nationen. Für Deutschland ging Daniel Deußer mit der elf Jahre alten belgischen Stute Pepita v. El Torrero als erstes Paar im ersten Umlauf an den Start. Ein Abwurf. Sophie Hinners gelang mit dem belgischen Wallach Iron Dames My Prins v. Zilverstar eine Nullrunde. Als nächste Reiterin war Jörne Sprehe mit dem Hannoveraner Hengst Toys v. Toulon an der Reihe. Wieder ein Abwurf. Schlussreiter Richard Vogel, mittlerweile die Nummer eins der Welt, und der Holsteiner Hengst Cloudio v. Casall kamen auch fehlerfrei ins Ziel, so dass nach Runde eins das Konto nur mit vier Fehlerpunkten belastet war. Etwas besser meisterte das britische Quartett die Aufgaben, Ben Maher und Tim Gredley verließen den Parcours ohne Abwurf, nur zwei Zeitstrafpunkte von Jack Whitaker fielen ins Gewicht. Im zweiten Umlauf sollte sich die Rangierung ändern. Deutschland übernahm souverän die Führung. Daniel Deußer, Sophie Hinners und Jörne Sprehe blieben fehlerfrei – und damit war der Sieg bereits sicher. Schlussreiter Richard Vogel hätte nicht mehr reiten müssen, ging aber doch an den Start. Cloudios Abwurf spielte keine Rolle mehr. Die Briten als Führende des ersten Umlaufs hatten in der zweiten Runde Pech. Ben Maher und der früher von Marco Kutscher gerittene Holsteiner Wallach Catelly v. Catalido stürzten und schieden aus. Pferd und Reiter kamen unverletzt davon. Durch Mahers Ausfall zählten alle britischen Ritte, und die waren von vielen Fehlern geprägt. Mit insgesamt 26 Fehlerpunkten rutschte die Equipe auf den vierten Platz ab.Das zweitbeste Ergebnis in diesem Nationenpreis gelang der von Jessica Kürten gemanagten irischen Mannschaft. Mit 17 Fehlerpunkten rangierte sie drei Abwürfe hinter den deutschen Siegern. Auf dem dritten Rang behauptete sich Peter Weinbergs belgische Equipe (21). Von den neun im ersten Umlauf gestarteten Team hatten sich sechs für die zweite Runde qualifiziert. Auf den Rängen vier und fünf schlossen sich Großbritannien (26) und die USA (46) an. Das Team Frankreich schied aus. Pferdesport Deutschland / hen

 

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