Reutlinger Finanzverwaltung empfiehlt, Pferdesteuer nicht einzuführen
Pferdehalter in Reutlingen können vorsichtig aufatmen. Gerade hat sich die Finanzverwaltung gegen die vom Gemeinderat beschlossene Einführung einer Pferdesteuer ausgesprochen. Begründung: zu viel Personalaufwand bei zu wenig Ertrag. Die Entscheidung des Gemeinderats im März hatte für massive Proteste gesorgt. Reutlingen wäre die erste Kommune in Baden-Württemberg, in der eine Pferdesteuer erhoben würde. Mit Unterstützung des Landespferdesportverbands Baden-Württemberg und von Pferdesport Deutschland wehrten sich die Reutlinger Pferdebetriebe, der ansässige Pferdesportverein, Pferdehalter und Züchter engagiert und mit guten Argumenten gegen die Einführung der Pferdesteuer. Sie schickten Stellungnahmen an die Gemeinderatsmitglieder, starteten eine erfolgreiche Online-Petition und hielten Mahnwachen unter Beteiligung von Pferdefreunden jeden Alters ab. Ganz vom Tisch ist die Pferdesteuer aber noch nicht. Noch müssen der Finanzausschuss und der Gemeinderat zustimmen. Und sollte sich zeigen, dass noch immer eine Finanzierungslücke im Haushaltsplan klafft, kann die Diskussion erneut beginnen. „Es bleibt definitiv weiter spannend und wir können nur an die Gemeinderatsmitglieder appellieren, sich für den Erhalt von Pferden und Pferdesport in Reutlingen auszusprechen“, sagte Thomas Ungruhe, Leiter des Teams Pferdesportentwicklung von Pferdesport Deutschland. „Die wertvolle Jugendarbeit der Vereine und Reitschulen, die Landwirte, Pferdezüchter und Pferdebetriebe: ein ganzer Wirtschaftszweig würde unter einer Pferdesteuer stark leiden – und das bei einem enormen Verwaltungsaufwand für die Stadt.“ Pferdesport Deutschland/Hb





























